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Deutschlands größter Wohnungskonzern: Vonovia kürzt nach Mieterprotesten die Modernis
DPA

Wenn ältere Mietshäuser neue Dämmung oder Fenster bekommen, sind Mieter oft sauer - denn am Ende tragen sie meist die Kosten als Mieterhöhung. Deutschlands größter Wohnungskonzern senkt nun die Investitionen.

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outsider-realist 06.12.2018, 12:26
1. Noch teurer

Das hört sich nicht nach Einsicht an, sondern als ob es am Ende noch teurer für die Mieter wird.
Ich nehme an, das jetzt erst mal die Mieten maximiert werden und dann anschließend modernisiert wird.
Eine Win Win Situation jedoch ausschließlich für Vonovia.

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FocusTurnier 06.12.2018, 12:29
2. Wer keine Modernisierung bezahlen will, bekommt auch keine

Finde ich völlig korrekt. Das bigotte Verhalten von vielen Mietern kann ich eh nicht verstehen. Erst wählen sie Parteien, die Bauherren und Eigentümer dazu verpflichten, energetisch zu sanieren, und dann wollen viele das nicht bezahlen. Verstehe ich nicht......

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stefanbodensee 06.12.2018, 12:43
3. Zuerst abkassieren ...

...und dann bei massivem Protest so tun, als ob der Mieter das 'nicht wolle', als ob man ja eigentlich allen Mietern nur Gutes tun will. Die Vonovia ( Ex Deutsche Annington ) macht genau da weiter, wo sie bereits vor der Umbenennung ( wegen schlechter Presse ) aufgehört hat. Den größtmöglichen Gewinn aus den massenweise aufgekauften Wohnungen / Häusern rausquetschen, die Mieten nach der oft nicht wirklich notwendigen Sanierung massiv nach oben jagen, die alten Mieter oft vergraulen - und bei neuen Mieter kräftiger zulangen. Tut mir leid, wenn ich den altbekannten Ausdruck dafür gebrauche - Miet-Haie. Diese Firma lebt den Raubtier-Kapitalismus - und zwar auf dem Rücken derer, die sich nicht oder nur kaum dagegen wehren können. Leider ist unsere Politik dagegen bis jetzt relativ machtlos - die Immobranche hat bisher immer ein Schlupfloch gefunden, wie man weiter absahnen kann. Hoffentlich kracht es irgendwann mal im Gebälk ...aber kräftigst!

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Minster 06.12.2018, 12:43
4.

Vonovia sieht ihr Geschäftsmodell gefährdet, also zieht man wieder die Bremse an bis man eine andere Möglichkeit der Gewinnschöpfung gefunden hat. Um das Wohle der Mieter durch Modernisierung geht es doch gar nicht.

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so-long 06.12.2018, 12:46
5. Umlage

der Modernisierungskosten auf die tatsächlich eingesparten Betriebskosten: sehr gute Idee des Dtsch.Mieterbundes. Würde aber den ganzen Unfug offen zu Tage bringen, was von Berlin nicht erwünscht ist.
Dass eine Mieterhöhung von 7 auf 9€ für viele Leute ein echter Hammer ist, kann sich der hochdotierte Vonovia-Chef nicht vorstellen.

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unpolit 06.12.2018, 12:51
6. Langfristige Denke

Das Thema sind die Energie-Kosten. Wenn irgendwann Öl und Gas so richtig teuer werden, dann werden sicher die Mieter darum betteln, dass endlich gedämmt wird. Jedenfalls die Eigenzahler. Und die die Miete vom Amt bekommen, müssen dann in noch schlimmere Löcher ziehen.
Sorry, wer rechnen kann und einen Zeithorizont her nimmt, der für Immobilien üblich ist, der sieht zu, dass möglichst wenig Energie verloren geht. Kostet heute schon - und wird morgen eher nicht billiger. Privat mit Solarthermie und Kamin mit Rauchgas-Wärmetauscher zur Heizungsunterstützung. Von uns bekommen die Scheichs jedes Jahr nen 1000er weniger in den Rachen. Und gut für die CO2-Bilanz ist es allemal.

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charlybird 06.12.2018, 12:53
7. Vorsicht bei Buchstabe V im Wohngeschäft.

Vonovia ist mit ihren Betriebspraktiken derart ins Negativimage gerückt, dass die zukünftig machen können, was sie wollen, es wird alles negativ angelastet werden.
Ist ja eigentlich auch nicht falsch bei ihren Praktiken.
Es ist eben schlichtweg nicht möglich, OHNE wie auch immer erreichte Mieterhöhungen und Abrechnungsfantasias, also überzogene Preise, einen angemessenen Dauerprofit aus Massenimmobilienbesitz zu ziehen.
Der nächste Schritt wäre dann die gerne genommene Luxussanierung, Aufwand kaum geringer, aus 2 macht 1, Miete X 4 oder noch besser, gleich verkaufen, bei 8 alten Wohneinheiten sind 2 neue der Gewinn. Alles kopfschüttelnd erlebt.
Das ist das Planierraupenunternehmertum in Merzens Sinne, schließlich hält BlackRock auch ein paar ordentliche Anteilchen im Wohngeschäft.

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interdisziplinärer 06.12.2018, 13:01
8. Umlage deckeln

was ist das denn für eine Lücke im Gesetz?
einmal sanieren und für immer die Miete erhöhen?
Die modernisierungsbedingte Mieterhöhung muss meines Erachtens unbedingt an zwei Faktoren gekoppelt werden:
1. wenn die Sanierungskosten durch die Erhöhung refinanziert sind
2. die Ersparnis bei den Heizkosten

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dergenervte 06.12.2018, 13:09
9.

Zitat von unpolit
Das Thema sind die Energie-Kosten. Wenn irgendwann Öl und Gas so richtig teuer werden, dann werden sicher die Mieter darum betteln, dass endlich gedämmt wird. Jedenfalls die Eigenzahler. Und die die Miete vom Amt bekommen, müssen dann in noch schlimmere Löcher ziehen. Sorry, wer rechnen kann und einen Zeithorizont.....
Wärmedämmung bei Altbauten bringt nichts. Fragen Sie mal Fachleute, was die von energetischer Sanierung halten. Man spart nur im besten Fall ein paar Cent an Heizkosten. Dafür hat man schlechteres Raumklima mit erhöhter Gefahr von Schimmelbildung.

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