Forum: Wirtschaft
Gaspedal-Panne: Toyota muss in den USA Milliardenstrafe zahlen
DPA

Die Rückrufaktion wegen defekter Gaspedale verfolgt Toyota noch immer. In den USA stimmte der japanische Autobauer jetzt einer Zahlung von 1,2 Milliarden Dollar zu. US-Justizminister Holder bezeichnete Toyotas Verhalten in der Pannenserie als "schändlich".

Andreas-Schindler 19.03.2014, 18:42
1. Merkwürdig

Es hieß doch das ALLE Unfälle auf Fehler der Fahrer zurückzuführen sind. Warum soll Toyota eine Strafe dafür Bezahlen das US-Fahrer zu Blöde zum Autofahren sind? Vielleicht braucht die USA bessere Fahrschulen, damit die Leute Wissen das ein loser Teppich auch hinter den Pedalen sich schieben lassen kann.

Vor allem stellt sich die Frage was GM zahlen muss bei über 300Toten wegen Fehlerhaften Zündschloss.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
acitapple 19.03.2014, 18:42
2.

moment mal, ist nicht bei der nachuntersuchung, NACHDEM sich die presse beruhigt hatte, rausgekommen, dass alle 20 unfälle auf fehler der fahrer zurückzuführen waren und toyota damit komplett unschuldig war ? sorry, aber so hab ich das in erinnerung...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karx11erx 19.03.2014, 19:20
3. Schändlich?

Schändlich ist es, Produkthersteller für jede Dummheit der Konsumenten verantwortlich zu machen, statt Verantwortung zu übernehmen, wenn sie einem zufällt? Na, wie sagte doch mal jemand: Man sollte in den USA einfach überall die Warnhinweise entfernen, dann hätte sich das Problem mit der Dummheit in einem Jahr von selbst gelöst ...".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
TimmThaler 19.03.2014, 19:30
4.

Zitat von acitapple
dass alle 20 unfälle auf fehler der fahrer zurückzuführen waren und toyota damit komplett unschuldig war
Was die Amerikaner trotzdem nicht hindern würde, die Japaner zu verklagen. Und vor einem amerikanischen Gericht Recht zu bekommen...

Meine Firmenhaftpflicht haftet weltweit. Exclusive USA und Kanada. Noch Fragen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
quark@mailinator.com 19.03.2014, 19:43
5. Ach

Nachdem die US-Regierung die schon fast bankrotten Autogrößen gerettet hat (war das kein Eingriff in den Markt ?), holt sie sich nun das Geld bei den ausländischen Autobauern wieder. Bei den Banken passiert das Gleiche. Immer wieder schön, wenn man Supermacht ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
master2010 19.03.2014, 19:48
6. Absolut unplausibel

Unfall aufgrund eines klemmenden Gaspedals?
Selbst KFZ Lehrlinge im 2. Lehrjahr wissen, dass bei Autos mit E-Gas das Signal Motorschub aus kommt, wenn die Bremse und Gaspedal gleichzeitig getreten werden (Ausnahme Launch Control).
Gerüchte besagen auch, dass das Zurückdrehen des Zündschlüssels (gegen den Uhrzeigersinn) den Motorschub stoppen kann. Positiver Nebeneffekt: Training der Arme und Beine durch fehlende Servo- Bremsunterstützung.
Dieser Artikel ist einfach nur schlecht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Observer 19.03.2014, 20:16
7. Es ist nicht überraschend,

dass die amerikanische Politik dem Autobauer GM entgegenkommt und sich vor den Karren dieser Anti-Kampagne spannen lässt. Zum einen ist der Staat immer noch an GM beteiligt und zum anderen werden die Wahlkampfkosten einiger hirnloser Abgeordneter und Mandatsträger (wozu auch die Jurisdiktion gehört) von eben dieser US Automobilindustrie finanziert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
panzertom 19.03.2014, 20:50
8. Richtig drauftreten!

Unter Fachleuten ist es unstrittig, dass man jedes Auto, auch wenn es mit Vollgas beschleunigt, mit einem beherzten Tritt auf die Bremse zum Stehen bringt. In diesem Sinne landet die Verantwortung am Ende immer beim Fahrer - egal was das Gaspedal veranstaltet. Aber es gibt erstaunlich viele Autofahrer, auch hierzulande, die sich nicht trauen, richtig fest draufzutreten!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Weißlicht 19.03.2014, 22:04
9.

Zitat von master2010
Unfall aufgrund eines klemmenden Gaspedals? Selbst KFZ Lehrlinge im 2. Lehrjahr wissen, dass bei Autos mit E-Gas das Signal Motorschub aus kommt, wenn die Bremse und Gaspedal gleichzeitig getreten werden (Ausnahme Launch Control). Gerüchte besagen auch, dass das Zurückdrehen des Zündschlüssels (gegen den Uhrzeigersinn) den Motorschub stoppen kann. Positiver Nebeneffekt: Training der Arme und Beine durch fehlende Servo- Bremsunterstützung. Dieser Artikel ist einfach nur schlecht!
So einfach ist das nicht.
Die Diskussion damals hatte doch ergeben, dass viele Autohersteller (zumindest in den USA) folgenden dort an den vielen 90°-Abzweigungen beliebten Fahrstil unterstützen: Vor dem Abbiegen Gas halten und kräftig mit links die Bremse betätigen. Der Wagen wird langsamer und schaltet herunter. Abbiegen und die Bremse loslassen. Der Wagen beschleunigt zügig wieder auf die gewünschte Geschwindigkeit.
Damit das Fahrzeug das ohne Beschädigung durchhält, sollte es über eine gewisse Robustheit verfügen, sonst verzieht sich das Fahrwerk.

Zündschlüssel herumdrehen ging nicht. Das Zündschloss ist elektronisch und akzeptiert das nicht. Ebenso kein Gang-Herausnehmen. Man muss den Start/Stop-Knopf länger als 5 Sekunden gedrückt halten. Die Fahrer wussten das offenbar nicht.

Der Artikel ist trotzdem seltsam. Ich meine auch, dass fast alle Fälle so gelöst worden waren, dass die Fahrer entweder selbst schuld waren oder es sich um Betrugsversuche handelte. Lediglich bei einer geringen Anzahl gab es verklemmte Fußmatten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren