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Erhöhungen zum 1. April: Strompreise rauf, Rechnung runter
DPA

Ihr Stromanbieter kündigt höhere Preise an? Da lohnt sich eine genaue Rechnung. Wir zeigen Ihnen, wie sie den Aufschlag richtig kalkulieren - und wie sie zum günstigeren Tarif wechseln.

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säkularist 05.03.2016, 15:00
1.

Wieder mal die üblichen ausgelutschten Hausfrauen-Tricks die nun wirklich schon jeder kennt. Ein typischer "Tenhagen".

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Das Pferd 05.03.2016, 15:08
2.

danke für die Erinnerung, das Erhöhungsschreiben (das im Berlin nicht weniger verquast ist) hatte ich schon verdrängt. Also gleich gelesen, zwei Portale befragt, Entschluss gefasst und vergessen. Mach ich heute.

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Philipp Mar. 05.03.2016, 15:26
3.

Bei jeder Strompreisanpassung wird der gleiche Bericht gebracht und dann immer wieder in dieser einseitigen Propagandadarstellung, dass alle Energieversorger die Kunden abzocken und schlecht informieren. Vielleicht sollte mal sachlich richtig informiert werden, dass sich die Strompreise zum Großteil aus Umlagen für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, Kraftwärme, §19, Abschaltumlage und Netzentgelten zusammensetzt. Diese sind wieder gestiegen. Wenn diese nun höher sind als die günstigeren Einkaufspreise des Versorgers müssen die Versorger die Preise erhöhen, wenn Sie nicht Ertragsverluste machen wollen. Ertragsverluste wollen die Aktionäre nicht und auch nicht die Städte und Gemeinden, die damit z.B. Schulen und Infrasturkturen, Bäder etc. refinanzieren. Die Energiewende muss ganz übrigens ja auch finanziert werden. Außerdem ist Energie im Moment ja so billig, dass in Europa deflation droht. Daher sind steigende Strompreise sogar gut für die Volkswirtschaft. Diese Aspekte wünsche ich mir bei einer ausgewogenen, sachlichen Berichterstattung bei der nächsten Erhöhung in 2017.

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garfield 05.03.2016, 15:29
4.

Kleine Bemerkung zu den Strompreisvergleichern (wie z.B: Check24 oder Verivox): Auch da stößt mir etwas sauer auf, was Herr Tenhagen gar nicht erwähnt:
So sind z.B. Suchkriterien voreingestellt, die Anbieter, die "nicht den Check24-Richtlinien" entsprechen (bei Verivox ähnlich), gar nicht erst auflisten. Da wohl kein Interessent diese Richtlinien kennt, oder sie erst suchen will, empfehle ich, alle Eingrenzungen zu entfernen und dann nach individuellen Schwerpunkten einzugrenzen. Zusätzlich perfide: dass diese Eingrenzung voreingestellt ist, wird erst nach der ersten Grobauswahl sichtbar, so dass man dann noch einmal ändern muss.
Böse Menschen könnten vermuten, dass die ausschließenden Richtlinien Anbieter betrifft, die den Vergleichsportalen keine oder nur geringe Provisionen bezahlen - denn auch darüber sollte man sich bewusst sein: diese Vergleichsportale sind keine uneigennützigen Verbraucherberater, sondern Vermittler, die ihr Geld mit über sie abgeschlossenen Verträgen verdienen. Ebenso empfiehlt es sich, bei den Anbietern direkt mal vorbei zu schauen. Oft werden dort andere Tarife angeboten, wo Grundgebühr, Arbeitspreis und Bonus anders berechnet werden, was mitunter auch besser auf die eigene Situation passt. Denn beim Direktabschluss entfällt für die Anbieter die Provision, ein Vorteil, den der eine oder andere an den Neukunden weitergibt.

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Benjowi 05.03.2016, 15:36
5. Anbieterwechsell eindeutig mittlerweile regelmäßig notwendig

Anbieterwechsel funktioniert perfekt wie beschrieben und bringt sehr viel günstigere Strompreise. Ergänzen sollte man noch, dass man sich die verschiedenen Kündigungstermine rot im Kalender merken sollte. Manche Anbieter liefern im ersten Jahr zu günstigen Preisen und erhöhen automatisch im zweiten Jahr, wenn man nicht rechtzeitig kündigt. Gleichzeitig variieren die Kündigungsfristen zwischen 4, 6 oder 8 Wochen zum Ende der ersten 12 Monate-wohl in der Hoffnung auf vergessliche Kunden.

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errare_humanum_est 05.03.2016, 15:43
6. Einfach machen....

Es gibt nur einen Weg den Wettbewerbsdruck auf die Stromanbieter zu erhöhen. Regelmäßig den Anbieter Wechseln und Tarife vergleichen. Es ist schon eine Frechheit mit welchen Absurditäten die Anbieter ihre Preiserhöhungen stets aufs Neue begründen. Das bei einem Stromüberangebot und sinkenden oder gleichbleibenden Einkaufspreisen. Und trotzdem nutzen die Wenigsten die Möglichkeiten des (etwas) liberalisierten Strommarktes. Das öffnet natürlich Monopolverhalten Tür und Tor. Ich persönlich wechsle alle 1-2 Jahre und liege damit stets rund 15-20% unter dem Arbeitspreis des regionalen Stromanbieters. Also einfach machen!!!

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Gande 05.03.2016, 15:52
7. Hinweis

Zitat von säkularist
Wieder mal die üblichen ausgelutschten Hausfrauen-Tricks die nun wirklich schon jeder kennt. Ein typischer "Tenhagen".
Es soll sogar Stromkunden geben, die sich bis jetzt um Strompreise etc nicht gekümmert haben. Mittlerweile sind diese Stromkunden auf die Idee gekommen, den Anbieter zu wechseln. Und diese Stromkunden freuen sich über jeden Hinweis, wie ein Anbieterwechsel durchgeführt werden kann.
Da Sie anscheint ein ganz Schlauer sind, brauchen Sie den Artikel nicht lesen und kommentieren!!

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asb311 05.03.2016, 16:07
8. genauer hinschauen!

Ganz so einfach ist es nicht. Lesen Sie z.B. bei check24 die Erfahrungsberichte und fangen bei 1 Stern an. Da überlegt man sich einen Wechsel bei geringen Preisunterschieden schon sehr, wenn man nachher nur Ärger und doppelte Kosten hat. Zumindest sollte man nicht nur auf den Preis schauen, sondern auch auf die Leistung, aber ist ja nicht nur beim Strom kaufen so!

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Zeitwesen 05.03.2016, 16:10
9.

Zitat von Benjowi
Anbieterwechsel funktioniert perfekt wie beschrieben und bringt sehr viel günstigere Strompreise. Ergänzen sollte man noch, dass man sich die verschiedenen Kündigungstermine rot im Kalender merken sollte. Manche Anbieter liefern im ersten Jahr zu günstigen Preisen und erhöhen automatisch im zweiten Jahr, wenn man nicht rechtzeitig kündigt. Gleichzeitig variieren die Kündigungsfristen zwischen 4, 6 oder 8 Wochen zum Ende der ersten 12 Monate-wohl in der Hoffnung auf vergessliche Kunden.
Wenn der Anbieter den Preis erhöht hat man aber sowieso Sonderkündigungsrechte.

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