Forum: Wirtschaft
EU-Kommissionschef Juncker: "Die Briten müssen bezahlen, sie müssen bezahlen."
REUTERS

Die EU pocht gegenüber Großbritannien weiter auf ihre Milliardenforderungen. Kommissionschef Juncker mahnt: "In der Kneipe Bier bestellen und nicht bezahlen - das geht einfach nicht."

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theodtiger 13.10.2017, 14:24
1. Richtige Reihenfolge

Die Briten haben die Ausgaben der EU mit entschieden und werden noch weitere Jahre davon profitieren. Also sollen sie auch ihren Anteil bezahlen. Über die Berechnungsmethoden will die EU sprechen, die britische Regierung allerdings nicht. Es ist klar, dass man so noch nicht über die zukünftigen Wirtschaftsbeziehungen sprechen kann.

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akosia 13.10.2017, 14:26
2. Da hilft auch kein "Tätscheln" mehr....

die EU hat keine Machthabe gegenüber GB....und der EU-Verfall wird weiter gehen. Selbst schuld, wenn man bei Gründung keine pacta sunt servanta Klauseln in die Verträge nimmt, die klären, was "im Scheidungsfall" zu tun ist und wie. Die EU ist eine einzige Katastrophe.

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sibbi78 13.10.2017, 14:32
3. Wenn man in der Kneipe

etwas bestellt und nicht bezahlt, hat man außer einem rabiatem Wirt auch noch ein Strafverfahren vor einem Amtsgericht am Hals, auch wenn der säumige Zahler damit argumentiert, er habe gegenüber seinen Kumpels geäußert, dass er auf keinen Fall zahlt, weil er ihnen das Geld spenden will.... Vor welchem Gericht will Herr Juncker denn die Schuldsumme einklagen? Außerdem: Ein Hauptargument der BREXIT-Befürworter war die enorme Geldersparnis beim Austritt aus der EU....

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ladida1970 13.10.2017, 14:33
4. Herr Juncker hat komische Ansichten

Da sind diverse südeuropäische Länder, die seit Jahr und Tag "bestellen un nicht bezahlen" und ihre Rechnungen von anderen bezahlen lassen. Oder sich nicht an die seitens EU beschlossene Migrantenverteilung halten -da verhindert derselbe Herr Juncker aktiv, dass diese EU-Länder seitens Brüssel bestraft werden.

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skr72 13.10.2017, 14:42
5. Realistischerweise ist nur noch ein Soft-Brexit möglich

Ein harter Brexit ohne unkontrolliertem Ausscheiden von GB ist nun vermutlich aufgrund der verkürtzen Verhandlungszeit unmöglich, d.h. es bleibt nur noch die Wahl zwischen eine Mega-Chaos bei einem unkontrollierten Ausscheiden oder einem Soft-Brexit alla Norwegen, da ist bereits alles ausgehandelt.

Ich möchte das unkontrollierte Ausscheiden bei krankhaft angstgetriebenen Rechten--Aktionismus nie ausschließen, siehe Trump . Im Angstmodus funktionieren die Gehirnzellen nicht mehr. Aber da wird sich seitens der Wirtschaft jemand finden, der bei diesen Verrückten den Stecker zieht, bevor alles zu spät ist. Von daher ist nur noch der Softbrexit alla N realistisch. Wetten?

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HARK 13.10.2017, 14:43
6. Landeskunde

Der Vergleich mit dem Bier offenbart, wie weit die Welten auseinanderliegen: Im UK kriegt man das Bier erst, nachdem man bezahlt hat. Und wenn einer einem ein volles Glas im Pub auf den Tisch stellt, dann geht man selbstredend davon aus, dass man dazu eingeladen worden ist. Vermutlich hätte man das beim Beitritt der Briten entsprechend berücksichtigen müssen...

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michaelj 13.10.2017, 14:47
7. Das Demokratieverständnis des Herrn Juncker

"Wenn wir Katalonien die Loslösung erlauben, werden andere nachziehen. Ich will das nicht", sagte Juncker.

Ich bin sicherlich kein Freund der Vielstaaterei, aber die Mächtigen sollten sich im Falle demokratischer Abstimmungen mit solchen Sprüchen zurückhalten, oder das Demokratieverständnis dieser Menschen mag stark angezweifelt werden. Herr Juncker und sein feines Land schulden der EU ebenfalls noch eine Menge Geld durch die Finanztransaktionen, die unter seiner Verantwortlichkeit für globale Unternehmen geleistet wurden. Leider fällt dies unter den Tisch und wird weiterhin totgeschwiegen.

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ramuz 13.10.2017, 14:48
8. Sie argumentieren lächerlich!

Zitat von akosia
die EU hat keine Machthabe gegenüber GB....und der EU-Verfall wird weiter gehen. Selbst schuld, wenn man bei Gründung keine pacta sunt servanta Klauseln in die Verträge nimmt, die klären, was "im Scheidungsfall" zu tun ist und wie. Die EU ist eine einzige Katastrophe.
Es gibt nicht, hat nicht gegeben und wird nie geben eine "pacta sunt servanDa" Klausel. Das ist die grundsätzliche Bedingung eines Vertrages, die implizit zugrunde liegt und von allen mir bekannten Rechtsordnungen anerkannt wird. Wären Sie so dumm, einen Vertrag zu schliessen, der vom Vertragspartner nach belieben nicht gehalten werden muss? Wozu denn dann einen Vertrag?
Naja dann.... wissen Sie ja auch, dass genau diese "Scheidungsfall"-Klauseln im EU-Vertragswerk auffindbar sind - vermutlich jetzt nicht grade von Ihnen, aber nichtsdestotrotz eben von findigen Menschen schon....
Ihr Argument ist eine einzige Katastrophe, quod erat demonstrandum .. und warum sei die EU eine einzige Katasrtophe? Ist das auch zu beweisen von Ihnen? Oder nur eine lächerliche Behauptung?

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kuac 13.10.2017, 14:51
9.

Zitat von ladida1970
Da sind diverse südeuropäische Länder, die seit Jahr und Tag "bestellen un nicht bezahlen" und ihre Rechnungen von anderen bezahlen lassen. Oder sich nicht an die seitens EU beschlossene Migrantenverteilung halten -da verhindert derselbe Herr Juncker aktiv, dass diese EU-Länder seitens Brüssel bestraft werden.
Für Mitglieder gelten andere Regeln als für Nichtmitglieder. Das ist überall so.

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