Forum: Wirtschaft
Energiekosten: Warum die Strompreise steigen könnten, obwohl die Öko-Umlage sinkt
DPA

Alle Stromkünden müssen die Förderung erneuerbarer Energien mitbezahlen, egal woher sie ihre Energie beziehen. Jetzt sinkt die Umlage, billiger wird der Strom wohl trotzdem nicht.

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bluraypower 12.10.2018, 16:44
1. Irgendeinen Grund finden die Konzerne immer...

... damit der Strompreis immer weiter steigt und somit in Deutschland einer der höchsten weltweit ist. Hier in Florida ist der Strompreis bei TECO in Tampa bei 0,08 Dollar, in Deutschland bei ca. 0,30 ?. Finde den Fehler...

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pierrotlalune 12.10.2018, 16:54
2. nicht ganz richtig

es ist nicht ganz richtig was der Spiegel hier schreibt, der müsste es eigentlich wissen. Sogenannte Großstromverbraucher wurden vom Staat davon befreit, da es relevante Industrie ist, darunter fielen dann auch u.a. Imbissbuden sozusagen. Es ist also so, dass diese Kosten der Industrie auf den normalen Verbraucher umgewälzt wurden. Was tut der brave deutscher nicht alles um diese wundervolle und verantwortungsvolle Industrie zu entlasten.

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Ökofred 12.10.2018, 16:54
3. Versteh ich nicht

Wenn die Erzeugungskosten des fossilen Stroms steigen, sinkt die EEG Umlage weiter und kompensiert diesen Anstieg (zumindest teilweise) Warum steht das nicht in dem Artikel? Die EEG Umlage berechnet sich nämlich aus der Differenz Börsenstrompreis (der mit den Erzeugungskosten steigt) zu den garantierten Einspeisekosten der Ökostromerzeuger.

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realplayer 12.10.2018, 16:55
4.

Klar, wir subventionieren den Billigstrom für die Industrie.

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pierrotlalune 12.10.2018, 16:59
5.

Nachtrag zu eben, hatbürger den teuersten Strom, warum hattte nur die Überschrift gelesen, Spiegel erwähnt die geschonte Industrie, nichtsdestotrotz, DE produziert für seine Bürger den teuersten Strom und gibt die vielen TerraKW für 4 cent ab an andere Länder. Den Stromkonzernen gehts hier sau gut, Atomkosten abgewälzt, Atomrisiko abgewälzt, Hambacher Forst ohne Rücksicht.

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flitztass 12.10.2018, 17:09
6.

Zitat von Ökofred
Wenn die Erzeugungskosten des fossilen Stroms steigen, sinkt die EEG Umlage weiter und kompensiert diesen Anstieg (zumindest teilweise) Warum steht das nicht in dem Artikel? Die EEG Umlage berechnet sich nämlich aus der Differenz Börsenstrompreis (der mit den Erzeugungskosten steigt) zu den garantierten Einspeisekosten der Ökostromerzeuger.
Genau so ist es, aber leider darf man bei diesem Thema keinerlei Kompetenz von den Journalisten erwarten, die darüber schreiben. Die Börsenpreise für Strom sind in den letzten Monaten stark gestiegen wie die meisten Rohstoffpreise auch. Wenn der Börsenpreis um 50 % steigt, sinkt natürlich die Differenz zu den garantierten Einspeisevergütungen laut EEG und damit die Umlage. Insgesamt steigt aber dadurch natürlich der Strompreis.

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Plasmabruzzler 12.10.2018, 17:11
7.

Wenn man sich einmal Marktpreise, insbesondere für elektrischen Strom für Endverbraucher, anschaut, kann man konstatieren, dass er stetig steigt und das, obwohl es zwischendurch immer wieder der Strom sehr preiswert eingekauft werden kann. (Vorgeschobene) Gründe für den Preisanstieg findet man immer. Ich stelle mir gerade vor, wie hoch der Strompreis werden würde, wenn mehr Leute weniger davon aus dem Netz entnehmen und/oder Selbstversorger werden. Die Sozial-Schwachen werden das Nachsehen haben.

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Kanalysiert 12.10.2018, 17:23
8. Kommentar-Blödsinn ohne KnowHow

Was ein Blödsinn hier kommentiert wird, unglaublich. Großstromverbraucher in der Industrie werden nicht "einfach davon befreit", totaler Käse, was sie da schreiben. Es gibt nur prozentuale Erleichterungen in Form von Steuerrückerstattungen unter extrem derben Auflagen, die gerade in den produzierenden Gewerbetätigkeiten meist kaum zu schaffen sind. Schon mal was von Lastspitzenredukltion in den Hochlastzeitfenstern gehört? Und welche Bedingungen es da für eine marginal kleine Steuerrückerstattung gibt, wenn man die mit den vorher abgerechneten Kosten verrechnen muss? Firmen zahlen nicht nur die EEG Umlage, zum normalen Arbeitspreis des Stroms kommt der Leistungspreis, die Stromsteuer, die Netzwirkarbeit, die Abgabe KWK, Umlage abschlatbarer Lasten, Offshore Haftungsumlage, Konzessionsabgabe, §19 StromNEV Umlage, der Meßbetrieb, etc....also reden sie nicht so einen Blödsinn, wenn sie offensichtlich null Ahnung von der Realität haben und ihre ach so skandalösen Neuigkeiten wohl eher aus lächerlich verfälschten Social Media Posts beziehen.
Das Hautproblem ist, dass die wenigsten Gewerbekunden freiwillig Ökostrom beziehen, weil er einfach in der Gesamtkostenabrechnung zu teuer ist - koventioneller Strom sollte sauteuer sein und die erneuerbaren günstiger, dann würde wir tatsächlich mal in die Zuklunft planen.

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YoRequerrosATorres 12.10.2018, 17:24
9. Nicht ganz richtig...

...an den Börsen steigen die Spotpreise für Strom, weil die Nachfrage steigt und die teuren Gaskraftwerke so gerade eben profitabel sind. Richtig viel Geld bringen die Kohlekraftwerke -aaaaaber, deren Stromproduktion von heute ist schon lange verkauft worden als forward. Das heißt: Die RWEs dieser Welt profitieren nur ein kleines bischen vom gestiegen Preis. Das sehen wir in den Gewinnen des Jahres 2020 oder so. Vorher aber nicht.

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