Forum: Wirtschaft
Folgen von Sturmtief "Xavier": Bahn bestreitet mangelnden Baumbeschnitt
DPA

Hätte ein besserer Rückschnitt von Bäumen das Bahn-Chaos verhindert? Fahrgastvertreter fordern weniger Vegetation entlang der Strecken. Der Schienenkonzern verweist unter anderem auf den "V-Schnitt".

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nn280 06.10.2017, 20:21
50. Die Bahn heute ist ein

Zitat von nine1011
Also wirklich! jetzt geht wieder das Bahn-Bashing los! Merken die Kritiker selbst überhaupt, was sie da eigentlich labern?! Die Forderung nach mehr Nutzung des ÖPNV zum Schutz von Klima und gleichzeitiges Abholzen des Baumbestandes entlang der Strecken?! Und das, obwohl Bäume das einzig wirksame Mittel gegen Klimaerwährmung sind, da nur Chlorophyll in der Lage ist, UV-Strahlung zu absorbieren und nicht zu reflektieren. Nur durch MEHR Bäume könnte ein Schutz vor noch stärkeren Stürmen gewährleistet werden... die im Übrigen für zahlreiche Todesfälle vor allen Dingen auf den STRASSEN sorgen würden. Aber dafür müsste man ja Herrn Dobrindt und die Autoindustrie... aber naja...
von Nichtfachleuten und Großschnauzen mit abenteuerlichen Titeln heruntergewirtschafteter profitgeiler, störanfälligerTechnik-Baukasten in allen Teilen, ohne Reserven, ohne Menschen, im Freien, mit vernichteter, maroder Infrastruktur und ohne Struktur.
Mit einer Bahn, wie ich sie aus den Nachkriegsjahren kenne, hat diese Fahrgastverarschung Nichts mehr gemein.
Die "Privatisierung" von Bahn und Post sind in die Hose gegangen!

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Amadís 06.10.2017, 22:28
51.

Zitat von jay.es
Die zugewachsenen Randstreifen mögen ein Grund sein, aber heutzutage fällt doch bei gefühlt fünf Zentimeter Schnee auf den Gleisen schon der Zugverkehr aus! Was haben die damals anders gemacht?
Lesen Sie dazu hier den Kommentar #21

http://www.spiegel.de/forum/reise/gestrandete-bahnreisende-wegen-xavier-es-faehrt-kein-zug-aus-ludwigslust-thread-661893-3.html#postbit_59229115

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Europäer1992 06.10.2017, 23:56
52. Naja...

Die werden den Beschnitt ihres Grüns so handhaben wie die Reinigung, Pflege und Graffitientfernung auf Ihren Brücken, Lärmschutzwänden und sonstigen Anlagen.

Das ist die sogenannte "Is-mir-doch-wurscht" - Strategie. Solange man selbst schön weit davon weg wohnt und das ganze mit Steuergeld bauen kann.

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steinbock8 07.10.2017, 08:59
53. egal ob Fakt oder nicht

für die Bahn bedeutet das auf jedenfalls erst einmal abstreiten und die Maxime ist sparen wo immer es möglich ist die Vorstände und der Bund brauchen dringend Geld eins muss man natürlich sagen die bäume waren noch voller Blätter und extrem schwer aber für den Herbst kommen solche Ereignisse immer plötzlich und unerwartet genau wie Hitze und defekte Klimaanlagen im Sommer

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shaman-art 07.10.2017, 09:36
54.

Pro-Bahn trifft den Nagel leider auf den Kopf. Ich wohne in Wedel und nutze täglich die S1 in Richtung Hamburger Innenstadt. Da stehen die Bäume rechts und links an teils eingleisiger Strecke unmittelbar bis ans Schotterbett. Wenn man nach oben sieht, sieht man reihenweise große tote Äste. Hier und da wird mal was beschnitten, aber nicht in dem Umfang, in dem es nötig wäre. Das Ergebnis: Bei jedem auch nur etwas stärkerem Wind - und wir reden nicht von Sturmstärke - ist die Strecke wegen umstürzender Bäume dicht. Mehrmals im Jahr. Ich warte auf den Tag, an dem eine Bahn nicht mehr bremsen kann. Beschädigte Züge gab es schon. Sollte es irgendwann zu Personenschäden kommen, wird das Geschrei groß sein. Aber dann wird sicher wieder irgendwoanders ein Schuldiger gesucht - nur nicht bei der Hamburger S-Bahn, einer 10%igen DB-Tochter.

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auge2 07.10.2017, 09:41
55. Sorry aber

an einer Bahnstrecke,wo Züge mit hoher Geschwindigkeit fahren,dürfen nur Bäume und Büsche stehen die
im Sturmfall weder Gleiskörper noch Oberleitungen gefährden können.
Schaut einfach mal nach Frankreich!

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shaman-art 07.10.2017, 09:46
56.

Wie lässt es sich mit dem von der Bahn behaupteten V-Schnitt erklären, dass ich vor einigen Jahren auf freier Strecke zwischen Hamburg und Berlin stundenlang in einem IC stand, der nicht mehr fahren konnte, weil durch Schneebruch ein Ast von OBEN auf die Oberleitung gefallen war. Nein, da ist kein ganzer Baum umgefallen, sondern nur ein großer Ast abgebrochen. Das war dann wohl kein V- sondern eher ein O-Schnitt.

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docker 07.10.2017, 13:38
57. In Frankreich...

Zitat von auge2
an einer Bahnstrecke,wo Züge mit hoher Geschwindigkeit fahren,dürfen nur Bäume und Büsche stehen die im Sturmfall weder Gleiskörper noch Oberleitungen gefährden können. Schaut einfach mal nach Frankreich!
...stehen die schönsten Alleen Europas - Platanen direkt am Strassenrand. ich merke das an, weil

1. Nach dem sinnlosen Kahlschlag entlang der Bahnlinien (Bäume verhindern, liebe Mitforisten, den Zuflug von Blechdächern etc im Sturmfall direkt auf die Bahnlinien. So war/ist das gedacht -schon gewußt?)
2.Das Geschrei nach sicheren Strassen unmittelbar folgen wird.

Wollt ihr die totale Sicherheit ?? Nö!

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Bernd.Brincken 07.10.2017, 14:54
58. Kaputtge-

Zitat von Strangelove
Doch ich nehme es denen sehr übel, war dieses Jahr zwei mal betroffen. Was ich absolut nicht verstehe ist deren Nichtinformationspolitik. Nichts genaues weiß man nicht, selbst die eigenen Mitarbeiter sind ahnungslos. ... Bahnradar ... Der gestrige Tag hat mir wieder mal gezeigt, dass sich dieser Konzern kaputtgespart hat. Dass dank der prvatisierer in der Politik und dem unfähigen Herrn Mehdorn.
Es dürfte wohl eher die Scheu vor Informationstechnik hier die (nicht) treibende Kraft sein. Wie seinerzeit bei der Post, als über Dekaden auf die Bremse getreten wurde, um Computer am Postschalter zu verhindern.
Da sind starke Strukturen am Werke, angeblich aus Sorge um Arbeitsplätze, tatsächlich um ihre eigene Macht und Entscheidungshoheit, die Räder zum Stillstand zu bringen.

Wenn man Angst um auf der Strecke liegende Äste hat - nachdem der Sturm selbst abgeklungen ist - könnte man ja z.B. einfach mit niedriger Geschwindigkeit fahren. Auf den meisten Bahn-Kilometern kam eine Lokomotive ohnehin problemlos durch.
An anderen Stellen muss dann vielleicht mal ein Trupp gerufen werden, um einen Baumstamm zu zersägen und zur Seite zu schieben. Wer jetzt irgendwo gestrandet war, hätte längere Fahrzeiten und ungeplante Stops doch eher akzeptiert als das, was jetzt ablief.
Sorry, ich spreche der Bahn die Fähigkeit, und das Recht, ab, hier Entscheidungen zu treffen, um letztlich das Leben von Zigtausenden zu sabotieren.

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Bernd.Brincken 07.10.2017, 15:06
59. Ursache .. Wirkung

Zitat von mwroer
[Klar, es gab keine Verletzte, weil die Züge einfach stehen blieben. Geniale Taktik.] Aber zu Ihrem ersten Satz: Ja, es ist genial. Mir gehen Menschenleben vor und wenn die Bahn lieber Rückforderungen in Kauf nimmt statt zu riskieren dass ein Baum in einen fahrenden Zug kracht ...
Das Argument ist, dass unter den Toten und Verletzten in PKWs vielleicht auch solche sind, die eigentlich mit der Bahn fahren wollten, denen diese Option aber durch die Entscheidung der Bahn genommen wurde.

Physikalisch-statistisch dürfte die Verletzungsgefahr auch deutlich geringer sein, wenn die gleiche Zahl Menschen mit einem Zug fährt als mit PKWs.

Da ist es schon ziemlicher Zynismus, wenn das Ausbleiben von Bahn-Verletzten als Erfolg gefeiert wird (#21).

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