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Fusion der Warenhäuser: Wie es jetzt mit Karstadt und Kaufhof weitergeht
imago/Viennareport

Es ist offiziell: Kaufhof und Karstadt fusionieren zu einem großen Warenhauskonzern. Was ändert sich für Kunden - und was wird aus den Mitarbeitern?

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Alexis_Saint-Craque 12.09.2018, 09:23
10. Bellheim sel.

Habe mich gestern extra nochmals durch die Haushaltswarenabteilung im Kaufhaus zum großen Bellheim führen lassen. Es kam mir vor wie vor dem Krieg. Dabei waren es doch die goldenen 90er. Dreißig Jahre später will das immer noch leben. Irre. Charitymäßig könnte man zum Palliativ-Shopping einladen.

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espet3 12.09.2018, 09:41
11.

Kaufhof und Karstadt hatten für mich bisher schon ihre besonderen Vorzüge. Besonders im Sommer ist es in den Gebäuden angenehm kühl und im Winter entsprechend warm. Man kann sich unbelästigt wie auf einem Wochenmarkt die Angebote anschauen und sich ausrechnen, wie viel man spart, wenn man nichts kauft.

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123rumpel123 12.09.2018, 09:47
12. xxx

Die Haupteinsparbereiche sind klar, wer braucht schon zwei Verwaltungen, zwei Einkaufsorganisationen zwei Logistiksysteme und vor allem braucht man in keiner Stadt Karstadt und Kaufhof zusammen.

Leider muss man aber auch sagen, dass unsere Kaufhoffiliale den Scharm der 70iger oder 80iger verströmmt. Nur die Kassen sind moderner geworden.

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aktiverbeobachter 12.09.2018, 09:55
13. genau so

Zitat von könig der jogis
Wie es jetzt weitergeht ....? Ist doch klar. Tausende werden entlassen,die wertvollen Immobilen verscherbelt und die Hälfte der Häuser geschlossen . Dank amazon, Fahrverboten, Shopping Center im Grünen etc. ist die große Zeit der Innenstadt-Warenhäuser vorbei. Endgültig.
Im Prinzip sehe ich das genau so. Allerdings ist an dieser Entwicklung ja in keiner Weise Amazon schuld, sondern einfach die Entwicklung der Bedürfnisse einer fortschreitenden (technischen) Welt und Amazon bedient halt einfach derren Bedürfnisse zeitgemäßer als diese großen Warenhäuser. Kann man bedauern, oder sich einfach den geänderten Bedingungen (rechtzeitig) anpassen.

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meihan 12.09.2018, 12:31
14. "Synerien schaffen....

..Einkäufe bündeln", damit alleine schafft man keine Wende. Der Onlinehandel ist beileibe nicht Schuld an der Misere der Kaufhäuser, sonst wären Saturn und Mediamarkt schon lange Pleite!
Das Angebot in den Kaufhäusern und der verstaubte "Charme" der längst vergangenen Zeit hat den Niedergang beschleunigt, Dazu kommt, dass HBC Kaufhof durch die extrem erhöhten Mietpreise ausgeblutet hat. Wichtig wird sein, dass man jetzt auch auf die "grüne Wiese" geht und das Warenagebot moderner und interessanter (u.a. mit Premium Marken) gestaltet. In den Kaufhäusern sollten auch mehr Gastronomie sein (kleinere Cafes, Snackpoint und Restaurants in den verscheiden Etagen) Man könnte da auch die verschieden Filialen in unmittelbarer Nachbarschaft durch Aufteilung des Sortiments bzw. mit Verbindungen von Haus zu Haus (manche liegen ja direkt gegenüber) interessanter machen. Größere Flächen, interessantere Waren (Elektronik!) und angenehmes Ambiente zieht Kunden an. Wenn man dann noch kostenlosen Lieferservice für den Einkauf anbietet, kann das was werden. Bin sehr oft auch im außereuropäischen Ausland . Wenn ich da in die Kaufhäuser gehe (in Asien z.B. SOGO, Mitsukoshi, usw.) verbringe ich viel Zeit in diesen Kaufhäuser, da 1. ein interessantes und vielfältiges Angebot vorhanden ist und 2. eine unglaublich große Auswahl an Gastronomie. geboten wird. Da bleibt man gerne im Kaufhaus. Ganz zu schweigen von dem hervorgarenden, freundlichen Kundenorientierten Service!

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flohzirkusdirektor 12.09.2018, 16:18
15. Stimmt.

Zitat von mulukuh
[...] Es ist unerträglich, wie antiquiert das Konzept von Warenhäusern heutzutage wirkt. Da werden Dinge feilgeboten, die kein Mensch braucht und das auf überdimensionierten Flächen in künstlicher Atmosphäre bei schlechter Luft und ständiger Lärmbelästigung.
Aber eigentlich war das schon zu meinen Schulzeiten so. Wir hatten, etwas versteckt liegend - einen Pierr-Cardin-Outlet-Store (warum auch immer nur mit Herrenbekleidung). Die Kleidung dort war in etwa so teuer wie im Kaufhaus nebenan, aber aus wesentlich besserem Material, meist Seide, Wildseide oder Leinen. Wo, glauben Sie; kleidete ich mich wohl ein?

Später im Studium war es ein kleiner Laden in Uni.-Nähe, der ausschliesslich Benetton-Kleidung verkaufte. Und da kann man so oft sagen wie man will "Auch nicht besser als 'Normales!'", aber Material und Verarbeitung sind nun einmal einiges besser ...

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