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Dieselskandal: Milliardenbuße für VW lässt andere Kläger hoffen
DPA

VW muss im Abgasskandal eine Milliarde Euro Strafe zahlen. Die Entscheidung der Staatsanwaltschaft macht den geschädigten Autofahrern und Aktionären Hoffnung. Die wichtigsten Folgen der Geldbuße.

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Rubyconacer 14.06.2018, 17:08
1. Geld

Wieso nicht eine Million Fahrzeugbesitzern 1000€ für eine Nachrüstung der alten Euro5-Fahrzeuge geben? Das wäre sinnvoll. Wenn die anderen Hersteller diesem Beispiel folgen würden, hätten wir bald Gerechtigkeit. Fist weigert sich ja noch. Renault versucht sich mit Software-Updates zu retten. Mercedes dito.

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<yyy> 14.06.2018, 17:10
2. Haha, Hand und Hand

Super. „Die da oben“ legen Schützend ihre Hand über die Autoindustrie. Kommt doch eine Strafe, bereichert auch die öffentliche Hand.

Und der Verbraucher, der rund Zehntausend Euro Wertverlust seines Diesel in Kauf nehmen musste, GEHT LEER aus.

Absolutes Unding.

Kein Wunder, wenn da der ein oder andere zum FRUSTwähler wird.

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53er 14.06.2018, 17:14
3. Seltsam,

Niedersachsen plant schon die Verwendung der Milliarde. Hat nicht ganz Deutschland unter den VW-Abgasen gelitten und die Dieselfahrer unter dem Wertverlust ihrer Fahrzeuge? Hat nicht auch Niedersachsen einen großen Anteil daran, dass alles so lange unter den Teppich gekehrt wurde, weil ein Land eigentlich keine Anteile an Konzerne halten sollte, da ansonsten die Unparteilichkeit leidet?

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gandhiforever 14.06.2018, 17:15
4. Eine Milliarde Euro

VW wird mit einer Strafe in Hoehe von einer Milliarde Euro belegt.

Das Geld geht an Niedersachsen.

Schoen, nicht? Der Staat kommt zu einer nicht eingeplanten Einnahme.

Doch die Einnahme ist eigentlich gar nicht so hoch, wie man meinen koennte. Warum?

Nun, Niedersachsen ist Besitzer von VW-Aktien.

Man koennte auch sagen, Niedersachsen bezahlt einen Teil der gegen VW ausgesprochenen Strafe an Niedersachsen.

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herm16 14.06.2018, 17:23
5. na

da freuen sich die Anwälte über ein gutes Zubrot. Bin mal gespannt, wenn VW insolvent ist, dann gibt's gar nichts. Superleistung

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Wiedereinaussteiger 14.06.2018, 17:34
6.

Mit dem Akzeptieren des Strafbefehls scheint im deutschen Strafrecht nicht automatico verbunden zu sein, dass andere Beteiligte sich hierauf im Sinne von „Schuld anerkannt“ berufen können. …

Wenn das so ist, d.h. wenn VW sagt, OK, wir zahlen jetzt mal…, aber weiter in Zivilprozessen um die Rückgabe der Betrügerdiesel behauptet, NEIN, da sei keine Schuld, dann ist diese Strafe von 5 Millionen plus 995 Millionen wieder mal eines dieser miesen Rechtsgeschäfte zu lasten Dritter.

Denn was VW da zahlt, haben zuvor die Kunden bezahlt. Es wird ja auch offen „Gewinnabschöpfung“ genannt. Was da gezahlt wird, fehlt auf der Ertragsseite, also sind die Anteilseigner, die Aktionäre, mitgeschädigt.

Wenn die ganze Kohle nur im Land Niedersachsen landet, und wenn die Niedersachsen das gut finden…, sollte man dann VW ermutigen, ruhig weiter zu betrügen? Damit es vorteilhaft werde für Niedersachsens Radwege? Ich bin VW-Kunde (gewesen), zwei Mogel-Betrügerdiesel hier, aber ich bin in NRW und hätte hier auch mal ganz gerne mehr und bessere Radwege. Ich habe gezahlt, bekomme von diesem Vorgang aber nichts wieder…

Ich finde dieses Vorgehen suboptimal, um nicht zu sagen n.i.O.

Mit dem Zahlen müsste ein implizites Zugeben, Anerkennen kriminellen Vorgegangen-Seins einhergehen. Es wäre schändlich, dass oder wenn weiterhin die VW-Fritzen und deren Rechtsvertreter sich hinstellen wollten und sagen, äh nee, wir haben nicht betrogen. Wenn die das tun, dann müsste man konstatieren, dass der VW-Vorstand ganz offenbar immer noch nichts gelernt hätte.

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jens20505 14.06.2018, 17:40
7. Interessant,

... und Niedersachsen kauft jetzt von der Kohle neue Behördenfahrzeuge bei VW? Muss ja kein Diesel sein (Zwinker !). Noch klarer gehen Interessenkonflikte ja auch nicht ....

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Referendumm 14.06.2018, 17:42
8. ;)

Das ist doch linke Tasche, rechte Tasche. Falls die Strafe überhaupt gezahlt wird. Mannomann, Deutschland gehört quasi VW (die Familien Piech und Porsche hatten und haben immer schon mit der obersten politischen Führung rumgekungelt - siehe VW-Entstehungsgeschichte und die von Wolfsburg). Was glaubt man denn, warum die schützende Regierungshand ständig über diese Großbetrüger gehalten wird, obwohl die mit den Betrügererein auch noch ständig weiter machen. Dafür wird gerne Dreck auf die andern dt. Automobilbauer geworfen nach dem Motto: irgendwas bleibt schon hängen.
Ein Trauerspiel in Sachen Rechtstaatlichkeit.

Sorry, aber ich kann diesen ganzen Klüngelkram nicht mehr ernst nehmen. Das ist nur noch zum Fremdschämen geeignet. Die Folgen für Deutschland werden schlimm sein.

P.S.: War in Sachen Autokauf unterwegs - bei Japanern, Südkoreanern, Franzosen etc. geben sich die Kunden die Türklinke in die Hand; ansonsten kann der Rest die WM schön lange und ungestört anschauen.

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carinanavis 14.06.2018, 17:49
9. Interessant

Zitat von 53er
Niedersachsen plant schon die Verwendung der Milliarde. Hat nicht ganz Deutschland unter den VW-Abgasen gelitten und die Dieselfahrer unter dem Wertverlust ihrer Fahrzeuge? Hat nicht auch Niedersachsen einen großen Anteil daran, dass alles so lange unter den Teppich gekehrt wurde, weil ein Land eigentlich keine Anteile an Konzerne halten sollte, da ansonsten die Unparteilichkeit leidet?
da geht um es ein paar µg NO2 mehr, die wegen der Abschaltvorrichtung in VWs pro km mehr in die Luft gelangen.

Dass alte Diesel - Busse, LKW, PKW - mehr als das 100-fache an NO2 ausstossen interessiert niemanden. Auch das NO2 aus dreckigen, Renaults, Toyotas, Fiats und sonstwas ist ganz unschädlich, oder?

Sie sind wie viele andere Deutscher naives Opfer einer einseitigen Medienkampagne und verstehen nicht mal, dass die noch unschädlichen Arbeitsplatzkonzentrationen an NO2 in Deutschland (950 µg/m3) etwa das 20-fache der Werte betragen, die man an den wenigen Hotspots deutscher Innenstädte misst (manchmal höher als 40 µg/m3).

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