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Ex-Mutterkonzern: Siemens verkauft restliche Anteile an Osram
DPA

Siemens schließt das Kapitel Osram vollständig ab. Der Technologiekonzern verkauft seine Restbeteiligung im Wert von mehr als 1,2 Milliarden Euro.

christianu 04.10.2017, 22:53
1. Joe Kaeser hatte eine andere Strategie,

risikoscheu und innovationsfeindlich. Kaufleute an der Spitze von Technologieunternehmen passen einfach nicht, denn sie führen sie, allein durch Geschäftszahlen getrieben, in einen dauerhaften Schrumpf- und Entfremdungsprozess. Gemeinschaftsunternehmen werden gegründet und die eigenen Unternehmensteile abgetrennt, für Wind mit Hauptsitz Spanien, für Verkehr mit Hauptsitz Paris, für Medizin wird es wohl USA werden, für Kraftwerke weiß man es noch nicht. Und der Oberkaufmann sitzt an seinem Computer und beobachtet die Zahlen seiner Beteiligungsgesellschaften. Führung bleibt auf der Strecke, und wenn das Risiko zu groß erscheint, wird der Rest der Beteiligung abgestoßen. Was bleibt dann von Siemens, einem Schlüsselunternehmen der deutschen Industrie?

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wo_st 05.10.2017, 23:08
2.

Osram sollte dankbar sein, dass Siemens jetzt nicht mehr in den Betrieb reinschwätzen kann.

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nach-mir-die-springflut 05.10.2017, 06:48
3. Glühlampen aus Polen

Aus Osram wurde Ledvance, Ledvance ist seit März 2017 im Besitz eines Konsortiums, bestehend aus den Investoren IDG Capital, Yiwu State-Owned Assets Operation Center (Yiwu) und dem chinesischen Lichtunternehmen MLS.
http://www.bild.de/geld/aktuelles/wirtschaft/fruehere-osramsparte-ledvance-sieht-nach-50715114.bild.html

Das Glühlampenverbot hatte womit zu tun, CO2-Einsparung? Wenn aber der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt, entsteht doch gar kein CO2?

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lupenrein 05.10.2017, 09:20
4. Siemens

ist einer der letzten deutschen Großkonzerne, derlangsam aber sicher jetzt auch zerschlagen wird.
Dazu ist Joe Käser eigentlich auch angetreten.
Der Strukturwandel in der deutschen Industrielandschaft . und der Austausch ihrer Eigentümer ist noch lange nicht abgeschlossen.

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antilobby 05.10.2017, 09:55
5.

Zitat von nach-mir-die-springflut
Das Glühlampenverbot hatte womit zu tun, CO2-Einsparung? Wenn aber der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt, entsteht doch gar kein CO2?
Eigentlich geht es darum, die Konkurrenz mit Glühlampen auszuschalten während die eigene LED-Produktion den Umsatz gewinnt.
Blöd nur dass die Chinesen auch LED bauen können und somit weiterhin konkurrenzfähig bleiben.

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lupenrein 05.10.2017, 09:55
6. Wer mehr wissen möchte,

über die Landschaft der Konzerne- Landschaft , findet hier viele
Fakten , Zusammenhänge und Tendenzen:
https://netzfrauen.org/2014/03/03/weltherrschaft-weniger-konzerne-wer-mit-wem/

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eigene_meinung 05.10.2017, 10:07
7.

Mit Pierer begann der Niedergang des einstigen Elektrokonzerns Siemens. Kaeser ist nun der Vollstrecker.

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1987 05.10.2017, 14:27
8.

Zitat von nach-mir-die-springflut
Aus Osram wurde Ledvance, Ledvance ist seit März 2017 im Besitz eines Konsortiums, bestehend aus den Investoren IDG Capital, Yiwu State-Owned Assets Operation Center (Yiwu) und dem chinesischen Lichtunternehmen MLS. http://www.bild.de/geld/aktuelles/wirtschaft/fruehere-osramsparte-ledvance-sieht-nach-50715114.bild.html Das Glühlampenverbot hatte womit zu tun, CO2-Einsparung? Wenn aber der Strom aus erneuerbaren Quellen kommt, entsteht doch gar kein CO2?
Nicht ganz: Ledvance ist die ehemalige Lampensparte von Osram. Dennoch existiert aber noch das Unternehmen Osram selbst: Produziert jetzt halt keine Lampen (auch LEDs) für den Eigengebrauch sondern andere Dinge z.B. Autolichter oder Projektorlampen für Kinos.

Und das Glühlampenverbot hatte per se nicht unmittelbar etwas mit Co2 Einsparungen zu tun sondern mit Energieeinsparungen. Eine LED verbraucht nur noch den Bruchteil der Energie einer normalen Glühlampe. Natürlich zahlt es am Ende auf das Thema Klimawandel ein, wenn man davon ausgeht, dass man neben einer Umstellung auf erneuerbare Energien einfach auch grundsätzlich ziemlich viel Energie einsparen muss...

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mazzmazz 06.10.2017, 05:10
9. Einer mehr nach China

Das werden wir noch bitter bereuen.
Der Ausverkauf nach China hat ja gerade erst Fahrt aufgenommen.
Wenn wir nicht schleunigst eine neue Regierung wählen, die das Land auf dessen Wohl sie ienen Eid ablegen schützt, wird es eng.
In China können sie nur mit einem chinesischen Geschäftsführer und Joint Venture mit Minderheitsbeteiligung ein nennenswert großes Unternehmen gründen / kaufen. In Deutschland aber können Chinesen auf Shoppingtour gehen wie es ihnen beliebt udn so Know-How abziehen.
Hier macht sich die Bundesregierung durch ihr Nichthadeln eigentlich sogar strafbar.

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