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Fusion der Warenhäuser: Wie es jetzt mit Karstadt und Kaufhof weitergeht
imago/Viennareport

Es ist offiziell: Kaufhof und Karstadt fusionieren zu einem großen Warenhauskonzern. Was ändert sich für Kunden - und was wird aus den Mitarbeitern?

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könig der jogis 11.09.2018, 20:06
1. So what?

Wie es jetzt weitergeht ....?
Ist doch klar.
Tausende werden entlassen,die wertvollen Immobilen verscherbelt und die Hälfte der Häuser geschlossen .
Dank amazon, Fahrverboten, Shopping Center im Grünen etc. ist die große Zeit der Innenstadt-Warenhäuser vorbei. Endgültig.

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Andre V 11.09.2018, 20:17
2.

Zitat von könig der jogis
Wie es jetzt weitergeht ....? Ist doch klar. Tausende werden entlassen,die wertvollen Immobilen verscherbelt und die Hälfte der Häuser geschlossen . Dank amazon, Fahrverboten, Shopping Center im Grünen etc. ist die große Zeit der Innenstadt-Warenhäuser vorbei. Endgültig.
Sehe ich ähnlich. Dazu kommt noch, immer eine Armlänge Abstand einzuhalten.
Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft wird es interessant für die Mitarbeiter. Was allerdings ein Kartellamt da noch groß prüfen will, erschließt sich mir nicht. Klingt für eher, als wenn Rot-Weiß Essen und der 1.FC Köln fusionieren wollten - völlig irrelevant für den Rest des Marktes bzw. der Liga.

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sven2016 11.09.2018, 20:37
3.

Das Kartellamt wird zu prüfen haben, inwieweit der neue Konzern Lieferanten monopolisieren kann. Im Einzelhandel entsteht der Gewinn im Einkauf.

Wenn dann reihenweise Zulieferer in Not geraten wie immer mal wieder bei Autozulieferern, ist das durchaus ein Hinderungsgrund.

Mittelfristig werden in der neuen Konstellation vermutlich beide Ketten zu Einkaufszentren mit Fremdfirmen in den Häusern umgebaut werden.

Benko hat die Immobilien, Fremdfirmen wie Otto betreiben dann die Einkaufszentren und die Sache läuft, auch ohne eigenes Personal. Kaufhof ade.

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at.engel 11.09.2018, 20:50
4.

Signa wird natürlich genau das Gleiche machen, was alle andere auch gemacht hätten: Fillialien schließen, konsequenterweiße dann entlassen, dann Immobilien verscherbeln, kurzfristig Gewinne machen, und das dann alles an die Aktionäre weitergeben.
Warum sollten die jetzt ausgerechnet etwas anders machen....?!
Heute werden gut zwei Drittel der Gewinne an Aktionäre weitergegeben. Die Angestellten sehen davon nicht viel - und schon gar nicht so lange da überhaupt keine Gewinne zu verzeichnen sind. Und die werden wiederum meist auf Kosten der Angestellten gemacht... q.e.d.!

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Putsche 11.09.2018, 20:53
5.

Zitat von Andre V
Sehe ich ähnlich. Dazu kommt noch, immer eine Armlänge Abstand einzuhalten. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft wird es interessant für die Mitarbeiter. Was allerdings ein Kartellamt da noch groß prüfen will, erschließt sich mir nicht. Klingt für eher, als wenn Rot-Weiß Essen und der 1.FC Köln fusionieren wollten - völlig irrelevant für den Rest des Marktes bzw. der Liga.
Die grundsätzliche Prüfung des Kartellamts sollte schon stattfinden, im "vor Ort" Geschäft ist der fusionierte Schuppen kein Leichtgewicht.
Eine Randbemerkung sei erlaubt: Rot-Weiss Essen (der Verein wird übrigens mit doppelt "s" geschrieben) würde niemals mit dem FC Köln fusionieren. Niemals!!

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flohzirkusdirektor 11.09.2018, 22:13
6. Off-topic:

Diese Photo wurde in der Stadt aufgenohmen, in der ich zur Zeit wohne. Da gibt es nicht nur das Problem, dass Kaufhof und Karstadt genau nebeneinander liegen, in der Fussgängerzohne, nur ca. 200 m entfernt, gibt es auch noch eine zweite Kaufhoffiliale ...

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smickey 12.09.2018, 08:14
7. Zombies in Notbeatmung

Das ganze Traditionsreiche, wo auch immer, ist dem Tode geweiht. In den nächsten 10 Jahren wird das alles verschwinden. Nicht wegen der Unternehmen, sondern wegen uns Verbrauchern. Wozu in die Stadt fahren, teuren Parkplatz suchen, sich mit überfordertem Dienstpersonal auseinandersetzen usw. wenn es online viel bequemer, schneller und auch besser geht. Online bietet einem die Möglichkeit vor allem seine Zeit sinnvoller einzusetzen? "More than the rifle did the plough" habe ich mal zum Thema der Indianer in Amerika gelesen. Das kann man hier auch ebenfalls adaptieren.

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mulukuh 12.09.2018, 08:25
8.

Zitat von flohzirkusdirektor
Diese Photo wurde in der Stadt aufgenohmen, in der ich zur Zeit wohne. Da gibt es nicht nur das Problem, dass Kaufhof und Karstadt genau nebeneinander liegen, in der Fussgängerzohne, nur ca. 200 m entfernt, gibt es auch noch eine zweite Kaufhoffiliale ...
Und damit steht das Bild symbolisch für die Situation. Ist bei uns in der Stadt ähnlich, beide keine 100 Meter auseinander. Was würde bei einem "Synergieffekt" wohl passieren? Miete und Personal wird halbiert bei gleichem Umsatz.
War gestern zufällig in beiden Geschäften. Es ist unerträglich, wie antiquiert das Konzept von Warenhäusern heutzutage wirkt. Da werden Dinge feilgeboten, die kein Mensch braucht und das auf überdimensionierten Flächen in künstlicher Atmosphäre bei schlechter Luft und ständiger Lärmbelästigung.

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Andre V 12.09.2018, 09:20
9.

Zitat von Putsche
Die grundsätzliche Prüfung des Kartellamts sollte schon stattfinden, im "vor Ort" Geschäft ist der fusionierte Schuppen kein Leichtgewicht. Eine Randbemerkung sei erlaubt: Rot-Weiss Essen (der Verein wird übrigens mit doppelt "s" geschrieben) würde niemals mit dem FC Köln fusionieren. Niemals!!
... weil doch Karstadt aus Essen und Kaufhof aus Köln ist. Keine Ahnung, ob es da Eishockey gibbet oder Springreiten.
Das Vor-Ort-Geschäft ist jedoch inzwischen irrelevant - deshalb haben beide Firmen ja Probleme.

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