Forum: Wirtschaft
Fertighäuser: Der teure Traum vom Heim aus der Fabrik
Bundesverband Deutscher Fertigbau

Ein Haus, das genauso vom Fließband läuft wie ein Auto: Von dieser alten Utopie ist die Bauwirtschaft noch immer weit entfernt. Fertighäuser fristen ein Nischendasein. Neue Konzepte sollen das jetzt ändern - doch für den Bauherren lauern hier auch allerlei Fallen.

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bkh432 17.09.2015, 12:51
100. Niemals wieder mit Schwörerhaus

Hallo zusammen,
wir werden dieses Jahr mit Schwörerhaus ein Fertighaus bauen und möchten unbedingt jedem von diesem Fehler abhalten.

1. Obwohl Nachlässe per E-Mail vereinbart waren, wurden diese nicht gewährt. Demnach würde uns Schwörerhaus weitere Rabatte streichen, wenn wir weiterhin alle Nachlässen einfordern = Drohung.
Vereinbaren Sie generell alles schriftlich!

2. Unser Bauberater wollte nach Vertragsabschluss nichts mehr von uns wissen. Rückfragen bzgl. Kosten für andere Fenster oder Unterzüge wurden nicht bearbeitet. Wir haben die Kosten für die Umgestaltung erst eine Woche vor der Bemusterung (=4 Monate nach Abgabe des Bauantrags) mitgeteilt bekommen.

3. Solange Sie keinen genehmigten Bauantrag haben, interessiert sich bei Schwörerhaus niemand für Sie. Wenn Sie glauben, dass Sie während der Wartezeit auf den Bauantrag gleichzeitig bemustern können, haben Sie sich geirrt.

4. Die Wartezeit auf einen Bemusterungstermin dauert sehr lange. Vergeudete Zeit, in der nichts voran geht.

5. Sie müssen einen Architekten wählen den Schwörerhaus vorgibt, und die sind allesamt schlecht und billig.

6. Bei der Angebotsunterbreitung wurden zahlreiche Positionen verheimlicht: Bei Umstellung auf Wärmepumpe im Keller fallen weitere Kosten für Lichtschachtpakete an = 2.400 €. Die Kosten einer Hebeanlage = 700,00 € wurde ebenso verschwiegen.
Rechnen Sie mit Zusatzkosten von 15.000,00 €.

7. Bei Vertragsabschluss haben wir ein Fast-Fertig-Paket abgeschlossen, d. h. unter anderem ohne verspachteln, abschleifen und verputzen/tapezieren der Decken und Wönde. Unser Bauberater hat uns versprochen, dass im OG dennoch Gipsplatten an der Decke sind.
Hierbei handelt es sich um eine Fehlerinformation. An der Decke sind lediglich Balken, ohne Querlattung oder Gipsplatten. Mehrkosten 2.000-3.000,00 €.

8. Da der Edelstahl-Außenschornstein nicht von Schwörerhaus geliefert und montiert wird, verlangt Schwörerhaus unglaubliche 725,00 € für eine Wanddurchführung. Die vom Ofenbauer geforderte Anschlusshöhe bekommt Schwörerhaus aus technischen Gründen nicht hin.

9. Für die Reduzierung des Kniestocks um 10 cm erhalten wir eine unglaublich geringe Gutschrift von 300,00 €. Das ganze Haus verliert um 10 cm an Höhe und die Begründung von Schwörerhaus lautet "es fällt schließlich nur ein bisschen Holz weg".
10. Eine funktionierende Terminplanung gibt es nicht. Der Termin von Hauslieferung- und montage wird verschoben, verschoben, verschoben.

Viele Grüße

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claterio 02.10.2015, 12:13
101.

Zitat von bkh432
Hallo zusammen, wir werden dieses Jahr mit Schwörerhaus ein Fertighaus bauen und möchten unbedingt jedem von diesem Fehler abhalten.
Erstens: Es gilt nur, was Sie schriftlich haben.

Zweitens: Haben Sie den Vertrag erstmal unterschrieben, müssen Sie bei Extra-Wünschen die Aufpreise akzeptieren, die Ihr Anbieter von Ihnen verlangt. Denn das haben Sie unterschrieben.

Drittens: Holen Sie sich externen Sachverstand, also einen Gutachter, der von Ihnen bezahlt ist und regelmäßig (!) den Bau überwacht. Das kostet viel Geld. Und spart noch viel mehr Geld. Denn als Laie nimmt Sie auf dem Bau niemand ernst.

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Stolzerbauherr42 13.10.2015, 00:18
102. massive Fertighäuser gibt es

Hallo in die Runde,
wir haben uns vor 2 Jahren für ein MASSIVES Fertighaus entschieden.
In der Endauswahl blieben 2 übrig: Das Dennert Icon Haus aus Schlüsselfeld und eines der Typenhäuser von FCN (nicht dem Fußballverein, sondern das ist das Kürzel für Franz Carl Nüdling aus Fulda. Da wir die eine oder andere "Individualisierung" beim Grundriss wollten blieb dann nur noch FCN übrig. Die Beratung war bei beiden TOP. Bei Nüdling noch einen Tick besser, dürften uns sogar das Werk bei einer Führung ansehen vorher. Unser Haus stand in 5 Tagen und ist vom Energieverbrauch Top, aber eben auch - weil durch und durch massiv - vom Schallschutz, vom Wohlfühlklima und vom Brandschutz wirklich super. Die Außenwände bestanden aus Blähton Fertigteilen und sind sogar vom IBR Baubiologisch geprüft und empfohlen! Das merkt man auch wenn man mal drin wohnt. Wir haben bei Putz, Farben und Bodenbelägen ebenso darauf geachtet, dass die alle gut geprüft waren auf Emissionsfreiheit. Wir würden wieder ein massives Fertighaus von FCN wählen.

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Stolzerbauherr42 13.10.2015, 00:26
103. massive Fertighäuser gibt es

Hallo in die Runde,
wir haben uns vor 2 Jahren für ein MASSIVES Fertighaus entschieden.
In der Endauswahl blieben 2 übrig: Das Dennert Icon Haus aus Schlüsselfeld und eines der Typenhäuser von FCN (nicht dem Fußballverein, sondern das ist das Kürzel für Franz Carl Nüdling aus Fulda. Da wir die eine oder andere "Individualisierung" beim Grundriss wollten blieb dann nur noch FCN übrig. Die Beratung war bei beiden TOP. Bei Nüdling noch einen Tick besser, dürften uns sogar das Werk bei einer Führung ansehen vorher. Unser Haus stand in 5 Tagen und ist vom Energieverbrauch Top, aber eben auch - weil durch und durch massiv - vom Schallschutz, vom Wohlfühlklima und vom Brandschutz wirklich super. Die Außenwände bestanden aus Blähton Fertigteilen und sind sogar vom IBR Baubiologisch geprüft und empfohlen! Das merkt man auch wenn man mal drin wohnt. Wir haben bei Putz, Farben und Bodenbelägen ebenso darauf geachtet, dass die alle gut geprüft waren auf Emissionsfreiheit. Wir würden wieder ein massives Fertighaus von FCN wählen.

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spon-facebook-10000060000 02.04.2016, 18:10
104.

Zitat von sitiwati
ein Fertighaus-es gibts nix gegen Stein-und richtig-da kommen die billigsten Hnadwerker zum Zuge-da wird schnell mal der wasseranschluss in der Küche vergessen und sonstige Sachen !
Entschuldigen Sie bitte, es wurde der Wasseranschluss "vergessen"? Das sehe ich nicht als dramatisch an. Dann ruft man die Installationsfirma an und vereinbart einen Termin für den Anschluss. Welche sonstige Sachen wurden noch vergessen? Ich möchte ein Schwörer-Haus kaufen, deshalb bin ich Ihnen schon jetzt für eine Info, was alles vergessen worden ist, sehr dankbar.

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jamguy 02.04.2016, 22:59
105.

Zitat von sitiwati
ein Fertighaus-es gibts nix gegen Stein-und richtig-da kommen die billigsten Hnadwerker zum Zuge-da wird schnell mal der wasseranschluss in der Küche vergessen und sonstige Sachen !
ich sah mal was blamables im fertighaus wo die Toilettentür wegen der Toilette nicht ganz aufgemacht werden konnte und ein Küchenfenster nicht mehr nach Einbau der Küchenschränke aufgemacht werden konnte und das kam aus Polen.

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franzi73 03.04.2016, 09:36
106. Rötzer

Hallo zusammen,
wir bauen gerade mit der Firma Rötzer ein Ziegelfertighaus.
Das Zwischen-Fazit fällt sehr positiv aus. Von der Beratung beim Verkauf bis hin zu Bemusterung, Planung mit den Architekten und Bauleitung klappt alles einwandfrei. Absprachen werden zu 100% eingehalten und der Verkäufer meldet sich noch heute ob auch alles klappt.
Die Firma Rötzer liefert auch den Keller aus Fertigbetonteilen. Parterre, erster Stock und das Dach waren in 4 Tagen montiert - aus Ziegel wohlgemerkt.
Die Innenwände haben schon ab Werk die erste Putzschicht.
Die Firma Rötzer vergibt Sanitär, Zimmererarbeiten, Strom und Fensterbau auch an Partnerfirmen, die aber aus dem regionalen Umkreis kommen - wir haben keine osteuropäischen Billiglohnarbeiter auf der Baustelle.
Der Ablauf funktioniert reibungslos und wir müssen keinem Handwerker "nachlaufen" wie wir es bei einem früheren Bau erlebt haben.

Wir können die Firma Rötzer nur empfehlen.

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barbara.rittner 11.06.2016, 11:50
107. Nochmal Glück gehabt.

Nach eigenen Erfahrungen kann ich nur abraten von Bauvorhaben mit T & C Franchisteilnehmer aus Südhessen.

Mein ehemaliger Lebensgefährte und ich hatten einen Bauwerksvertrag mit dem Lizenznehmer T&C abgeschlossen. Im Rhein-Main Gebiet ist es aufgrund der großen Nachfrage und dem geringen Angebot an Bauplätzen so, dass Fertighausanbieter aggressiv Bauplatzakquise betreiben. Dabei wird dem Grundstückseigner das Blaue vom Himmel erzählt (im Nachhinein sind viele Unwahrheiten im Gespräch mit dem Grundstückseigner aufgeflogen, dieser ist mit allen Fragen im Regen stehen gelassen worden). T & C ist leider nur am Verkauf ihrer Häuser gelegen. Sobald der Hausvertrag in trockenen Tüchern ist, werden baurechtliche Angelegenheiten, Antragsdiverses, Behördenrelevantes ausgeblendet - kein Kerngeschäft, keine Unterstützung. Einfach nichts. Bauvoranfrage ? Das ist nur Formsache. War es aber nicht.

Aber zurück zum Anfang. Nachdem wir das Grundstück besichtigt hatten und ein erstes Gespräch erfolgte, wurden wir Tage später zur Vertragsunterzeichnung geladen. Der Vertrag wurde innerhalb einer halben Stunde mit uns durchgegangen und wir wurden gebeten zu unterschreiben. Im Nachhinein waren wir natürlich selbst daran schuld, diesen nicht nochmal anwaltlich prüfen zu lassen oder wenigstens ein paar Nächte darüber zu schlafen. Die Verkaufsberater T & Cs hatte ihren ganzen Charme spielen lassen und wir waren zu leichtgläubig. Es klang einfach alles zu einfach und zu schön. Wenn man bedenkt, dass selbst beim Kauf von Kleinsttechnik vorher recherchiert, verglichen und abgewägt wird. So tappten wir in Falle 1. Auch ein Rücktritt im rechtlichen Sinne eines Haustürgeschäftes ist ausgeschlossen, da wir ja vor Ort in den Räumlichkeiten T & Cs unterschrieben hatten und nicht bei uns. Erzählt wurde uns was von Schlüsselfertig. War es aber nicht.

Die Standardverträge T&Cs habe ich nachträglich anwaltlich prüfen lassen mit sehr aufschlussreichem Ergebnis. Sie liegen im Grenzbereich des Legalen. Einige Vertragsbausteine wurden als äußerst kundenunfreundlich und umsatzorientiert bewertet, jedoch nicht als gesetzwidrig eingestuft. Die Versicherung das der Lizenznehmer T&C liquide ist um ein solches Bauvorhaben durch zuführen, war auf Max Mustermann ausgestellt.

Seitens des Grundstückseigners wird berichtet, dass keine der versprochenen Unterstützungs- und Beratungshilfen bei Antragsangelegenheiten erfolgt sind. Ganz im Gegenteil. Eingereichte Originalunterlagen verschwanden in den Räumlichkeiten. Auch die finanziellen Auslagen an den Grundstückseigner wurden nicht wie vorher versprochen erstattet.

Fortzsetzung folgt.

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barbara.rittner 11.06.2016, 11:51
108. Glück gehabt Teil 2

Fortsetzung
Was uns als Käufer betraf, die ersten vertraglich vereinbarten Raten hätten erst mit Aushändigung des Bauantrages fällig sein dürfen, wurden allerdings bereits ¾ Jahr vorher in Rechnung gestellt. Wir wiesen das Geld gutgläubig und ohne Zögern an. Weil wir wollten auch das es schnell vorwärts geht. Je schneller Sie bezahlen desto eher können wir los legen.So tappten wir in Falle 2. Wieder selber schuld. Man sollte nicht immer zu vertrauensselig sein.

Das Bauantragsverfahren verzögerte sich ein ¾ Jahr. Innerhalb dieser Zeit erfolgte die Trennung von meinem Partner und mir. Für den Lizenznehmer allerdings kein Grund, der Lizenzgeber T&C hat sich nicht in der Pflicht gefühlt zu vermitteln. Wir rechneten schon damit, dass einige Auslagen einbehalten würden, da ja auch Beratungsgespräche stattfanden. Eine gemeinsame Finanzierung jedoch wäre von uns beiden nicht tragbar gewesen. Uns wurde kurz über Mail mitgeteilt, man könne ja trotzdem bauen und vermieten. Die vertraglich festgelegte Pauschal"schadensersatz"höhe in Höhe von 10% vom Netto Preis würde bei Kündigung unter allen Umständen zu Grunde gelegt.
Dann hat die Geschäftsführerin noch Brutto und Netto verwechselt. Und wollte partout einen Aufhebungsvertrag mit 10 % abschliessen. Nein Danke, es wurde gekündigt. Wir nehmen die 10 % aus dem Vertrag. Es kann Zufall sein das alle Zahlen die gleichen waren oder ein steuerlicher Trick?

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k70-ingo 12.06.2016, 17:48
109.

Zitat von Berg
Glashaus-Erfahrungen haben wir nicht. Aber gute Erfahrungen mit einem Fertigteilhaus, d.h. Holzständerbauweise, von Haas: - Konstruktion/Grundrisse: von uns fast vollständig vorgegeben (Außenmaße, Zimmergrößen, Wandaufbau, Türen, Fenster, Schornstein, Treppe, Nassräume, Heizung usw.) - Verlauf: nach Fertigstellung der Kellerdecke wird diese von Haas ganau vermessen (wegen Schornstein-, Treppen- und Rohreöffnungen) und erst dann die Maßpläne des Hauses angefertigt und die Teile in der Werkhalle produziert, Dauer ca 6 Wochen - montiert: werden komplette Wände und Decken an einem Tag.
Als langjähriger Schadenregulierer in einer Versicherung kann ich von Fertighäusern nur dringend abraten! Erst recht von den Dingern mit Hozständerbauwerk, aber auch Massiv-Fertighäuser sind innen großflächig mit diesem Leichtbau-Dreck ausgestattet, Preßspan, Rigips, Verlegeplatten und dieses ganze Zeug.

Bei Schadenfällen hat man bei einem Fertighaus ein vielfach höheres risiko eines Totalschadens, nicht nur bei Feuer, sondern auch bei Wasserschäden! Einem massig, am Besten zweischalig aufgemauerten Haus mit Betonzwischendecken und gemauerten Innenwänden macht ein Rohrbruch oder auch ein Schadenfeuer nicht so viel aus wie einem Fertighaus. Das Wasser sucht sich seinen Weg und dieses ganze Leichtbau- und Isolierzeugs läßt sich, im Gegensatz zu Beton, Kalksandstein oder Ziegel nicht trocken - das ganze Zeug muß raus, damit die Butze sich nicht zu Tode schimmelt!

Übel sind schleichende Wasserschäden, wenn Wasser über längere Zeit in die Substanz sickert und diese in Fäulnis übergehen läßt. Das wird sehr teuer und langwierig. Die Kosten werden von der Versicherung übernommen - aber der Zeitaufwand und die Unbequemlichkeiten bleiben dem Kunden.

Das Allerschlimmste sind Öko-Fertighäuser aus Naturmaterialien, Holzbau mit Lehm und aus Papierschnipseln und Altkleiderfetzen gefertigten Dämmungen - da reicht ein kaputter Wasserhahn, um die Bude in einen Haufen stinkenden (Öko-)Schlamm zu verwandeln.

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