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EU-Austritt der Briten: BDI warnt deutsche Firmen vor "sehr hartem Brexit"
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Der BDI schlägt Alarm: Die deutschen Unternehmen in Großbritannien müssten sich auf einen harten Brexit einstellen, warnt der Industrieverband.

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Papazaca 05.10.2017, 09:56
1. Wie kann man sich auf das "Unbekannte" einstellen?

Die Briten wissen ja selbst nicht, was sie wollen oder können. Wie lange May noch im Amt ist auch nicht klar. Auch nicht, ob und wann es Wahlen gibt. Und auch die öffentliche Meinung kann kippen. Mit anderen Worten: Alles ist unklar. Ist das jetzt der Tipp?

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ksail 05.10.2017, 10:11
2. Auf das Unbekannte einstellen

Zitat von Papazaca
Die Briten wissen ja selbst nicht, was sie wollen oder können. Wie lange May noch im Amt ist auch nicht klar. Auch nicht, ob und wann es Wahlen gibt. Und auch die öffentliche Meinung kann kippen. Mit anderen Worten: Alles ist unklar. Ist das jetzt der Tipp?
Ja, das geht und das ist im Geschäftsbetrieb auch üblich. Wenn die wirtschaftliche Entwicklung in bestimmten Märkten extrem unsicher ist, reduziere ich dort meine Investments und konzentriere sie woanders.

Es ist ein Abwägen, wie immer bei der Risikostreuung.

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SWK 05.10.2017, 10:12
3. Was habt Ihr denn anders erwartet?

Angesichts der eindeutigen EU-Rechtslage ist die Sache klar: Selbst dann, wenn die Briten mal mit für die anderen EU-Staaten wenigstens diskutablen "Vorschlägen" kommen würden, sind die Einigungs- und Zustimmungsvoraussetzungen nach Art 50 so hoch, dass das, was die Briten wollen, damit sich die Brexit-Sache für sie irgendwie lohnen könnte, praktisch kaum erreichbar. Dann muss UK das an Souveränitäts-einschränkungen im Freizügigkeitsbereich schlucken, die die anderen vielen kleineren Staaten selbst als "rote Linien" formulieren, was die Briten wiederum überhaupt nicht wollen. Dann hat sich der "deal" und der clean cut kommt automatisch durch Zeitablauf, ganz egal was Frau May, Frau Merkel, Herr Macron, die deutsche Industrie oder sonst wer möchte oder nicht möchte.
Von irgendwelchen "Verhandlungen" hängt dabei nichts ab, was die britischen Regierung im Gegensatz zu ihrem Beamtenapparat einfach nicht begreifen will.

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peter-11 05.10.2017, 10:13
4. ist aber sehr neu ;-)

Welch bahnbrechende Neuigkeit vom BDI.
Deutsche Firmen in England dürften dieses Szenario durchaus
im Blick haben. Sie tun allerdings gut daran, es nicht in diesem Stil
herauszuposaunen.

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schwester arno 05.10.2017, 10:16
5.

Zitat von Papazaca
Die Briten wissen ja selbst nicht, was sie wollen oder können. Wie lange May noch im Amt ist auch nicht klar. Auch nicht, ob und wann es Wahlen gibt. Und auch die öffentliche Meinung kann kippen. Mit anderen Worten: Alles ist unklar. Ist das jetzt der Tipp?
Haben Sie diesen Kurzbeitrag nicht gelesen? Der Tipp ist, sich auf einen harten Brexit einzustellen, also Handel nach WTO Regelungen.

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skr72 05.10.2017, 10:17
6. Nur ein Soft-Brexit ist noch realistisch

Ein harter Brexit wird sich in GB nie durchsetzen können. Bei einem ungregelten Ausscheiden haben die Briten ja noch nicht mal genug zum Essen. Den Popos ist das egal, das Problem ist nur: Sie müssen diesen selber beschließen, da sie ja leider an der Macht sind.

Sehr wahrscheinlich werden die Popos dies lieber der Opposition machen lassen, um dann eine neue Dolchstoß Legende zu spinnen, getreu dem alten Popo Prinzip: Lösungen müssen immer nur andere bieten und schuld sind immer die anderen

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Ralf1234 05.10.2017, 10:20
7.

Langsam wird es schwierig: Raus aus Grossbritannien, raus aus Katalonien, raus aus der Türkei ? raus aus Russland ? Quo Vadis Deutsche Wirtschaft ?

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statistic-man 05.10.2017, 10:26
8. Ist klar

Zitat von Papazaca
Die Briten wissen ja selbst nicht, was sie wollen oder können. Wie lange May noch im Amt ist auch nicht klar. Auch nicht, ob und wann es Wahlen gibt. Und auch die öffentliche Meinung kann kippen. Mit anderen Worten: Alles ist unklar. Ist das jetzt der Tipp?
Glaube auch nicht, dass das jetzt ein Tipp für die Unternehmen ist, die sich seit 15 Monaten mit dem Thema auseinandersetzen. Eher schätze ich, will der BDI ins Bewusstsein der britischen Öffentlichkeit bringen, dass deutsche Unternehmen sich auf den Worst Case vorbereiten.
Oder Herr Lang war aus irgendwelchen Gründen genötigt, etwas zu sagen, und ihm fiel einfach nichts besseres ein.

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Casparcash 05.10.2017, 10:29
9. @Papazaca

ich glaube, die stimmung kippt gerade, vielleicht nicht so wie wir alle vermuten.

https://www.theguardian.com/commentisfree/2017/oct/05/labour-opportunities-tories-radical-change-corbyn-marxist-throwback

ich habe den eindruck, dass sich die briten eher mit sich selbst als mit dem austritt beschäftigen. die eu gilt eher als unfreundlicher nebel, der sich jenseits der küsten befindet und auf den man wütend sein kann oder nicht. es ist jedoch unrealistisch zu denken, dass sich dieser nebel verzieht und dem so erhofften sonnenschein platz macht.
auf vernunft sollten wir nicht hoffen, denn alles, was auf der insel geschieht, ist hoch emotional. sprengstoffartig emotional.
wir können im moment nichts anderes tun, als zu beobachten.

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