Forum: Wirtschaft
Führungswechsel: Erster schwarzer Chef für McDonald's
AP

Schicke Kaffeetheken und viel Grünzeug - mit einem Imagewechsel hat die Fastfood-Kette McDonald's in den vergangenen Jahre neue Kunden gewonnen. Der Mann hinter der Strategie war Konzernchef Jim Skinner - nun verlässt er den Konzern. Sein Nachfolger wird erstmals ein Schwarzer.

Seite 1 von 4
ginjoko 22.03.2012, 09:31
1.

Zitat von sysop
Schicke Kaffeetheken und viel Grünzeug - mit einem Imagewechsel hat die Fastfood-Kette McDonald's in den vergangenen Jahre neue Kunden gewonnen. Der Mann hinter der Strategie war Konzernchef Jim Skinner - nun verlässt er den Konzern. Sein Nachfolger wird erstmals ein Schwarzer.
Warum muss die Ethnie hervorgehoben werden? Die Meldung, der Name und ein Foto hätten gereicht. Gerade deshalb wird dies sonst als Annomalie angesehen. Nun wird in der Kaffeepause nicht darüber gesprochen, das McDonald's einen neuen CEO hat, sondern dass erstmals ein Schwarzer - hätten Sie hiernach noch ein "Mensch" angehängt, läge ich auf dem Boden - den Vorsitz übernommen hat.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sSLA 22.03.2012, 09:36
2. Befremdlich

Das es im Jahr 2012 eine Schlagzeile wert ist, die die Hautfarbe betrifft, finde ich sehr befremdlich. Who cares? Was der Mann kann und was nicht, das mag die Headline sein. Aus meiner Sicht kann der Autor dann ja gleich mal untersuchen, welcher Mc Chef mal grüne Augen hatte und falls noch keiner mit grünen Augen dabei war, dann beim nächsten Führungswechsel daraus die Schlagzeile stricken.
Falls es eine Gendersachee wäre und zum ersten Mal eine Frau in einem zuvor männerdominierten Unternehmen zum CEO wird, gut, da kann noch was draus gemacht werden. Aber wegen der Hautfarbe? Gehts noch? Da muß ich eigentlich mal suchen, ob es auch einen Artikel gab, der sich mit dem Nachfolger von Herrn Ackermann beschäftigt. Die Haut dieses aus Indien stämmigen Menschen ist doch auch nicht weiss. Schlagzeile: Erster bronzefarbener Chef für die Deutsche Bank.... Absurd. Befremdlich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mitchomitch 22.03.2012, 09:40
3. So what?

Zitat von sysop
Sein Nachfolger wird erstmals ein Schwarzer.[/url]
Ich frage mich, wieso das so hervorgehoben werden muss, dass der Mann ein Schwarzer ist? Was hat denn die Hautfarbe des Mannes mit seinen Qualitäten als Geschäftsführer zu tun? Irgendwie höre ich bei solchen Meldungen immer einen latenten Rassismus heraus, auch wenn es vielleicht ganz anders gemeint ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sherlock70 22.03.2012, 09:54
4. Warum traut es sich keiner zu sagen?

Zitat von mitchomitch
Ich frage mich, wieso das so hervorgehoben werden muss, dass der Mann ein Schwarzer ist? Was hat denn die Hautfarbe des Mannes mit seinen Qualitäten als Geschäftsführer zu tun? Irgendwie höre ich bei solchen Meldungen immer einen latenten Rassismus heraus, auch wenn es vielleicht ganz anders gemeint ist.
Ich sage jetzt einfach mal das offensichtliche, vor dem sogar SPON zurückschreckte:
Der Mann hat RIESEN Hände.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gibbonnobbig 22.03.2012, 10:20
5.

Die Hautfarbe hervorzuheben perpetuiert die Ansicht, dass Hautfarbe angeblich eine Rolle spielt, was wohl genau dem Gegenteil von dem entspricht, was der Autor ausdrücken wollte.

Aber gut gemeint ist bekanntlich das Gegenteil von gut gemacht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Chris-Gardner 22.03.2012, 10:30
6. Dennoch ein gutes Zeichen!

Auch wenn ich verstehe, wenn es für manche befremdlich ist die Hautfarbe des neuen CEO hervorzuheben, hat es dennoch seine Berechtigung, weil diese ethnische Gruppe im Management und der Wissensgesellschaft leider noch völlig unterrepräsentiert ist.

Ein schwarzer McD-Boss, aber auch Menschen wie Obama sind sehr gute Beispiele dafür, dass es zunehmend doch jeder schaffen kann. Diese sollte insbesondere für Afro-Amerikaner Symbolkraft haben, die sich in der Masse viel zu wenig in Bildung engagiert haben und viel zu einseitig in "Lifesytle" wie Musik oder Sport.

Barrieren für Ethnien müssen aufgelöst werden, aber die Verantwortung für den Erfolg trägt jeder selbst, auch wenn man im Ghetto o. ä. aufwächst! Freiheit und Verantwortung gehen Hand in Hand - das ist die Botschaft, die mit der Hervorhebung des erfolgreichen schwarzen Managers kommuniziert werden soll.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
remède 22.03.2012, 10:46
7.

Zitat von Chris-Gardner
Auch wenn ich verstehe, wenn es für manche befremdlich ist die Hautfarbe des neuen CEO hervorzuheben, hat es dennoch seine Berechtigung, weil diese ethnische Gruppe im Management und der Wissensgesellschaft leider noch völlig unterrepräsentiert ist. Ein schwarzer McD-Boss, aber auch Menschen wie Obama sind sehr gute Beispiele dafür, dass es zunehmend doch jeder schaffen kann. Diese sollte insbesondere für Afro-Amerikaner Symbolkraft haben, die sich in der Masse viel zu wenig in Bildung engagiert haben und viel zu einseitig in "Lifesytle" wie Musik oder Sport. Barrieren für Ethnien müssen aufgelöst werden, aber die Verantwortung für den Erfolg trägt jeder selbst, auch wenn man im Ghetto o. ä. aufwächst! Freiheit und Verantwortung gehen Hand in Hand - das ist die Botschaft, die mit der Hervorhebung des erfolgreichen schwarzen Managers kommuniziert werden soll.
Wow. Das waren gleich so viele Vorurteile us den 80ern, daß ich irgendwann aufgehört habe, zu zählen.
Fast noch besser als der tatsächliche Artikel!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mitchomitch 22.03.2012, 10:59
8.

Zitat von Chris-Gardner
Ein schwarzer McD-Boss, aber auch Menschen wie Obama sind sehr gute Beispiele dafür, dass es zunehmend doch jeder schaffen kann.
Ich glaube, dass es immer noch die große Ausnahme ist, dass es ein Schwarzer zu etwas bringen kann. Hierfür braucht man Geld und eine gute Ausbildung. Die Mehrheit der schwarzen Bevölkerung hat aber weder zum einen noch zum anderen Zugang und kann infolgedessen auch ihren Kindern und Kindeskindern weder das eine noch das andere bieten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
K.U.R 22.03.2012, 11:06
9.

Zitat von Chris-Gardner
Auch wenn ich verstehe, wenn es für manche befremdlich ist die Hautfarbe des neuen CEO hervorzuheben, hat es dennoch seine Berechtigung, weil diese ethnische Gruppe im Management und der Wissensgesellschaft leider noch völlig unterrepräsentiert ist. Ein schwarzer McD-Boss, aber auch .....
das hervorheben eines unterschieds hätte auch mit einem anderen unterscheidungsmerkmal geschehen können, zum beispiel mit der Kultur. Das ist mit dem Begriff Afroamerikaner bereits geschehen. Dieser Begriff ist aber auch alles andere als optimal, da eine Anlehnung an Afrika für einen in Amerika geborenen Menschen wohl eher befremdlich sein dürfte.

Zum Artikel, der Schreiberling kann sich merken wie es die Engländer handhaben: "Don't mention the colour!" Ich find's auch immer wieder prima, wenn Glauben hervorgehoben wird. Der jüdische Geschäftsmann/Politiker/Vertreter XYZ ...

Ich bin übrigens happy, dass hier gleich soviele gute Kommentare kamen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4