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Exklusive Studie: Mietpreise in Deutschlands Szenevierteln explodieren
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Junge Menschen ziehen massenhaft in die Großstädte, und dort in ganz bestimmte Gegenden. SPIEGEL ONLINE stellt in einer exklusiven Auswertung Deutschlands Szeneviertel vor - und zeigt, wie teuer das Wohnen dort ist.

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mostly_harmless 23.08.2018, 09:41
1.

Die gleichen Mechanismen wie seit Jahrzehnten. Es bildet sich ein buntes, interessantes Szeneviertel, dann finden Spiesser mit Geld das Szeneviertel sei interessant und ziehen dort hin, dann steigen die Preise, dann zieht "die "Szene weg, und dann finden die Spiesser, das Szeneviertel sei "auch nicht mehr das, was es früher mal war" und suchen sich was neues.

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nesmo 23.08.2018, 09:51
2. Wer unbedingt

im Szeneviertel eine Wohnung haben will, ist selbst schuld. Keiner muss dort wohnen, aber viele meinen einen Anspruch auf Selbstverwirklichung in einem Szeneviertel zu haben und damit auch, dass dort die Mieten nicht zu hoch sind. Albern.

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nikolasvegas 23.08.2018, 09:56
3. Putzig!

Speziell die Preisentwicklung in Berlin ist beachtlich, aber die Preise sind, verglichen mit anderen europäischen Hauptstädten, immer noch äußerst moderat. Berichtet doch mal über kleinere Städte: Ich lebe in einer Kleinstadt (Heidelberg), und in unserem "Szeneviertel" sind die Preise stabil zwischen 15 und 16 Euro/qm.

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PeterMüller 23.08.2018, 10:00
4. Meine Güte

Wie alt ist die Studie? 8,91 Euro in Bremen im Viertel (so heißt der Stadtteil; dazu dann das Foto eines anderen Stadtteils) sind vielleicht vor 5-6 Jahren mal aufgerufen worden, heute sind es deutlich mehr. Es sei denn natürlich, das ist die Durchschnittsmiete insgesamt, das könnte sein, weil grob geschätzt 20 - 30% der Menschen dort seit den Besetzungen der 70er wohnen und natürlich deutlich niedrigere Mieten zahlen als aktuell Zuziehende.
Ähnlich für die Bremer Neustadt (mit einem Foto, das auch in keinster Weise repräsentativ für die Neustadt ist, denn das ist ein Landarm, der in die Weser ragt "Teerhof"), die eigentliche Neustadt beginnt erst danach), das erst seit gut 5 Jahren in den Fokus der jungen Leute und Studenten geriet, weil der Stadtteil das Viertel zu teuer wurden. Vorher war es da tot und total günstig (unter 6 Euro kalt)

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Freier.Buerger 23.08.2018, 10:01
5. Szeneviertel

So liebe Arbeiter, Pfleger, Geringverdiener, wenn ihr auch weiter in euerm Kiez leben wollt, müsst ihr schon die ersten Studenten und Künstler vergraulen. Die machen aus eurer Gegend ein Szeneviertel. Weitere Mietsteigerung und Gentrifizierung sind dann quasi vorprogrammiert.

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Freundschafter 23.08.2018, 10:05
6.

Als Student in der WG im hippen Szeneviertel wohnen. Nach dem Abschluss als Anwalt, BWLer oder Zahnarzt die ehemaligen Mitbewohner rausgentrifizieren! Da beschwert sich ein Klientel über sich selber!

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topas 23.08.2018, 10:06
7.

Was ich interessant finde ist auch das Verhältnis zwischen Miete und Kaufpreis. Während man in Essen 211 Monatsmieten zahlen muss um den Quadratmeter zu kaufen (1715Euro / 8,13Euro) sind es in München sportliche 377 - fast das doppelte. Als Immobilienbesitzer in München müsste ich meine Wohnung also über 30 Jahre lang vermieten, um das Geld, das ich durch den Verkauf erhalten hätte, reinzubekommen. Ohne Steuern, Versicherungen, Sanierungsrücklagen... ist gelinde gesagt sportlich.

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jamon 23.08.2018, 10:11
8.

Zitat von mostly_harmless
Die gleichen Mechanismen wie seit Jahrzehnten. Es bildet sich ein buntes, interessantes Szeneviertel, dann finden Spiesser mit Geld das Szeneviertel sei interessant und ziehen dort hin, dann steigen die Preise, dann zieht "die "Szene weg, und dann finden die Spiesser, das Szeneviertel sei "auch nicht mehr das, was es früher mal war" und suchen sich was neues.
und wenn man dann im coolen viertel wohnt, fällt einem auf, dass es ja auch abends laut ist und kämpft dafür, dass lokale/kneipen/restaurants schon um 20:00 schließen müssen....

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merk! 23.08.2018, 10:11
9.

Zitat von nikolasvegas
Speziell die Preisentwicklung in Berlin ist beachtlich, aber die Preise sind, verglichen mit anderen europäischen Hauptstädten, immer noch äußerst moderat. Berichtet doch mal über kleinere Städte: Ich lebe in einer Kleinstadt (Heidelberg), und in unserem "Szeneviertel" sind die Preise stabil zwischen 15 und 16 Euro/qm.
Heidelberg würde ich aber schon als "exklusiv" bezeichnen, viel alte Bausubstanz (im 2.WK vom Bombenhagel verschont geblieben) und romantische Lage. So langsam bildet sich aber doch eine riesige Immobilienblase, denke ich an die Subprime-Markt-Krise vor 10 Jahren im Land der unbegrenzten Eitelkeiten zurück schwant mir nichts gutes.

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