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Feinkost-Marke Homann: Müller schließt vier Werke
DPA

Allein in Niedersachsen fallen mehr als tausend Arbeitsplätze weg: Der Nahrungsmittelkonzern Theo Müller will vier Werke der Feinkost-Tochter Homann schließen. Profitieren könnte ein Standort in Sachsen.

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Susi Sorglos 21.04.2017, 13:39
0. Luxemburger Firma ?

Aretsried liegt in Süddeutschland und von da kommt Theo Müller. Heisst das also, dass er dem Steuerlockruf des Herrn Juncker gefolgt ist und den "Stammsitz" nach Luxembrug verlegt hat ? Im Vernichten von Arbeitsplätzen kennt er sich ja aus und lässt das sogar den Steuerzahler bezahlen. Ich bin fassungslos.

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Susi Sorglos 21.04.2017, 13:46
1. Luxemburger Firma ?

Aretsried liegt in Süddeutschland und von da kommt Theo Müller. Heisst das also, dass er dem Steuerlockruf des Herrn Juncker gefolgt ist und den "Stammsitz" nach Luxembrug verlegt hat ? Im Vernichten von Arbeitsplätzen kennt er sich ja aus und lässt das sogar den Steuerzahler bezahlen. Ich bin fassungslos.

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Ragnar the Bold 21.04.2017, 13:48
2.

Entwicklungspotential? Das sind Feinkostsalate, keine Elektroautos! Die wollen, Subventionen abgreifen, wie sie es schon bei den Molkereiprodukten bereits gemacht haben.

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berlin-steffen 21.04.2017, 13:56
3. Ein Cleverle

Warum sollen nur die Big Player die Steuervorteile abgreifen? Aber die Mittelständler wollen ran an die Extraprofite. Und wie sagte schon Charly: "Ab einem bestimmten Prozentsatz vergessen die Kapitalisten auch das Vaterland usw. ..". Getrieben werden sie auch von den Aktionären, diese trübe unsichtbare Macht hinter den Kulissen. Die wollen nur Rendite, mehr nicht.

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Flari 21.04.2017, 13:58
4.

Zitat von Susi Sorglos
Aretsried liegt in Süddeutschland und von da kommt Theo Müller. Heisst das also, dass er dem Steuerlockruf des Herrn Juncker gefolgt ist und den "Stammsitz" nach Luxembrug verlegt hat ? Im Vernichten von Arbeitsplätzen kennt er sich ja aus und lässt das sogar den Steuerzahler bezahlen. Ich bin fassungslos.
Die Konzernzentrale sitzt schon lange in einem luxemburger Briefkasten, die Müllerfamilie selber versteuert ihre Vermögen/Einkommen in der Schweiz, soweit sich das Steuerzahlen nicht völlig vermeiden lässt.
2010 wurde das Vermögen von Theo Müller auf 1,3 Mrd Euro geschätzt, 2012 auf 2,5 Mrd CHF, 2013 auf 2,7 Mrd USD, 2014 auf 3,7 Mrd USD.
https://de.wikipedia.org/wiki/Theo_M...#Verm.C3.B6gen
Man kann also eindeutig erkennen, dass der Mann unbedingt sparen muss.
Ggf. unterstützt ihn ja die EU und das Land Sachsen wieder mit horrenden Millionensubventionen...

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hman2 21.04.2017, 14:08
5. Bekannteste Marke?

Zitat von Susi Sorglos
deren bekannteste Marke Müllermilch ist.
Da wäre ich mir nicht so sicher.

Was viele nicht wissen: "Weihenstephaner" ist ebenfalls eine Marke des Müllermilchkonzerns! Müller kauft die ehemalige Staatliche Molkerei Weihenstephan in Freising bei München, übrigens obwohl die Gemeinschaft der Milchbetriebe im Landkreis MEHR Geld geboten hat als Müller...

Und besonders pikant: Der Freistaat Bayern erlaubte Müllermilch zudem, mehrere Jahre lang den irreführenden Namenszusatz "staatliche Molkerei" weiter auf die Packungen zu drucken, obwohl glatt gelogen.

Viele Leute fallen heute noch aus allen Wolken, wenn ich ihnen erkläre, dass sie nicht mehr die mit einstmals hohem Renomee versehene Milch aus dem Freisinger Land trinken, sondern Müllermilch, die quotenmäßig auch eher eine Sachsenmilch ist, denn die hat Müller auch gekauft.

Und um das Fass voll zu machen: Gegen Müller laufen in seiner Heimatgemeinde einige Prozesse wegen Schwarzbauten. Als u.a. darüber von ein paar Jahren Journalisten berichten wollten, ließ sie der Firmenchef (in einem Januar) mit dem Wasserschlauch vom Zaun von öffentlichem Grund verjagen, und Kameras wurden zerschlagen.

http://www.ngo-online.de/2004/12/7/nach-greenpeace-aktion/

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Nordstadtbewohner 21.04.2017, 14:17
6. Hier wird die Globalisierung vergessen.

Zitat von berlin-steffen
Warum sollen nur die Big Player die Steuervorteile abgreifen? Aber die Mittelständler wollen ran an die Extraprofite. Und wie sagte schon Charly: "Ab einem bestimmten Prozentsatz vergessen die Kapitalisten auch das Vaterland usw. ..". Getrieben werden sie auch von den Aktionären, diese trübe unsichtbare Macht hinter den Kulissen. Die wollen nur Rendite, mehr nicht.
Ich denke, dass Sie noch nicht verstanden haben, dass die Menschheit in der Zeit der Globalisierung lebt und nicht in irgendwelchen Vaterländern. Menschen und Unternehmen sind nicht Teil der Verfügungsmasse eines bestimmten Staates.

Aktionäre sind keine "trübe unsichtbare Macht", sondern die Eigentümer eines Unternehmens. Für das von ihnen investierte Kapital steht ihnen natürlich die Unternehmensrendite zu. Das ist nichts Schlimmes, sondern völlig normal.

Homann/ Müller macht alles richtig. Wenn Standorte unrentabel sind, müssen sie geschlossen werden. Dafür wird im Fall Müller ja auch ein zentraler Standort extra neu gegründet.
Weniger Neid täte vielen hier gut, dafür umso mehr Verständnis für das Prinzip von Angebot und Nachfrage inklusive eines Steuerwettbewerbs.

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hman2 21.04.2017, 14:52
7.

Zitat von Nordstadtbewohner
Menschen und Unternehmen sind nicht Teil der Verfügungsmasse eines bestimmten Staates. Aktionäre sind keine "trübe unsichtbare Macht", sondern die Eigentümer eines Unternehmens. Für das von ihnen investierte Kapital steht ihnen natürlich die Unternehmensrendite zu.
Erstens sind Unternehmen sehr wohl Subjekte eines Staates. Was denn sonst? Zweitens sind Aktionäre sehr wohl eine trübe unsichtbare Macht, Aktiengesellschaft heißt nicht umsonst auf Französisch "societé anonyme", weil außer der AG selbst niemand weiß, wer die Eigentümer sind. Und dass Aktionären eine Unternehmensrendite "zusteht" ist einfach nicht wahr. Eine AG KANN (!) Dividende ausschütten, es besteht jedoch KEIN Anspruch darauf, und viele AGs machen das auch nicht. Einfach mal ins Aktiengesetz schauen...

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Pless1 21.04.2017, 15:15
8. So ziemlich alles, was Sie hier schreiben, ist schlicht falsch

Zitat von hman2
Erstens sind Unternehmen sehr wohl Subjekte eines Staates. Was denn sonst? Zweitens sind Aktionäre sehr wohl eine trübe unsichtbare Macht, Aktiengesellschaft heißt nicht umsonst auf Französisch "societé anonyme", weil außer der AG selbst niemand weiß, wer die Eigentümer sind. Und dass Aktionären eine Unternehmensrendite "zusteht" ist einfach nicht wahr. Eine AG KANN (!) Dividende ausschütten, es besteht jedoch KEIN Anspruch darauf, und viele AGs machen das auch nicht. Einfach mal ins Aktiengesetz schauen...
1. Der Forist schrieb nicht von "Subjekten eines Staates" sondern von "Verfügungsmasse", und damit hat er selbstverständlich Recht. Denn wir leben in einem privatwirtschaftlichen System, in dem es jedem frei steht, ob und inwieweit er wirtschaftlich tätig wird. Niemand kann die Unternehmer zwingen, ihr Kapital fortwährend in bestimmte Standorte zu investieren, völlig unabhängig davon, ob diese Investition lohnend ist oder nicht. Auch das ist ein Teil unserer elementaren Freiheitsrechte.

2. Nein, Aktionäre sind keine unsichtbare, trübe Macht. Die französische Bezeichnung hat auch nichts damit zu tun, dass Aktionäre geheim wären sondern damit, dass Kapitalgesellschaften mit ihrem (namenlosen) Kapital haften und eben nicht eine (natürliche, demnach benennbare) Person, die diese Anteile hält.

Aufgrund weitreichender Publikationspflichten sind wesentliche Beteiligungen an den meisten Aktiengesellschaften übrigens zu veröffentlichen.

3. Natürlich steht den Aktionären die Rendite zu, es ist schließlich ihr Unternehmen. Wem sollte das auch sonst zustehen. Ob sie sich diese Rendite auszahlen oder im Unternehmen thesaurieren ist ihnen freigestellt - über Ausschüttungen entscheidet nicht die Unternehmensleitung sondern die Hauptversammlung. Einzig stimmberechtigt: die Aktionäre.

Dass nach einem solchen Posting wie dem Ihren ausgerechnet Sie mit dem Aktiengesetz wedeln entbehrt nicht einer gewissen Komik.

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