Forum: Wirtschaft
Forderung vor Brexit: Großbritannien soll Schulden begleichen - in Euro
DPA

Die EU-Kommission fordert, dass Großbritannien seine Schulden bei der EU begleicht - noch bevor das Land die Europäische Union verlässt. Angesichts der Kursschwankungen will man jedoch keinen britischen Pfund.

Seite 1 von 10
ackergold 21.04.2017, 08:02
0.

Da die Briten ja Euros bekanntlich nicht haben wollen, werden sie kein Problem damit haben, mit diesem Geld ihre Schulden zu begleichen. Der Brexit befreit ja nicht von Schulden, sondern von polnischen Müllmännern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mimas101 21.04.2017, 08:07
1. tststs

Nix da, die Schulden (die alleine die brüsseler EWG zu bestimmen hat) sollten cash auf den Tresen als Einmalsumme gezahlt werden.
Ratenzahlungen dürften bei der Vorgehensweise der Briten sicherlich kaum eingehalten werden, besonders dann nicht wenn GB auf die harte Tour in den eigenen Untergang schlittern will (vorausgesetzt May bläst diesen Irrsinn nicht ab weil plötzlich die Stimmenmehrheit im Londoner Parlament wackelt oder so...).

Beitrag melden Antworten / Zitieren
conny1969 21.04.2017, 08:20
2. was für Schulden?

Wusste nicht das ein Nettozahler irgendwelche Schulden haben sollte.
Die EU darf auch gar keine Schulden machen, kann also gar nicht sein.
Da geht es also um Investitionen in zukünftige Projekte die nur geplantoder in irgendeinem anderen Stadium sind und von denen GB in Zukunftnicht mehr profitiert. Warum sollte man dafür noch Geld ausgeben?
Muss ja nicht umgesetzt werden, wenn man es sich ohne GB nicht mehrleisten kann. Ein wenig Aufklärung wäre schon informativ. Dann wüssteman ob das Geschrei aus Brüssel irgendeine Grundlage hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
denker111 21.04.2017, 08:24
3.

Ich finde es erschreckend, dass wefer die Zahlungsmodalitäten geregelt noch die Höhe der Schulden bekannt sind. Gibt es hierfür nicht Verträge und einen EU-Staatshaushalt? Oder kann jeder Staat selbst festlegen, wieviel er der EU schuldet?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ackergold 21.04.2017, 08:32
4.

Zitat von conny1969
Da geht es also um Investitionen in zukünftige Projekte die nur geplantoder in irgendeinem anderen Stadium sind und von denen GB in Zukunftnicht mehr profitiert. Warum sollte man dafür noch Geld ausgeben?
Das ist faktisch falsch, wie Sie wüssten, wenn Sie sich informiert hätten. Die Briten sind in der EU und haben daraus vertraglich kurz-, mittel- und langfristige Verpflichtungen zu erfüllen. Darunter fallen auch Dinge, wie die Gehälter und Pensionen von dauerhaften EU-Beamten britischer Nationalität. Die Briten könnten diese Leute natürlich mit dem Brexit entlassen und die Pensionszahlungen verweigern, oder sie könnten sie als Ersatz für die wegfallenden polnischen Müllmänner und Erntehelfer verwenden und die Kosten dafür selbst übernehmen. Wollen sie aber alles nicht.

Pacta sunt servanda, das gilt auch nach dem Brexit. Ein Austritt aus der EU bedeutet nicht, dass dann alle Verträge null und nichtig sind. Sie werden also zahlen müssen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Pfaffenwinkel 21.04.2017, 08:41
5. Selbstverständlich

sollten die Briten in Euro ihre Schulden zurückzahlen. Ob auf einmal oder in Raten, das wird wohl Verhandlungssache sein. Hoffentlich läßt sich die EU von den listigen Enländern nicht über den Tisch ziehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MütterchenMüh 21.04.2017, 08:43
6. Fordern kann man vieles

Man wird davon ausgehen können, dass UK nur die Verpflichtungen akzeptieren wird, von denen sie selber etwas hat. Im Übrigen ist diese Übernahme von alten Verpflichtungen vertraglich nicht geregelt. Aber an Verträge hat man sich in der EU ja noch nie immer ganz korrekt gehalten. Also wird dies zügig und kulant zu regeln sein.

Wenn Schäuble aus Washington zurück ist, und dem restlichen Euro-EU-Europa erklären muss, was demnächst im Rahmen der Euro-Rettung auf uns zukommt, werden viele das UK beneiden, weil es noch eine relativ günstige Chance ergriffen hat, das "Fass ohne Boden" zu verlassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
echoanswer 21.04.2017, 08:46
7.

Es ist wirklich besorgniserregende, dass tausende Beamte in Brüssel nicht in der Lage sind die finanziellen Verpflichtungen von GB zu errechnen. Man sieht, dass die EU nur ein schwarzes Loch ist, in das man Geld wirft. Was zum Teufel machen die Heere von Beamten jeden Tag? Sie stecken sich Geld für nichts ein. So ist wohl die jetzige Situation zu deuten. Nichts ist klar, kein Gesetz ist belastbar, keine Bilanz ist erstellbar. In der Wirtschaft gäbe es dafür ein fristlose Kündigung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
genugistgenug 21.04.2017, 08:47
8. Wann kommen endlich Details?

Lieber Spiegel, ich hatte gehofft, dass ihr endlich mal Details zu den angeblichen Schulden bringt - immerhin angeblich 66 Milliarden. Vielleicht könnt ihr dann auch erklären, wieso ein sogenannter Netto-Zahler trotzdem Schulden haben kann. Oder sind das einfach die jährlichen Zahlungen bis zum Ende einer noch unbekannten Frist?
Auf jeden Fall zeigt schon der Zeitplan, dass die EU nur auf Abschreckung setzt. Ende Mai soll mal was entschieden werden, dann die Verhandlungen vorbereitet werden, usw. - bis zum 1. Treffen sind die 2 Jahre doch schon lange vorbei und die Enkel der heutigen Politiker kommen an den Verhandlungstisch und gedenken ihrer Großeltern.

Theorie: Sollte sich bei den sog. Schulden tatsächlich um Einnahmeverluste der EU handeln, dann wäre mal zu überlegen, wie lange die Geldempfänger bei einem Austritt trotzdem noch Geld nachgeworfen bekomen ;-))))

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 10