Forum: Wirtschaft
Drohneneinsätze: "Den Knopf drücken die anderen"
DPA

Laut einer neuen Studie verdienen europäische Firmen an US-Drohneneinsätzen. Der Journalist Pratap Chatterjee erklärt die Hintergründe des Geschäfts.

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michelinmännchen 19.05.2017, 11:53
1. Ich wäre dafür

den Einsatz von Drohnen mit dem von biologischen und chemischen Kampfstoffen gleichzusetzen und zu ächten. Interessant hierzu auch das Interview mit Sonia Kennebeck bei Jung und Naiv, ab heute Abend auch im Kino: "National Bird".

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johnnys-84 19.05.2017, 12:17
2. Welche Rolle spielt Deutschland?

Solange Drohnen-angriffe vom Deutschen Boden ausgehen oder direkt / indirekt mit strategischen Daten beliefert werden (s. Ramstein) ist die Rolle von Deutschland klar. Es macht mit beim "Morden". Ein Begriff der immer wieder gern vermieden wird um etwas zu legitimieren was eindeutig nicht legitimiert werden kann. Zumindest "heimtückisch, grausam und habgier" sollten ja zutreffend sein (https://dejure.org/gesetze/StGB/211.html). Ich bin immer wieder fassungslos wie solche Themen z.b. im aktuellen Wahlkampf komplett unterm Tisch fallen und die Mehrheit der Wähler (von CDU, SPD, Grüne etc.) gern mal vergessen was die da für eine Partei unterstützen.

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karljosef 19.05.2017, 13:13
3. Zum Nachdenken:

Im zweiten Weltkrieg wurden unmenschliche Verbrechen begangen, teilweise "nur auf Befehl"!

Noch heute werden die entsprechenden Personen vor Gericht gestellt.

Drohnenangriffe sind heute noch nicht strafbar!
Mal sehen, wie es in 10,20,30 Jahren aussieht!
Nachdenkliche Grüße

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susuki 19.05.2017, 15:10
4.

Hilft nichts, Krieg ist schmutzig.

Die Mörder und Sklavenhalter sind nicht anders aufzuhalten.

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karljosef 19.05.2017, 17:37
5. Nein, ich möchte nicht an den einzigen Staat erinnern, der Atombomben bisher eingesetzt hat,

die erste um das Kriegsende zu beschleunigen, oder wie erzählte man,
die zweite, öööhhhm, ach ja, um es noch schneller herbeizuführen, oder?

Wie dieser Staat gestern über das Gleichgewicht des Schreckens sprach, naja, heute ist er etwas anderer Meinung...

Nein, zurück zum Thema, man stelle sich einmal vor, Drohnen würden über God's Own Country eingesetzt werden können, wie groß wäre wohl das Geschrei, diese zu verbieten.

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steffen.ganzmann 19.05.2017, 18:09
6. Ich weiss es nicht.

Aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass man Drohnen über solch eine weite Strecke (Irak - Satellit - Ramstein - Satellit -U.S.A. - Satellit - Ramstein - Satellit - Irak beispielsweise) bedienen kann! Wenn ich mir nur vorstelle, dass die Zeitanzeige im Teletext schon meiner Funkuhr ganze 5 Sekunden hinterherhinkt und das über eine vergleichweise recht kurze Strecke mit wenigen Stationen, glaube ich nicht, dass man ein Militärgerät mit mehreren Sekunden Verzögerung bedienen kann. Bedenken Sie, was soll denn eine Rakete mit mindestens 5 Sekunden Verspätung denn treffen? Sicherlich nicht das, was anvisiert wurde. 5 Sekunden können beim Militär schon eine verflu**t lange Zeit sein!

Ich halte das noch immer für bewusste Falschangaben, damit man bloss nicht denken soll, der eigentliche "Pilot" sitze in Wirklichkeit ganz in Einsatznähe ...

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steffen.ganzmann 19.05.2017, 18:20
7. Nö!

Zitat von karljosef
[...] Nein, zurück zum Thema, man stelle sich einmal vor, Drohnen würden über God's Own Country eingesetzt werden können, wie groß wäre wohl das Geschrei, diese zu verbieten.
Das U.S.-Militär würde dagegen einen Störsender entwickeln, falls es den nicht schon lange gibt. Und das "MIM-104 Patriot" könnte eh wahrscheinlich jede Drohne vom Himmel holen ..

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mueller23 19.05.2017, 18:25
8. karljosef

Zitat von karljosef
die erste um das Kriegsende zu beschleunigen, oder wie erzählte man, die zweite, öööhhhm, ach ja, um es noch schneller herbeizuführen, oder?
Japan hatte kapituliert, weil die Sowjetunion, nachdem der Krieg in Europa beendet war, reichlich Kapazitäten frei hatte, Japan anzugreifen.
Die Sowjetunion erklärte am 8. August 1945 Japan den Krieg, zwei Tage nach dem ersten Atombombenabwurf.
Die Japaner wussten sehr wohl, dass die USA noch im Experimentierstadium waren und dass sie nicht viel mehr hatten als die zwei Bomben.
Hirohito hatte sich in seiner Ansprache den Amerikanern ergeben, wohlwissend, dass alles noch viel schlimmer kommen würde, wenn die Russen auch noch mitmischten.

Die westlichen Medien stellen das ganz anders da. Das kann man aber alles recherchieren.

Zu den Drohnen habe ich letztes Jahr gelesen, ich weiß leider nicht mehr wo, dass auf einen getöteten Terroristen 28 zivile Opfer kommen.
Und selbst der Terrorist, oder der Vermeintliche, oder Verdächtige, wird einfach weggeballert ohne Anklage und Gerichtsverfahren.
Das ist Mord, wird aber nicht geahndet.

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mueller23 19.05.2017, 19:02
9. In der Nähe von Stuttgart

Zitat von steffen.ganzmann
Aber irgendwie kann ich mir nicht vorstellen, dass man Drohnen über solch eine weite Strecke (Irak - Satellit - Ramstein - Satellit -U.S.A. - Satellit - Ramstein - Satellit - Irak beispielsweise) bedienen kann!
gibt es eine US-Militärstation, von dort werden Drohnen gesteuert.
Das hat zumindest das Fernsehen, ZDF, erzählt.

Funkwellen breiten sich mit Lichtgeschwindigkeit aus, wenn man Hardware zur Verfügung hat, die dies nicht behindert, kann man sehr wohl von Stuttgart eine Rakete abschießen mit einer Verzögerung im Millisekundenbereich.

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