Forum: Wirtschaft
Ex-Bahn-Chef Grube: Mit 2,3 Millionen Euro den Abschied versüßt
DPA

Lukrativer Abgang für den Bahn-Vorstand Rüdiger Grube. Der Manager schmiss im Januar 2017 seinen Job hin - und erhielt nach SPIEGEL-Informationen zum Abschied eine Millionenzahlung.

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ptb29 17.03.2018, 11:11
1. Warum nicht ein hohes Honorar?

Das Berichtenswerte ist doch, dass er als Manager gekündigt hatte, weil ein politisch motivierter Aufsichtsrat Absprachen nicht eingehalten hat. Schließlich will der ausgewiesene Bahnspezialist Pofalla den Chefposten. Zum Glück hat dieser Schachzug nicht geklappt.

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citizen01 17.03.2018, 11:14
2. Tja, Verträge müssen eingehalten werden. Steht wohl so drin.

Außerdem ist in diesen Etagen Großzügigkeit immer angebracht, man sieht sich ja so oft in anderen Gremien. 2,3 Mio entsprechen übrigens den Kosten für mind. 23 normale Arbeitsplätze, 10 Jahre lang.

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Stäffelesrutscher 17.03.2018, 11:16
3.

Könnte SPON mal, nur so zum Vergleich, berichten, welche Abfindung normale Bahnmitarbeiter bekommen, wenn sie selbst kündigen?
Und könnte SPON mal normale Bahnmitarbeiter - die bei Wind und Wetter mit renitenten Rentnern, besoffenen Schlachtenbummlern, maroder Technik (Klimaanlagen!), umstürzenden Bäumen, umgekehrten Wagenreihungen, ausfallenden Speisewagen und ähnlichen Dingen zu tun haben - befragen, was sie von Herrn Grubes Attitüde »Ich habe keinen Bock mehr« gehalten haben und jetzt über seine Abfindung denken?

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Idinger 17.03.2018, 11:17
4. Na und?

Er hat doch auch zuletzt ein ordentliches Ergebnis des Unternehmens vorgelegt - ja gut, wenn auch mit enormer Hilfe des Steuerzahlers. Den Bundesfinanzminister so auszunehmen, verdient doch Anerkennung - selbst wenn man den für die Bahnfinanzierung zuständigen Staatssekretär dieses Ministeriums anschließend als Bahn-Vorstandsmitglied unterbringen muss.
.

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hardy.stiefel 17.03.2018, 11:22
5. Eine Abfindung...

... wie im Beitrag beschrieben ist, bezieht immer mehrere Abrechnungszeiträume mit ein. Es ist aber interessanter, mit einer hohen Zahl zu schreiben, als dass jemand diese Abfindung auf die Jahre umlegen könnte. Wie ein Fussballtrainer auch, hat ein Vorstandsvorsitzender einen Zeitvertrag. Und der muss, wiederum wie bei Fussballtrainer, finanziell ausgeglichen werden. Die Höhe entscheidet der Vertrag. Bei der Bahn wie beim Fussball.

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hasselblad 17.03.2018, 11:31
6.

...und wenn du denkst, du solltest jetzt einen wütenden, neid- und frustgetriebenen Kommentar über Manager-Gier oder etwas vergleichbar kleinkariertes absondern: es ist in Vorstandsverträgen üblich, dass die noch nicht über das Gehalt abgegoltene vereinbarte Vergütung komplett und, wenn der Vorstand entlassen wird, ggf. auch eine Abfindung gezahlt wird, wenn der Vorstand das Unternehmen verlässt. Das ist nichts Anrüchiges, sondern in die Praxis umgesetztes Recht. End of story.

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Tiberiumdue 17.03.2018, 11:31
7. Und für die Mitarbeiter.....

gibt es seit einigen Jahren keine Erfolgsprämie mehr - weil angeblich die Lage so schlecht ist. Tja so ist es halt in Deutschland, diejenigen die das Geld verdienen und die Firma am laufen halten bekommen nichts. Und diejenigen welche schön gemütlich in ihrem Vorstandsbüro sitzen und mit immer neuen irren Ideen (die DB ist da aktuell ein gutes Beispiel) den Mitarbeitern an der Basis das Leben schwermachen verdienen Millionen - bzw. bekommen für das eigene Kündigen !!! noch eine Millionenabfindung. Der normale Arbeitnehmer würde bei eigenverschuldetem Verlust des Arbeitsplatzes erstmal eine Sperre des ALG bekommen.

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werlesenkann 17.03.2018, 11:35
8. Das war ja schon fast bescheiden...

...wenn man die übliche Gier in diesen Kreis als Maßstab nimmt. Darüber hinaus ein gutes Beispiel, dass das Argument, nur Spitzengehälter würden Spitzenleute im Unternehmen halten, nicht stimmt. Das Unternehmen Bahn ist immer noch das gleiche Wrack wie nach dem Ausstieg von Mehdorn. Solche Unternehmen sollten auch besser verstaatlicht bleiben, damit nicht die Spekulanten und Excel-Artisten ihr Unwesen treiben können.

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straksine65 17.03.2018, 12:30
9. VW und die Moral

Es wundert mich, wenn Politiker bezüglich VW immer so laut schreien, hält doch das Land eine Sperrminorität von 20,2% und könnte damit so manches verhindern, respektive auf den Weg bringen....

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