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Fluglinien, Banken, Ticketverkäufer: Diese Tricks verstecken Firmen in den AGB
DPA

Versand per Standardbrief? Macht 30 Euro. Solche dreisten Regeln in den Geschäftsbedingungen werden vor Gericht regelmäßig zerlegt. Doch bis das Urteil vorliegt, kassieren viele Firmen weiter.

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toledo 03.09.2018, 08:29
20. Der clevere Michael O'Leary

hat aus der EU Verordnung 261/2004 sogar noch ein Geschäft gemacht.
Ryanair verlangte seinerzeit zur Sicherung von Fluggastansprüchen eine Pauschalbeitrag von 2? für seine Tickets, die damals auch ausgewiesenen wurden.
Bei seinerzeit rund 75 Millionen Passagieren also eine hübsche Nebeneinnahme von 150 Millionen Euro pro Jahr.
Ich kann mich nicht entsinnen Meldungen gelesen zu haben, nach denen Ryanair Entschädigungszahlungen in ähnlicher Höhe geleistet hätte.
Kein Wunder bei einer Airline, die äußerst pünktlich fliegt.

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erz815a 03.09.2018, 12:16
21. Missbrauchsgebühr

Die befassten Gerichte sollten eine Missbrauchsgebühr festlegen, die das Unternehmen mit der falschen AGB an die Justizkasse bezahlen muss. Vielleicht gibt es die ja schon und muss nur noch von den Richtern angewendet werden.

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markman 03.09.2018, 14:05
22.

Zitat von Hans58
". Wer das "Kleingedruckte" nicht liest, kann hinterher nicht behaupten, es nicht gewusst zu haben, besonders dann nicht, wenn man bei Online Angelegenheiten das Kästchen AGB / Teilnahmebedingungen auch angeklickt hat, weil es ohne den Haken nicht weitergeht.
darum geht es nicht. Wenn AGBs nicht rechtens sind, dann werden sie nicht Recht, wenn der Verbraucher ein Haken gesetzt hat

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Hans58 03.09.2018, 15:09
23.

Zitat von Kein Besserwisser
all das ist längst bekannt, aber die Regierung... ändern nicht die Gesetze um diesen Umstand ein für allemal zu ändern. Warum wohl?! Es ist doch ein Unding, dass AGBs im Gegensatz zu gesetzlichen Regelungen stehen, diese Unstimmigkeit .....
Das BGB ist in Sachen AGB klar und deutlich und bedarf keiner Änderung.
Wenn Autofahrer bei Rot eine Ampel passieren, sind auch keine Gesetzesänderungen erforderlich, damit das nicht mehr passiert.

Mit der Regierung hat das Thema überhaupt nichts zu tun, es ist ein rein rechtliches Thema, für das sich die Rechtsprechung bereits interessiert.

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Hans58 03.09.2018, 15:10
24.

Zitat von erz815a
Die befassten Gerichte sollten eine Missbrauchsgebühr festlegen, die das Unternehmen mit der falschen AGB an die Justizkasse bezahlen muss. Vielleicht gibt es die ja schon und muss nur noch von den Richtern angewendet werden.
Es gibt keine "Missbrauchsgebühr", da mangelt es an einer Rechtsgrundlage.

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Hans58 03.09.2018, 15:12
25.

Zitat von markman
darum geht es nicht. Wenn AGBs nicht rechtens sind, dann werden sie nicht Recht, wenn der Verbraucher ein Haken gesetzt hat
Die AGB sind solange Recht bis ein Gericht sie für "unrecht" erachtet!

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jabbel 03.09.2018, 15:50
26. Der Text wurde nachträglich geändert!

#17 Affenhirn, ich habe genau gelesen!
Herr Tenhagen oder SPON haben den Fehler erkannt und einfach den Satz „hat Eventim die Gebühr nun ausgesetzt“ eingeschoben. Hätte Herr Tenhagen oder SPON nun mitgeteilt, dass die Gebühr nicht mehr berechnet wird, würde der nachfolgende Satz „hält sich die Entscheidung aber weiter offen“ keinen Sinn mehr ergeben und der ganze Text hätte komplett umgestellt werden müssen. Mir liegt das Original vom Sonntag vor meinem Kommentar als Screenshot vor. Leider kann ich es hier nicht hochladen.

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