Forum: Wirtschaft
Früher war alles schlechter: Immer mehr Menschen werden satt
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Hunger ist das größte lösbare Problem der Welt, sagt die Uno. Tatsächlich sterben heute viel weniger Menschen an Unterernährung als vor einigen Jahren - obwohl die Weltbevölkerung zunimmt.

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Farguard 19.03.2017, 18:29
1. So schlimm ich folgende Überlegung auch finde

- also menschlich - stellt sich die Frage: Haben wir denn die Ressourcen und den Willen, alle die nun nicht "verhungern" am Wohlstand teilnehmen zu lassen, können wir sie medizinisch versorgen, Kleidung herstellen, Wohnraum bieten, Arbeitsplätze schaffen, und das ohne die Ressourcen der Erde zu überfordern?

Nicht falsch verstehen, natürlich ist es toll, wenn niemand mehr elendig verhungern müsste, aber: Was machen wir denn dann als nächsten Schritt, haben wir da Konzepte, Willen, Ansätze? Oder rennen wir ins nächste Problem?

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meine_foren 19.03.2017, 18:42
2.

Die Welt wird also nicht immer schlechter, wie sie uns radikale Kräfte links wie rechts verkaufen wollen. Der Wohlstand in der Welt nimmt insgesamt zu. Auch habe ich mal gelesen, dass wir uns, geschichtlich gesehen, in einer der friedlichsten Zeiten befinden. ,,Teile das Essen" nutze ich gelegentlich. ;-)

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rkinfo 19.03.2017, 18:43
3. Schlechte Böden, wenig Wasser und immer mehr Menschen werden die Entwicklung drehen

Wir sind weltweit in vielen Ländern an der Grenze der Landwirtschaft angekommen. Wenn sich dort bis Mitte des Jahrhundert die Bevölkerung um 50% bis 100% erhöht ist ein Limit erreicht und der Hunger wird wiederkommen.
Tja, mit der Pille und ohne die vielen religiösen Fanatiker wäre dies nicht passiert ...

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allessuper 19.03.2017, 18:49
4. Das Problem Ernährung ist sogar recht einfach zu lösen.

Zum einen müssen wir hier aufhören, Essen wegzuwerfen. Unsere Nachbarländer haben schon längst Gesetze dazu (Italien oder Frankreich). Oder sie arbeiten an Lösungen (Verkauf von Lebensmitteln mit abgelaufenen Haltbarkeitsdaten in Dänemark). Selbst UK hat aus ganz anderen Gründen neue Regeln aufstellen müssen (Sie werden mit den Müllbergen nicht mehr fertig, Insel halt). Aber wir hier natürlich nicht, da Essen hier billig ist und uns schön ruhig hält. Hier werden Essen und Medikamente werden einfach in den Hausmüll geworfen! Das besagt einiges zu unserem Verhältnis zu uns selbst. Das andere, wichtige Thema in diesem Zusammenhang ist die Aggro-Industrie, die sich so aufplustert (Monsanto, Bayer, Syngenta & CO.) und so tut, als wollte sie die Welt ernähren. Dabei hat sich hinreichend gezeigt, dass diese Firmen mit ihren Giften genau das Gegenteil tun. Die Welt ernähren tut weiterhin der Kleinbauer, der vor Ort seine Familie ernährt. Noch öfter sogar die Kleinbäuerin. Und nicht Konzerne, die ihre Überschüsse und giftigen Nahrungsmittel exportieren. Den hier zitiere ich ungern, aber wo er Recht hat, hat er Recht: Wenn man die Kontrolle über die Nahrungsmittel hat, kontrolliert man die Menschen, wenn man die Kontrolle über das Geld hat, kontrolliert man die Welt. Henry Kissinger

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Crom 19.03.2017, 18:52
5.

Man muss sich nur mal die Entwicklung Asiens anschauen. Dank Globalisierung und Freihandel konnte sich dort überhaupt erst so etwas wie eine Mittelschicht entwickeln. Klar, die Gegensätze sind noch groß, aber das war bei den Industrienationen am Anfang auch so.

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isar56 19.03.2017, 18:53
6. Das hilft dem Einzelnen

.. schließt aber nicht aus, dass die Menschheit den Planeten u.a. aufgrund der zunehmenden Bevölkerungszahl ausblutet. Satt werden genügt nicht. Wir brauchen auch Platz, frische Luft, sauberes Wasser, Wälder und gesunde Nahrung, die nicht aus Hektar großen Gewächshäusern in Holland oder Pestizid -verseuchten Früchten aus Spanien stammen. Wir leben auf Pump und verbrauchen mehr Ressourcen, als diese Erde beschaffen und verkraften kann.
Selbstmord auf Raten.

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MattKirby 19.03.2017, 19:35
7. Das lösbare Problem

des Hungers ist mit einem ebenfalls nicht unlösbar erscheinenden Problem gekoppelt. Der zunehmenden Überbevölkerung der Erde, verursacht in erster Linie durch Länder der südlichen Hemisphäre. Rein rational betrachtet hebelt man den Selbstregulierungsmechanismus durch den Kampf gegen den Hunger aus. Mehr Gerettete bekommen mehr Kinder, die immer mehr essen wollen.

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Crom 19.03.2017, 19:35
8.

Zitat von allessuper
Zum einen müssen wir hier aufhören, Essen wegzuwerfen. Unsere Nachbarländer haben schon längst Gesetze dazu (Italien oder Frankreich). Oder sie arbeiten an Lösungen (Verkauf von Lebensmitteln mit abgelaufenen Haltbarkeitsdaten in Dänemark).
Als ob das Essen dann in die Hungerländer der Dritten Welt gibt. Warum dort Menschen hungern, hängt von lokalen und regionalen Begebenheiten ab aber ganz sicher nicht davon, was ich hier in meine Mülltonne werfe.

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multi_io 19.03.2017, 19:45
9.

Zitat von meine_foren
Die Welt wird also nicht immer schlechter, wie sie uns radikale Kräfte links wie rechts verkaufen wollen.
Das behaupten nicht nur "radikale Kräfte links wie rechts", sondern das ist mehr oder weniger Mainstream-"Wissen" gerade deutscher Weltschmerz-"Experten" überall. Die Welt geht den Bach runter, und selbst wenn sie es nicht tut, tut sie es doch. Nehmen Sie nur den ersten Forumsbeitrag hier: Dass immer weniger Leute verhungern, ist schlecht, weil die Erde übervölkert wird und wir am Ende alle sterben werden. Heul. So kann man sich in seinem Weltschmerz perfekt von der Realität abkapseln.

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