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Erfolgreiches Modelabel vor dem Aus: Der schmutzige Kampf um Naketano
EPA-EFE

Das plötzliche Ende der Kultmarke Naketano ist bis heute ein Rätsel. Die Gründer schweigen. Doch Auslöser könnte die Klage eines früheren Geschäftspartners sein, der sich erstmals zu Wort meldet.

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C.Rainers 07.04.2018, 15:40
10. Wenn ich mir die

Artikelnamen anhöre und die Ausführungen eines Kaufmanns dagegen setze, kann ich mir gut vorstellen, daß der gute Glaube von Herrn Meier getäuscht wurde. Allerdings sollte er mal seine Menschenkenntnis überdenken

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J. Hotzenplotz 07.04.2018, 15:41
11. So kenne ich das auch unter hanseatischen Kaufleuten...

Zitat von dasfred
In Hamburg kennen wir noch den Begriff des ehrbaren Kaufmanns. Wenn man Vertrauen aufbaut und im Nachhinein sehen muss, dass man hintergangen wurde, ist die Reaktion nachvollziehbar.
...aber was zählt der ehrbare Kaufmann heute noch, wo sogar der POTUS lügt, daß sich die Balken biegen? Und die jungen Business-Bengel sind i.a.R. nur noch geldgeil, ohne jede Moral und Ehre. Ditto Balltreter, die ganze DSDIrgendwas-Meute et al. Da muß man einen großen Bogen drum machen...manchmal erkennt man es nicht gleich, aber etwas mehr Lektüre der Geschäftszahlen hätte sich der Investor auch genehmigen sollen, auch das ist gute hanseatische Kaufmannstradition, jedenfalls in Bremen, und die steigen ja auch nicht ab ;-)

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henry.miller 07.04.2018, 15:41
12.

Läuft das je anders? Aber gut, wir reden hier über ein "Firmchen" mit 15 Mio Umsatz und 900 k Gewinn. Da kenne ich wildere Geschichten. Und klar war er Mentor. Er war halt Gesellschafter. Enttäuschung ist Teil des Programms wenn man den anderen loswerden will, gespielte Entrüstung. Hat ja auch gut funktioniert. Den Gang an die Öffentlichkeit hätte er sich sparen könne

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Sepp1966 07.04.2018, 15:42
13. Herr Meier fühlt sich über den Tisch gezogen.

Zu Beginn investiert er 12.500,00 Eur und vermittelt Bankkredite. Er kümmert sich um nichts. Ohne seine Hilfe wären sie pleite gewesen. Jetzt hat Herr Meier für seine Anteile, die zuvor für 12.500,00 Eur erworben hat, 1.000.000,00 Eur erhalten plus 300.000,00 Grwinnausschüttung und ist unzufrieden. Rein rechnerisch bezogen auf 10 Jahre 2003 bis 2013 ergibt sich eine Rendite von 10.040% pro Jahr also von 1004%. Ohne eigene Leistung das 10040-fache in 10 Jahren zu verdienen und man ist unzufrieden. Herrn Meier geht es nur um Moral. Genau das ist das Problem. Investoren ohne eigene Ideen geben etwas Geld und vermitteln Kredite. Wenn es dann läuft, wird erwartet, am Erfolg beteiligt zu werden. Welche Leistung hat Herr Meier eigentlich erbracht, das einen Rendite von 1040% pro Jahr gerechtfertigt ist?

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viwaldi 07.04.2018, 15:43
14. Mitleid hält sich in Grenzen

"Schlecht verhandelt" - dieses Statement der Geschäftspartner trifft es wohl am besten. Warum nicht in einen Vertrag reinschreiben, dass nach drei Jahren rückwirkend an Hand der Geschäftsentwicklung ein "Nachschlag" möglich ist. Die Forderung, jetzt wieder voll in die Firma einzusteigen, scheint mir ziemlich unverschämt. Unter Kaufleuten wäre doch ein Nachschlag von 500.000 o.ä. üblich, und dann Ruhe sein lassen. Kann mir kaum vorstellen, dass die beiden Partner darauf nicht eingehen sollten. Wenn einer aussteigt, steigt er aus. So ist das nun mal im Geschäftsleben. Übrigen hätte er ja auch ein Gegengutachten auf eigene Kosten erstellen lassen können - der Gutachter schein ja nicht ganz unparteiisch gewesen zu sein.

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hightoy 07.04.2018, 15:53
15. Hmm, bei den Zahlen...

Also bei einem ersten Investment von 12500 Euro und den späteren Umsätzen, stellt sich die Frage, warum überhaupt verkaufen? Wenn man sich dann doch zum Verkauf entschließt, kann man ja als Teilhaber die Bücher einsehen bevor man eine Summe verhandelt. Jammer

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g0r3 07.04.2018, 16:05
16.

Zitat von Sepp1966
Zu Beginn investiert er 12.500,00 Eur und vermittelt Bankkredite. Er kümmert sich um nichts. Ohne seine Hilfe wären sie pleite gewesen. Jetzt hat Herr Meier für seine Anteile, die zuvor für 12.500,00 Eur erworben hat, 1.000.000,00 Eur erhalten plus 300.000,00 Grwinnausschüttung und ist unzufrieden. Rein rechnerisch bezogen auf 10 Jahre 2003 bis 2013 ergibt sich eine Rendite von 10.040% pro Jahr also von 1004%. Ohne eigene Leistung das 10040-fache in 10 Jahren zu verdienen und man ist unzufrieden. Herrn Meier geht es nur um Moral. Genau das ist das Problem. Investoren ohne eigene Ideen geben etwas Geld und vermitteln Kredite. Wenn es dann läuft, wird erwartet, am Erfolg beteiligt zu werden. Welche Leistung hat Herr Meier eigentlich erbracht, das einen Rendite von 1040% pro Jahr gerechtfertigt ist?
Im gehörten ein Drittel der Firma? Gleichzeitig hat er mehrmals, auch in Millionenhöhe gebürgt und damit mehr oder weniger das gesamte unternehmerische Risiko getragen?

Sprich: Wäre es schief gegangen, wäre er nicht mit 1,3 Millionen oder einer schwarzen 0 dagestanden, sondern mit einem fetten Minus. Etwas, das Sie sich wohl mit 50 Euro nicht trauen würden.

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forky 07.04.2018, 16:33
17. Gier

Ich mache inzwischen keine Geschäfte mehr mit Partnern. Denn es gibt immer mehr Meiers. Keine wirkliche eigene Leistung, mit 12.500 Einlage nach sieben Jahren 1,5 Millionen erlösen und immer noch nicht zufrieden sein.

Die Geschichte kann man auch aus dem Blickwinkel der beiden gründer betrachten, die Tag und Nacht schuften, und einem, der das eben nicht tut, von ihrem sauer verdienten Geld 1,5 Mio abgeben.

Klar, man kann davon ausgehen, dass sie unter einem neuen Label wieder auftauchen.

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Sepp1966 07.04.2018, 17:15
18. An gOr3

Ich bin seit 20 Jahren selbständig und kenne das tägliche Risiko durch Krankheit oder Unfall auszufallen. Herr Meier habe gebürgt. Mit wieviel denn. Das Argument der sogenannten Equity Gesellschaften ist, dass sie ein hohes Risiko tragen würden. Tatsächlich gehen derartige Investoren immer davon aus, das 9 von 10 Investitionen pleite gehen. Bei einer Einlage von 12500 ergeben sich insgesamt 125000 Eur Einlagen. Bei einem Gewinn von 1,3 Millionen ein riesiges Risiko. Die Leistung von Herren wie Herrn Meier besteht nur darin, Geld bereitzustellen (natürlich erst nach Prüfung diverser Businesspläne durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, etc.). Das eigentliche Risiko besteht in dem eventuellen Verlust der Einlage. Die Erlöse aus dem Verkauf der Firmenbeteiligungen sind häufig steuerfrei. Menschen, wie Herr Meier, sind keine naiven Gutmenschen, sondern Investoren, deren Invest möglichst viel abwerfen soll basierend auf der Leistung der tatsächlichen Risikoträger, nämlich der Unternehmer. Herr Meiers moralische Vorstellungen sind vorgeschoben. Es geht ihm darum, dass er möglichst viel vom Profit abschöpfen will. Mehr nicht!

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Hannes.Miller 07.04.2018, 18:33
19. Relevanz?!

Sorry, welche Relevanz hat das bitte?
Ich will die Leistung der Protagonisten nicht bewerten. Aber ein Modedesignbüro mit angeschlossenen Handel mit 15 Mio Umsatz hat hier doch nichts verloren. Wäre eher was für Bento gewesen.

Come on? Was kommt als nächstes? Der Streit zwischen den Gesellschaftern einer Würstchenbude?

Das Label ist für mich auf jeden Fall keine Option mehr!

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