Forum: Wirtschaft
Gefährliche Chemikalien: Deutlich weniger Superschadstoffe in Textilien
REUTERS

Der Einsatz von hochgiftigen, teils krebserregenden Chemikalien in der Textilproduktion ist deutlich gesunken - nicht zuletzt dank einer jahrelangen Kampagne der Umweltorganisation Greenpeace.

rene.macon 12.07.2018, 07:35
1. Hat mal jemand recherchiert, wie gefährlich diese...

elf "chemische Superschadstoffe" tatsächlich sind? In den Mengen, in denen Sie beim Endverbraucher landen? Was sagt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit dazu?

Wenn diese "Superschadstoffe" tatsächlich so gefährlich sind, sollte es ein Gesetz geben, das die Richtwerte festlegt. Warum es das nicht gibt, wäre auch eine Fragestellung, der man einmal journalistisch nachgehen sollte. Journalismus sollte mehr sein, als die Weitergabe von Pressemitteilungen...

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max-mustermann 12.07.2018, 07:56
2.

"Sie müsse für einen radikalen Wandel sorgen, indem sie statt immer kurzlebigerer Kollektionen qualitativ bessere, haltbarere und vielseitigere Kleidung herstelle."

Das ist ja so als ob sie von der Industrie verlangen würden Produkte ohne geplante Obsoleszenz zu produzieren oder Elektroartikel mit austauschbaren Akkus. Träumt mal schön weiter, its kapitalism stupid !

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hardy.stiefel 12.07.2018, 08:30
3. Ich sehe ein Problem

in der Analyse und dem Bericht dahingehend, dass zwar mit feinsten Methoden diese Stoffe in den Textilien aufgespürt und nachgewiesen wurden. Aber mich treibt die Frage um, was und wieviel dieser Chemikalien am Ende der Nutzung noch in den Textilien sind oder wieviele davon in der Wäsche landeten. Kurz, es wurden zwar Chemikalien gefunden und die Gefährlichkeit beschrieben, es wird aber nichts über die Auswirkung im Laufe der Nutzung geschrieben. Ich vermute, dass über 90% aller wasserunlöslichen Chemikalien noch in den Textilien am Nutzungsende sind. Bei wasserlöslichen Chemikalien vielleicht weniger, da diese in der Trommel ausgewaschen werden. Kurz, die Menge der Chemikalien sagt nichts über Gefährlichkeit, aber schon gar nichts darüber, was davon produktionstechnisch notwendig ist.

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schumbitrus 12.07.2018, 08:50
4.

Zitat von rene.macon
elf "chemische Superschadstoffe" tatsächlich sind? In den Mengen, in denen Sie beim Endverbraucher landen? Was sagt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit dazu? Wenn diese "Superschadstoffe" tatsächlich .......
Es ging gerade nicht nur darum, die Endverbraucher zu schützen, sondern auch die Vergiftung und Tötung der Produktionsmitarbeiter in den Hersteller-Ländern zu reduzieren.

"Tatsächlich so gefährlich"? Ja - und wie gesagt: Für diejenigen, die die Gifte in Kilo- und Liter-Maßstäben - i.d.R. nicht geschützt von Deutschen/Europäischen Arbeitssicherheits-Gesetzen und -richtlinien und oft ohne Kenntnis der Gefahren für die eigene Gesundheit - auf die Klamotten kippen, eben auch in überschaubaren Zeiträumen "Gesundheits-verändernd" bis tödlich: Wo bei uns Produkte mit Milligramm-Mengen zu recht aus dem Verkehr gezogen werden um den Verbraucher zu schützen, da mussten man bei der Massen-Herstellung Kilos von dem Zeug in die Bottiche. Dass das bei Billiglöhnen, Akkordarbeit, Kinderarbeit und mangelhafter Aufsicht der bekannten Modemarken sachkundig und Menschenleben-schonend durchgeführt kann man a priori eben knicken.
Da muss das Abrauchen der teuer aufgebauten und in die Hirne der Konsumenten gepressten Marke, also der Verlust von Investments und zukünftiger Profite drohen, damit die anfangen, ihre Prozess-Ketten Menschenfreundlicher zu gestalten - wie Greenpeace es offenbar für uns alle getriggert hat.

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quark2@mailinator.com 12.07.2018, 10:52
5.

Denk ich an Greenpeace, denke ich an Kriminalität, wie zuletzt in Berlin, wo jede Menge Autofahrer entweder Crash oder zumindest Verschmutzung in Kauf nehmen mußten, weil diese Organisation einfach Unmengen Farbe auf die Fahrbahn schütten mußte. Der Zweck heiligt nicht die Mittel und es sollte sich für die Medien verbieten, positive Berichte über eine Organisation zu verbreiten, die über Jahrzehnte immer wieder vorsätzlich gegen Gesetze verstößt. Der Artikel läßt auch jeden Beweis vermissen, daß die Änderungen in der Textilindustrie wirklich nennenswert von Greenpeace getrieben wurden. Nur weil die Organisation das selbst behauptet, ist es nicht wahr. Der Artikel liefert auch keinen Hinweis darauf, was nun statt dessen eingesetzt wird, denn die Stoffe bestehen ja nicht plötzlich aus Luft und Wasser.

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schumbitrus 12.07.2018, 11:30
6.

Zitat von quark2@mailinator.com
Denk ich an Greenpeace, denke ich an Kriminalität, wie zuletzt in Berlin, wo jede Menge Autofahrer entweder Crash oder zumindest Verschmutzung in Kauf nehmen mußten, weil diese Organisation einfach Unmengen Farbe auf die Fahrbahn schütten mußte. [..]
Da liegen Sie ja gerade 100% falsch - aber das wissen Sie und behaupten kess das Gegenteil.

Aber ein ideologisch verbranntes Hirn kann eben wahr und falsch, gut und böse oder auch "nachhaltig" nicht von "selbst-tötendem Lemming-Verhalten" unterscheiden und so bringen Sie sich und ihre Mitmenschen lieber mit CO2 um, als die Realität des Klimawandels und der Notwendigkeit robuster aber zukunftssichernder Maßnahmen auch zu Ihrer Wahrheit zu machen!

Das Problem ist an Leuten wie Ihnen, den Seehofers, Höckes, Trumps und den anderen realitätsverweigernden Verschwörungstheoretikern ("es gibt keinen Menschen gemachten Klimawandel", "'Westen' gut - 'Osten' böse" - egal wie viele Menschen der 'Westen' illegal und UNO-Gewaltverbotswidrig umbringt bzw. vom Mittelmeer umbringen lässt ..): Leute wie Sie und die genannten haben den Anspruch, mit Ihrem offenkundigen Irrsinn auch andere mit in den Abgrund ziehen zu wollen. Sie wollen recht bekommen und dann, gemeinsam mit denen, die ihnen recht geben, im Abgrund versinken. Davor muss sich eine rechtsstaatliche Gesellschaft, wie sie bei uns trotz der ganzen Terror-Gesetze noch rudimentär existiert, lernen schützen - denn genau wie Anfang des 20. Jahrunderts kennen wir die Realität und wir wissen, dass die Lösung komplexer ist, als es die ideologisch verbrannten und nur noch eindimensional agitierenden Hirne diktieren wollen, die Greenpeace oder andere, nachhaltig agierende Organisationen, als kriminell diffamieren wollen: Die Kriminellen, die uns tatsächlich umbringen, tragen schwarze Anzüge und schwarz-blau-braune Parteibücher - und wollen hinterher von den Toten nichts gewusst oder die Verantwortung nicht gehabt haben. Warum fällt mir gerade Seehofers menschenverachtender 69/69-1 - Vergleich ein, der so unverschämt an Zeiten erinnert, als ganze polnische Stadtviertel größten politischen Führern zum Geschenk gemacht wurden.

Wir leben echt in verwirrenden Zeiten - und Sie scheinen denen schon zum Opfer gefallen zu sein ..

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vitalik 12.07.2018, 12:08
7.

Zitat von schumbitrus
Da liegen Sie ja gerade 100% falsch - aber das wissen Sie und behaupten kess das Gegenteil. Aber ein ideologisch verbranntes Hirn kann eben wahr und falsch, gut und böse oder auch "nachhaltig" nicht von "selbst-tötendem Lemming-Verhalten" unterscheiden und so bringen Sie sich und ihre Mitmenschen lieber mit CO2 um, als die Realität des Klimawandels und der Notwendigkeit robuster aber zukunftssichernder Maßnahmen auch zu Ihrer Wahrheit zu machen! Das Problem ist an Leuten wie Ihnen, den Seehofers, Höckes, Trumps und den anderen realitätsverweigernden Verschwörungstheoretikern ("es gibt keinen Menschen gemachten Klimawandel", "'Westen' gut - 'Osten' böse" - egal wie viele Menschen der 'Westen' illegal und UNO-Gewaltverbotswidrig umbringt bzw. vom Mittelmeer umbringen lässt ..): Leute wie Sie und die genannten haben den Anspruch, mit Ihrem offenkundigen Irrsinn auch andere mit in den Abgrund ziehen zu wollen. Sie wollen recht bekommen und dann, gemeinsam mit denen, die ihnen recht geben, im Abgrund versinken. Davor muss sich eine rechtsstaatliche Gesellschaft, wie sie bei uns trotz der ganzen Terror-Gesetze noch rudimentär existiert, lernen schützen - denn genau wie Anfang des 20. Jahrunderts kennen wir die Realität und wir wissen, dass die Lösung komplexer ist, als es die ideologisch verbrannten und nur noch eindimensional agitierenden Hirne diktieren wollen, die Greenpeace oder andere, nachhaltig agierende Organisationen, als kriminell diffamieren wollen: Die Kriminellen, die uns tatsächlich umbringen, tragen schwarze Anzüge und schwarz-blau-braune Parteibücher - und wollen hinterher von den Toten nichts gewusst oder die Verantwortung nicht gehabt haben. Warum fällt mir gerade Seehofers menschenverachtender 69/69-1 - Vergleich ein, der so unverschämt an Zeiten erinnert, als ganze polnische Stadtviertel größten politischen Führern zum Geschenk gemacht wurden. Wir leben echt in verwirrenden Zeiten - und Sie scheinen denen schon zum Opfer gefallen zu sein ..
Interessant, dass Sie Menschen mit einer anderen Meinung persönlich angreifen müssen, um Ihre Argumente einzubringen. ich bin mir sicher, dass es auch anders geht.
Übriges, die Aktion mit der Farbe war strafbar, unabhängig davon, ob es hehre Ziele verfolgte. Genauso die Aktion mit der Drone, die in ein AKW gesteuert wurde. Es ist halt traurig, dass man zu Straftaten zurückgreifen muss, um die Aufmerksamkeit der Medien zu erhaschen.

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rene.macon 12.07.2018, 13:21
8.

Zitat von schumbitrus
"Tatsächlich so gefährlich"? Ja - und wie gesagt: Für diejenigen, die die Gifte in Kilo- und Liter-Maßstäben - i.d.R. nicht geschützt von Deutschen/Europäischen Arbeitssicherheits-Gesetzen und -richtlinien und oft ohne Kenntnis der Gefahren für die eigene Gesundheit - auf die Klamotten kippen, eben auch in überschaubaren Zeiträumen "Gesundheits-verändernd" bis tödlich:"
Ebendas hätte journalistisch überprüft werden müssen. Greenpeace ist dafür bekannt, dass es gerne schon mal viel behauptet, wenn es damit in die Medien kommt und so sein Spendenaufkommen vergrößern kann.

Beim Spiegel herrscht immer noch die Meinung vor, das Pressemitteilungen von NGOs nur objektive Tatsachen enthalten und sich deshalb ein Faktencheck erübrigt.

Ich habe auch nicht das Gefühl, dass Greenpeace für mich irgendetwas "triggern" muss. Ebenso glaube ich nicht, dass es den Textilarbeitern in Entwicklungsländern besser geht, wenn wir unsere Nachfrage nach Textilien von dort reduzieren. Dann verlieren sie doch ihre Arbeitsplätze oder?

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Spiegelleserin57 13.07.2018, 07:58
9. Wer erkennen will wie viel Chemie ...

Zitat von schumbitrus
Es ging gerade nicht nur darum, die Endverbraucher zu schützen, sondern auch die Vergiftung und Tötung der Produktionsmitarbeiter in den Hersteller-Ländern zu reduzieren. "Tatsächlich so gefährlich"? Ja - und wie gesagt: Für diejenigen, die die Gifte in Kilo- und Liter-Maßstäben - i.d.R. nicht geschützt von Deutschen/Europäischen Arbeitssicherheits-Gesetzen und -richtlinien und oft ohne Kenntnis der Gefahren für die eigene Gesundheit - auf die Klamotten kippen, eben auch in überschaubaren Zeiträumen "Gesundheits-verändernd" bis tödlich: Wo bei uns Produkte mit Milligramm-Mengen zu recht aus dem Verkehr gezogen werden um den Verbraucher zu schützen, da mussten man bei der Massen-Herstellung Kilos von dem Zeug in die Bottiche. Dass das bei Billiglöhnen, Akkordarbeit, Kinderarbeit und mangelhafter Aufsicht der bekannten Modemarken sachkundig und Menschenleben-schonend durchgeführt kann man a priori eben knicken. Da muss das Abrauchen der teuer aufgebauten und in die Hirne der Konsumenten gepressten Marke, also der Verlust von Investments und zukünftiger Profite drohen, damit die anfangen, ihre Prozess-Ketten Menschenfreundlicher zu gestalten - wie Greenpeace es offenbar für uns alle getriggert hat.
In den Textilien verbleibt muss nur Mal riechen wenn er die Verpackungen öffnet oder diese Geschäfte betritt.
Dazu bedarf keiner aufwendigen Analysen um das als Kunde zu bemerken.
Scheinbar ist dies aber der Masse der Kunden egal weil nicht sichtbar, Hauptsache trendig!

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