Forum: Wirtschaft
Geldanlage: Wie sich Finanzberater auf Studenten stürzen

Studenten haben nur wenig Geld, trotzdem sind*sie*die Lieblingszielgruppe von Finanzberatern. Direkt vor den Universitäten werden potentielle Kunden abgefangen und mit teuren Werbebroschüren umgarnt. Allerdings ist nicht jeder Jungakademiker*gleich viel wert.

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janne2109 28.05.2011, 10:59
1. gute Zeiten

Demnach leben wir doch in guten Zeiten, wenn man seinen Neigungen nach den Job aussuchen kann.


Die Zeiten, in denen "Karriere machen" bedeutete, ein Leben lang bei einem Arbeitgeber die Hierarchieleiter emporzuklimmen, sind vorbei. Die Spitzenakademiker von heute suchen in ihrer Arbeit in erster Linie nach persönlicher Erfüllung.

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mayer60 28.05.2011, 11:22
2. MLP Drückerkolonnen

So einer Drückerin von MLP bin ich auch schon in der Mensa begegnet. Die Begegnung mit mir dürfte ihr wenig Freunde bereitet haben.

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einfahrt 28.05.2011, 11:57
3. Selber informieren

Ich kann nur jedem empfehlen, sich mit dem Thema Finanzen, Altersversorgung und Co. selbst auseinander zu setzen und nicht auf irgendwelche Empfehlungen von Strukturvertrieblern zu hören. Hab die ganze Bandbreite selbst an der Uni mitgemacht. Erst werden hier mittelmäßige Seminare, Feiern oder Fahrten gesponsert, im Gegenzug musst du deine Adresse rausrücken und dann bist du im Netz von MLP & Co. Die Jungs dort leben von der Provision der verkauften Produkte, was dies für die oft gepriesene Unabhängigkeit der Beratung bedeutet, kann sich jeder ausmahlen. Ich sage nur Kapitallebensversicherung als Student. Empfehlung des damaligen Beraters, braucht man unbedingt (besonders wenn man jung ist und keine Familie abzusichern hat) Lustig auch das jedem, den ich kenne genau die gleichen Versicherungen angeboten wurden. Soviel zum Thema individuelle Beratung… Fazit: Selbst informieren und nicht auf die blumigen Versprechungen von sog. Berater hören. Ach ja, wenn man die Produkte nicht versteht, Finger weg davon.

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tz88ww 28.05.2011, 12:13
4. Traurig

Zitat von mayer60
So einer Drückerin von MLP bin ich auch schon in der Mensa begegnet. Die Begegnung mit mir dürfte ihr wenig Freunde bereitet haben.
..wenn Leute Wirtschaft studieren und sich dann von irgendwelchen http://www.finanzparasiten.de/ die Kohle aus der Tasche ziehen lassen.

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husthust 28.05.2011, 12:19
5. MLP kommt mir bekannt vor

An alle Erstsemester, seit vorsichtig, macht euch selber erstmal schlau über die finanzen bevor ihr auf solche seminare geht.

Mich wollte auch ein Informatiker berater beraten und bewerbungsunterlagen ausarbeiten. wurde aber gott sei dank schon von älteren semestern gewarnt die das mit gemacht haben. sinnlose veranstaltung.

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catcargerry 28.05.2011, 12:21
6. Mlp

Da dieses Unternehmen mehrfach genannt wurde, meine Erfahrung damit: Ich bin vor 30 Jahren, als sie sich noch auf Mediziner beschränkten, gezielt dorthin gegangen. Ich wollte in die Selbstständigkeit und habe dort das entsprechende Beratungs-Know-How vermutet und gefunden. Mein eigener Berater wurde in der Zeit zweimal gewechselt und weitere habe ich über Mandanten kennen gelernt. Ich kann mit anderen Strukturvertrieben und regionalen Versicherungsmaklern vergleichen. Die Beratung war immer eher High End und nur von einigen engagierten lokalen Maklern ähnlich gut, jedoch von keinem anderen Strukki. Gerade unter dem Gesichtspunkt, dass sie alle von Provisionen leben, bleibt das für mich erste Wahl. Auch Entwicklungen, die ich wegen Abhängigkeiten für bedenklich hielt, wurden in den letzten Jahren wieder zurück gefahren.

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dent42 28.05.2011, 12:37
7. re

Zitat von einfahrt
Ich kann nur jedem empfehlen, sich mit dem Thema Finanzen, Altersversorgung und Co. selbst auseinander zu setzen und nicht auf irgendwelche Empfehlungen von Strukturvertrieblern zu hören. Hab die ganze Bandbreite selbst an der Uni mitgemacht. Erst werden hier mittelmäßige Seminare, Feiern oder Fahrten gesponsert, im Gegenzug musst du deine Adresse rausrücken und dann bist du im Netz von MLP & Co. Die Jungs dort leben von der Provision der verkauften Produkte, was dies für die oft gepriesene Unabhängigkeit der Beratung bedeutet, kann sich jeder ausmahlen. Ich sage nur Kapitallebensversicherung als Student. Empfehlung des damaligen Beraters, braucht man unbedingt (besonders wenn man jung ist und keine Familie abzusichern hat) Lustig auch das jedem, den ich kenne genau die gleichen Versicherungen angeboten wurden. Soviel zum Thema individuelle Beratung… Fazit: Selbst informieren und nicht auf die blumigen Versprechungen von sog. Berater hören. Ach ja, wenn man die Produkte nicht versteht, Finger weg davon.
Jeder der Versicherungen verkauft lebt von der Provision, wenn aber diese bei allen Versicherern gleich ist und so ist das bei seriösen Maklern, ist das ein Zeichen von Unabhängigkeit.
Grundsätzlich ist auch MLP kein unseriöses Unternehmen, die Beratung dort ist einfach nur schlecht und ich kann voraussagen welche Versicherungen dort empfohlen werden...eine BU ist allerdings wirklich nützlich.
Sich selber mit dem Thema auseinandersetzen ist wichtig, aber man sollte sich trotzdem immer seriös und unabhängig beraten lassen, gibt ja da draussen noch mehr als Strukturvertriebe und Studentenfänger. Wenn sie nach einer ausführlichen Beratung nix verstanden haben, wechseln sie den Makler.

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pong89 28.05.2011, 12:47
8. Mlp

Ich gehöre laut Artikel zur Zielgruppe von MLP und war vor einigen Wochen auch bei einem kostenlosen Bewerbungstraining von MLP. Das ganze war auf 2 h angesetzt. Obwohl der Berater dass bei der Terminvereinbarung nicht erwähnt hat, war mir klar, dass er nicht nur mir ein Bewerbungstraining spendieren will, sondern mich auch über die MLP-Produkte informieren möchte. Nach 90 Minuten Bewerbungstraining, (das für mich nur mäßig erhellend war) hat er dann "geschickt" auf meine Zukunftspläne übergeleitet und die MLP-Produkte ins Spiel gebracht. Es ging vor allem um eine Berufsunfähigkeitsversichrung. Allerdings hatte ich seit mehreren Jahre eine und habe ihn mit seinen Argumenten dann bestimmt, aber freundlich auflaufen lassen. Insgesamt kann man sagen, das der Berater erfreulich unaufdringlich war.
Fazit: für jemanden, der noch wenig Ahnung von Bewerbungen hat und der gleichzeitig nicht leicht allzu zu beeinflussen ist, kann man solch ein Bewerbungstraining durchaus empfehlen.

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Martin Steffen 28.05.2011, 13:15
9. Mlp

Zitat von catcargerry
Da dieses Unternehmen mehrfach genannt wurde, meine Erfahrung damit: Ich bin vor 30 Jahren, als sie sich noch auf Mediziner beschränkten, gezielt dorthin gegangen. Ich wollte in die Selbstständigkeit und habe dort das entsprechende Beratungs-Know-How vermutet und gefunden. Mein eigener Berater wurde in der Zeit zweimal gewechselt und weitere habe ich über Mandanten kennen gelernt. Ich kann mit anderen Strukturvertrieben und regionalen Versicherungsmaklern vergleichen. Die Beratung war immer eher High End und nur von einigen engagierten lokalen Maklern ähnlich gut, jedoch von keinem anderen Strukki. Gerade unter dem Gesichtspunkt, dass sie alle von Provisionen leben, bleibt das für mich erste Wahl. Auch Entwicklungen, die ich wegen Abhängigkeiten für bedenklich hielt, wurden in den letzten Jahren wieder zurück gefahren.
Meine Erfahrungen (als mein Studium sich zu Ende neigte): Ich bin einmal in einer der Beratungstermine gegangen, schlicht aus Eigennutz und zur Information, z.b., sie nehmen speziell junge Akademiker etc. ins Visier, die Krankenversicherungsmaessig als weniger Kosten verursachend gelten als der Durchschnitt, vielleicht haetten sie ein Angebot was sich lohnt. Einfach mal hoeren, dachte ich mir.

Das Thema des Gespraechs war aber eine "Meine Globale Lebenplanung innerhalp MLP", d.h., explizit wollte der Berater nicht nur dass ich vielleicht ein fuer mich profitables finanz/versicherungsprodukt wahrnehme, ich sollte alle finanzinzellen Dinge ihm/MLP ueberlassen (angefangen vom Girokonto, der Krankenversichung etc, er legt das Geld dann an und waehlt die Krankenversicherung, spaeter Aktienpaket, Immobilie, weiss der Geier. Wenn ich Kunde werde, entweder ganz oder gar nicht und dann
bekomme ich "Rundum-Service"
("ganzheitlich" sozusagen ...) und deswegen sollte ich meine amateurhaften Finanz/versicherungsbemuehem am besten ihm ueberlassen, dann brauche ich mich auch nicht mehr drum kuemmern. Natuerlich ist es verlockend, jemand anderes sein finanzielles Leben ("professionell" wie er meinte) managen zu lassen. Mir war die Vorstellung gruselig, und habe das auch offen gesagt: ich wuerde nicht alle Eier in einen Korb legen wollen, d.h., ich wuerde mich unwohl fuehlen wenn ich
"auf Gedeih und Verderb" in MLPs/seinen Haenden waere. Als Reaktion kam, dass "Vertrauen in finanziellen Dingen zentral sei, er baue immer auf das Vertrauen seiner Kunden blabla". Er hat dann geradehaus gefragt, ob ich ihm vertraue, ja oder nein? Naja, und da das eine direkte Frage war, habe ich direkt gesagt: Nein, zumindest nicht soweit, dass ich nach einer Stunde mein finanzielles Leben anvertrauen. Die Geschaeftsgespraech war dann auch schnell zu Ende :-)

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