Forum: Wirtschaft
Geldanlage per Oldtimer: Mit Ente und Pagode zum Erfolg
Mad Dabelstein

Nichts geht über Stahl und Chrom: Mit historischen Automobilien ließen sich in der Vergangenheit beispiellose Wertzuwächse erzielen. Jetzt belagert eine neue Klientel die Oldtimerhändler. Renditehungrige Privatanleger mischen sich unter die verschrobenen Bastlertypen.

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kantundco 08.05.2012, 06:33
1. Wer sich mit langfristigen Wirtschaftszyklen beschäftigt...

... muss erkennen, dass jetzt definitiv der schlechteste Zeitpunkt ist, sich Oldtimer oder Kunst als Geldanlage anzuschaffen. Der Markt wird grausam abstürzen. Dann gibt es wieder die Schnäppchen. Allerdings: als Hobby sind individuelle Oldtimer und Klassiker wesentlich schöner als die bunten Papierschnitzel, die jährlich ihren Wert verlieren. Rendite bringen Oldtimer aber genauso wenig wie Gold.

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super_nanny 08.05.2012, 06:39
2.

Zitat von sysop
So hat der Oldtimer-Index, der rund 90 historische Fahrzeugmodelle umfasst, in den vergangenen zehn Jahren nahezu alle Aktienindizes geschlagen
Tja, blöd wer seine alten Wagen gegen Gebühr zum Schrott bringt. Einfach 40 Jahre auf einem öffentlichem Parkplatz stehen lassen und es gibt eine prima Rente für umsonst.

Aktienindizes enthalten i.d.R. die umsatzstärksten Aktien einer Kategorie und stehen daher mehr oder weniger repräsentativ für alle Aktien. Ich bezweifle irgendwie, dass das entsprechend auch für den Oldtimer-Index gilt.

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jagelsonn 08.05.2012, 06:59
3. Ob das Investment..

Zitat von sysop
Nichts geht über Stahl und Chrom: Mit historischen Automobilien ließen sich in der Vergangenheit beispiellose Wertzuwächse erzielen. Jetzt belagert eine neue Klientel die Oldtimerhändler. Renditehungrige Privatanleger mischen sich unter die verschrobenen Bastlertypen.
Tatsächlich werthaltig ist oder nicht, stellt sich manchmal erst zu spät heraus.
So wie z.B. hier:

Ferrari 512BB von Thiesen, “Sold on 11.11.2011″

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Pedder 08.05.2012, 07:03
4. Genau da liegt der Denkfehler ...

dieses Artikels :

Zitat von
Den momentanen Wert seiner Pagode schätzt der Reeder auf 120.000 Euro - keine schlechte Rendite nach nur einem Jahr.
Ich schätze, daß er erst einmal einen Käufer für einen W113 mit diesem Preis finden muß - erst dann ist es eine gute Rendite, bis dahin war es Wunschdenken.

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MrStoneStupid 08.05.2012, 07:10
5. Wann platzt diese Blase?

Die Frage ist nicht ob, sondern: wann? Für 120.000 Euro kriegt man derzeit ca. 3 kg Feingold und jetzt ratet mal, was praktischer ist und in Zukunft (vermutlich) mehr wert sein wird. Gibt es mehr Schrott oder mehr Gold? Ein Oldtimer ist was für Liebhaber, nichts für Anleger. Gleiches gilt übrigens für überteuerte Bilder (Zum Schreien teuer) - was ist mehr wert: ein kleines Bild oder über 2 Tonnen Gold? (imho)

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doc.nemo 08.05.2012, 07:27
6. Ans Tageslicht nur zur Versteigerung?

Die Gier nach Rendite kennt weder Grenzen noch Anstand. So, wie viele der schönsten Kunstwerke der Welt in Banksafes verschwinden, werden wohl bald viele der schönsten Oldtimer in gesicherten und bewachten Luxusgaragen enden und nur zu Versteigerungen das Tageslicht erblicken.

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michaelXXLF 08.05.2012, 07:28
7.

50 Autos 5 bis 10 Jahre in eine Halle stellen und dann verkaufen? Ob das so eine schlaue Idee ist?
Autos werden vom stehen bekanntlich nicht besser, Schläuche werden porös, Bremsschläuche quellen zu, Reifen stehen sich platt, Ventilfedern werden komprimiert. In den Auspuff und in mindestens zwei Zylinder dringt von außen Feuchtigkeit ein und die Karosserie wird anfangen zu rosten - wenn die Halle nicht vollklimatisiert ist. Es ist schon recht aufwendig *ein* Auto über längere Zeit vernünftig zu konservieren.

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pepito_sbazzeguti 08.05.2012, 07:35
8. Bastler

Leute, die ein solides Auto erhalten, sind in Ihren Augen verschrobene Bastlertypen? Oder haben diese Leute einfach keine Lust, sich in eine hässliche Plastikkiste mit 500 überflüssigen, elektronischen Helferlein zu setzen?

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frutsch 08.05.2012, 07:54
9. Der Wert einer Anlage zeigt sich erst, wenn man sie wieder zu Geld macht.

Schön, Spekulanten haben wieder ein neues Objekt gefunden, den Oldtimer. Die "Werte" stiegen in den letzten Jahren drastisch und waren vom Markt abgekoppelt. Schön und gut.

Trotzdem wurde ich beim Lesen des Artikels den Eindruck nicht los, dass hier eine neue Blase entsteht. So lange immer neue Leute auf den Zug aufspringen, funktioniert das auch. Irgendwann aber werden sich die Investoren der harten Realität gegenüber sehen. Wohl dem, der seine Anlage noch rechtzeitig verkaufte.

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