Forum: Wirtschaft
Droht Europa eine Mega-Inflation?

In der Finanzkrise haben die Regierungen Milliarden in die Wirtschaft gepumpt, gleichzeitig hält die Europäische Zentralbank die Zinsen auf einem extrem niedrigen Niveau. Wie lange kann das noch gut gehen? Droht Europa eine Mega-Inflation - mit negativen Folgen für den Euro?

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Kontrastprogramm 02.03.2010, 11:56
1.

Zitat von sysop
In der Finanzkrise haben die Regierungen Milliarden in die Wirtschaft gepumpt, gleichzeitig hält die Europäische Zentralbank die Zinsen auf einem extrem niedrigen Niveau. Wie lange kann das noch gut gehen? Droht Europa eine Mega-Inflation - mit negativen Folgen für den Euro?
Die Zockerei gegen den Euro provoziert geradezu die Verknappung der Geldmenge M3 sowie eine Zinserhöhung.
Inflation wohl zwangsläufig - aber keine Megainflation.

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TvanH 02.03.2010, 11:57
2.

Zitat von sysop
Droht Europa eine Mega-Inflation?
Das sind aber auch Themen, so schön apokalyptisch.

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Volker Gretz 02.03.2010, 12:36
3.

Zitat von sysop
In der Finanzkrise haben die Regierungen Milliarden in die Wirtschaft gepumpt, gleichzeitig hält die Europäische Zentralbank die Zinsen auf einem extrem niedrigen Niveau. Wie lange kann das noch gut gehen? Droht Europa eine Mega-Inflation - mit negativen Folgen für den Euro?
Was soll uns denn noch passieren?

Uns hat's nicht gestört als die 1-DM-Läden in 1-euro-Läden umbenannt wurden, die Brötchen plözlich 90 Pfennig und der Liter Benzin 3,20 DM kostete.

Nach dem Euro kann uns doch nichts mehr erschüttern :-)

Zahlen und rechnen wir halt in 1/100 Feinunzen oder alternativ: Kleibeträgen werden mit Schweizer Taschenmessern, Zigaretten, Alkohol - größere Anschaffungen mit Rolexmodellen bezahlt. ;-)

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Astir01 02.03.2010, 13:03
4.

Bis ein Kind in die grüblerische Stille hinein ruft: "Aber, der König hat ja gar nichts an!" bleibt alles mehr oder weniger beim Alten.

Schon heute übersteigt der "Wert" aller Guthaben den aller Waren und Dienstleistungen um einen bedeutenden Faktor. (etwa 10)
Durch die exzessive Kreditvergabe zum Nulltarif vergrößert sich diese Diskrepanz immer weiter.

So wie eine Bank bankrott geht, wenn alle Einleger gleichzeitig kommen und ihre Guthaben abheben wollen, so würde auch der Wert der Guthaben selbst verfallen, wenn alle Menschen gleichzeitig ihr Geld würden in Waren und Dienstleistungen umtauschen wollen.

Bis es soweit ist, verfressen und versaufen die Bürger der USA aber auch die Griechenlands das Geld das wir Deutschen und die Chinesen sparen. Die Griechen haben z.B. eine "Sparquote" von -5%, d.h. sie geben 5 % mehr Geld aus als sie verdienen.

Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, und den letzten beißen die Hunde.

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Oskar ist der Beste 02.03.2010, 13:27
5.

Zitat von sysop
In der Finanzkrise haben die Regierungen Milliarden in die Wirtschaft gepumpt, gleichzeitig hält die Europäische Zentralbank die Zinsen auf einem extrem niedrigen Niveau. Wie lange kann das noch gut gehen? Droht Europa eine Mega-Inflation - mit negativen Folgen für den Euro?
Inflation zerstört die Demokratie
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...681172,00.html

was fuer ein Beitrag im Jahre eins nach dem neoliberalen Supergau. Das waere so, wenn man 1990 behauptet haette,
dass der Wegfall der Mauer im 3. Weltkrieg enden wuerde.

Natuerlich darf man eine Inflation nicht ungezuegelt sich ausbreiten lassen, andererseits sind 5% Inflation immer noch besser
als 5% Arbeitslosigkeit (so Helmut Schmidt).
Und die "Buerger", damit sind natuerlich nur die gemeint, die bereits Vermoegen haben, diejenigen aber, die aus welchen Gruenden von Transferleistungen leben, koennen sehr wohl davon leben, dass es eine hoehere Inflation in Folge eines hoeheren Wachstums gibt, denn in dem Szenario haben diese "Empfaenger" naemlich eher wieder einen ertraeglich bezahlten Job.

Und mit Hohngelaechter denken wir noch an den famousen Steinbrueck, der doch tatsaechlich von Inflationsgefahren faselte in 2009 als die deutschen Unternehmen zu 70-80% ausgelastet gewesen sind.

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stanis laus 02.03.2010, 13:37
6. Zerstörung der Werte

Erst kam die Auflösung des gesellschaftlichen Wertesystems (Anständigkeit, Zuverlässigkeit, Ehrenhaftigkeit), nun kommt die Entwertung des Geldsystems.

Aber es ist doch egal. Der Bürger wird die Staatsschulden so oder so zahlen. Entweder mit Inflation oder mit der schon laufenden Sklavenarbeit. Das hat damals der Initiator der bundesrepublikanischen Verschuldung, der Karl Schiller (SPD, vorher NSDAP) mit seinem verdammten Mifrifi nicht erwähnt. Obwohl er wusste, was zwangsläufig daraus resultierten musste. Die ökonomischen Theorien über Staatsverschuldungen gibt es nicht erst seit heute.

Was er nicht einschätzte, war die Auflösung des Wertessystems bis hin zur Auflösung des sozialen Rechtsstaats (Agenda 2010, Ersatz der Gesetze durch willkürliche, privatideologische Rechtsprechung von Richtern).

Sehr interessant, was der Artikel des H. Müller zu den Folgen der Staatsverschuldung sagt. Und der durfte gedruckt werden? Ausgezeichnete und gut durchdachte Recherche auf wissensmässig aktuellen Niveau.

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BeitragszahlerwiderWillen 02.03.2010, 13:38
7.

bei 5% Inflation gibts dann vielleicht auch wieder 5% Zinsen. Wie klappt das dann mit dem Entschulden? Oder hat der Staat die Zinsen auf 20 Jahre fest?

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Volker Gretz 02.03.2010, 13:45
8.

Zitat von Oskar ist der Beste
Natuerlich darf man eine Inflation nicht ungezuegelt sich ausbreiten lassen, andererseits sind 5% Inflation immer noch besser als 5% Arbeitslosigkeit (so Helmut Schmidt).
Ich bin sicher kein Kohl-Anhäner. Aber sie wissen in welchem Zustand die Wirtschft war, als Schmidt an Kohl 1982 das Kanzleramt übergeben hatte?

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Spinatwachtel 02.03.2010, 13:47
9. Wohl dem,

der nichts zu verlieren hat, und dem, der ein wenig Gold im Säckel sein Eigen nennt!
Die Gelddrucker werden heiß laufen, eines Morgens wachen wir auf und der Euro ist nicht mehr.
Beste Grüße von Kassandra!

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