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Geldanlage: Wie Sie vom Wandel der Weltwirtschaft profitieren
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Die Kräfteverhältnisse in der Weltwirtschaft ändern sich, und damit die Aktienmärkte. Warum Sie nicht mehr allzu sehr auf deutsche Firmen setzen sollten - einige grundlegende Hinweise.

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dasmagazin2017 08.09.2018, 08:30
1. Zum Teil großer Unsinn!

Richtig draufzahlen werden diejenigen, die auf Einzelaktien gesetzt haben? So ein Quatsch. Mit Daimler erzielt man allein durch Dividenden über 6% jährliche Rendite und Daimler wird nie in der Bedeutungslosigkeit verschwinden oder pleite gehen. Das gilt auch für die Deutsche Bank. Wenn die es -wider Erwarten- nicht irgendwann alleine schafft, dann wird sie geschluckt, was den Kurs nach oben treiben wird. Und wer auf Apple oder SAP gesetzt hat, steht auch besser da als mit irgendeinem ETF. Stockpicking ist nur mühsam, lohnt aber. Zu Verteufeln gibt es da nichts.

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Objectives 08.09.2018, 08:34
2. Meide den Heimatmarkt

Eine gute und wichtige Empfehlung. Ich verfolge dieses Credo schon seit Jahren und verzichte weitestgehend auf sämtliche deutsche Aktien. Ich würde aber sogar noch einen Schritt weitergehen und diese Aussage beinahe auf den gesamten europäischen Kontinent ausweiten. Ansonsten gilt weiterhin der Grundsatz: Minimiere zuerst die Kosten. Am günstigsten fährt man mit einer Einzelaktien Strategie, da hier keine laufenden Kosten anfallen. Für diese braucht man aber auch die größte Expertise und die meiste Zeit. Für alle die beides nicht haben, sind passiv gemanagte ETFs nahezu perfekt. Beaonderns Themen ETFs sind einen Blick wert (z.B. Automatisierung, Robotik, Gesundheitspflege, Digitalisierung, Demographie, etc.), häufig von den laufenden Kosten aber auch etwas teuer, im Vergleich zu einem Standard ETF auf den MSCI World. Jeder, der noch Zeit bis zum Ruhestand hat, sollte sich aber damit beschäftigen.

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Darwins Affe 08.09.2018, 08:42
3. Nicht so einfach

1) Herr Tenhagen hat völlig recht, sich vom DAX fernzuhalten: 2/3 sind Banken, Versorger und Autowerte, deren Zukunft allesamt nicht gerade rosig aussieht.
2) Leider hat sich seit dem Jahr 2000 der Stoxx Europe 600 auch nicht besser als der DAX entwickelt. Wenn man in Europa bleiben will, sollte man mal den rasanten Kursverlauf von MDAX und TechDAX ansehen.
3) Zurzeit chinesische Aktien zu empfehlen, finde ich fast schon sträflich: Der SZSE Component (der Hauptindex Chinas) hat sich seit 2015 halbiert und allein schon 2018 über 20% an Wert verloren.
4) Der MSCI World hat in 10 Jahren immerhin 65% gewonnen, der amerikanische S&P aber 130% und der Nasdaq gar 320%.

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hpampel 08.09.2018, 08:55
4. Sehe ich ganz anders

Es ist eine Art Staatsräson die Wirtschaft durch die Politik zu unterstützen. Und wenn die Gewinne, und nur darum geht es, ausbleiben, dann gibt es Zwangsmaßnahmen gegen die Arbeitnehmer in Deutschland. Das war schon Anfang der 8ziger und bei der Agenda2010 so. Genau aus diesem Grunde haben wir ein 20 Jahre altes Lohnniveau. Wer in Deutschland sein Glück als AN sucht, dem ist nicht mehr zu helfen.

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ac farmer 08.09.2018, 09:28
5. Sehr vernünftig

... aber nicht besonders spannend. Mit einzelnen Aktien ist der Blick in's Depot ein bißchen wie ein Krimi. Macht Spaß!

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rurei 08.09.2018, 09:42
6. Das asiatische Jahrhundert beginnt:

Nirgendwo auf der Welt forschen so viele gute Köpfe wie in China und die chinesische Wirtschaft ist purer Kapitalismus.
Schon Obama:
Bringen wir es mal auf den Punkt (Obama und Asien/pazifischer Raum googeln):
"17.11.2011
Obamas Asien-Strategie
Amerika startet das Projekt Pazifik
Es ist eine klare Botschaft an Peking: Die USA verstärken ihre Präsenz im asiatisch-pazifischen Raum - wirtschaftlich wie militärisch. Nach Australien entsendet Präsident Obama sogar Elitetruppen. Damit verschieben sich die weltweiten Gewichte: Europa ist als Handelspartner nur noch zweite Wahl."
und so weiter ...
Das war Obama, nur ohne es klar auszusprechen wie Trump. Was ist besser?
Chja, nach chinesischer Selbstisolation unter den Kaisern, der Kolonialisierung und dem Kommunismus: Jetzt beginnt das asiatische Jahrhundert; so ist Trump kein Globalisierungsgegner. Auch Trump will, nach den aktuellen Scharmützeln, mit China und Asien allgemein, eine "faire Basis" arrangieren. Es wird so kommen.
Europa ist im Zenit oder besser gerade drüber. Nach den Zenit geht es bergab, das ist so mit dem Zenit. Europa soll zusammenstehen und sich auf seine Stärken besinnen? Nutzloses Politiker Geschwafel, sie überschätzen sich total.

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Kekser 08.09.2018, 10:12
7. Kapitalmaßnahmen

verwässern den Kurs. Dass die beiden Großbanken sich auf Talfahrt befanden ist eine Sache. Man darf allerdings bei der reinen Kursbetrachtung nicht vergessen, dass die Ausgabe neuer Aktien den Kurs sinken lässt. Commerzbank emittierte 2015 und Deutsche Bank 2017 neue Aktien. Von Kursrutschen auf 8 Euro und unter 10 Euro zu sprechen ohne die Gesamtschau darzustellen ist nicht seriös.

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nadelstich 08.09.2018, 10:23
8. #1

naja...
In SAP und Daimler zu gehen hat für mich nur begrenzt mit Stock picking zu tun.
Sowohl vom Value als auch vom Growth Aspekt her gibt es aktuell bessere Position.
Klar habe ich auch Positionen beim Daimler. Die sind aber schon über 10 Jahre alt.
Vor 5-6 Jahren habe ich erstmals in Wirecard investiert und bin quasi ausgelacht worden. Heute lacht keiner mehr...
Der Ehrlichkeit halber muss man aber sagen dass für jeden Breakout mindestens 4-5 Positionen gibt die rumdümpeln oder gar arg ins Minus gegangen sind.
Wer anderes behauptet lügt entweder oder er handelt allein auf Insiderbasis.

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pressionist reloaded 08.09.2018, 10:32
9. Naja Leute ...

... wer aus diesem kranken System noch mehr Gewinn ziehen will, ohne zu Arbeiten, der wird demnächst noch gewaltiger auf die Schn ... fliegen.

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