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Geldanlage: Wie Sie vom Wandel der Weltwirtschaft profitieren
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Die Kräfteverhältnisse in der Weltwirtschaft ändern sich, und damit die Aktienmärkte. Warum Sie nicht mehr allzu sehr auf deutsche Firmen setzen sollten - einige grundlegende Hinweise.

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querulant_99 08.09.2018, 10:55
10.

Deutschland lebt nur noch von der Substanz, die die durch die technische Spitzenleistung im vorigen Jahrhundert aufgebaut wurde.
Innovationen sind rar geworden Es wird nur noch produziert, was kurzfristige Gewinne verspricht. Die viel gepriesene Nachhaltigkeit bleibt auf der Strecke. Wie sollen auf dieser Basis Kursphantasien an der Börse entstehen?

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ayee 08.09.2018, 11:03
11. Grober Unfug

Zitat von dasmagazin2017
Daimler wird nie in der Bedeutungslosigkeit verschwinden oder pleite gehen.
Ich würde das als gewagte Prognose bezeichnen, angesichts des strategischen Harakiris deutscher Automobilkonzerne angesichts des abzusehenden Technologiewandels in ihrer Branche. Im Artikel steht, die größten 4 Banken weltweit sind chinesisch. Ich wage zu behaupten, dass das in 10 Jahren bei Automobilkonzernen genauso ist.

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ned divine 08.09.2018, 11:20
12. Unverantwortlich sind solche Pauschalaussagen

Das ist mit Vorsicht zu geniessen. Von wem ist Herr Tenhagen denn gekauft??
Krisen und Problemfirmen/ Aktien gab es immer, das gibts auch in anderen Ländern. Auf Aktien am Heimatmatkt zu setzen ist allemal empfehlenswerter als z. B. auf rumänische Fonds zu setzen. Viele osteuropäische Märkte sind sehr mit Vorsicht zu behandeln was Anlagestrategien anbetrifft.
Wer sich von teilweise mehr als 8 % Rendite locken lässt in solchen unsicheren Ländern wird bald sehen, was er davon hat.
In DE gibt es sicher kriselnde Aktien, VW oder Deutsche Bank z. B. Und wer die Nachrichten verfolgt, kennt die Ursachen.
80 % aber zum Beispiel Chemie, IT oder Pharmafirmen, um nur 3 Bereiche zu nennen sind seit Jahrzehnten eine relativ sichere Rendite Angelegenheit.
Immer schön langsam mit den Pauschalaussagen.

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dirk.resuehr 08.09.2018, 11:42
13. Der Klug... vom Dienst

meldet sich zu Wort und sondert Banalitäten ab. Zunächst die Frage:Wer bitte hat soviel Kohle, daß er sein Geld anlegen muß? Diese Zeitschrift meldet doch sonst immer, wie arm wir sind, Kinder sogar. Also ein Minderheiten "?roblem". Dann die berechtigte Frage, sind die, die besitzen von Haus aus blöd und brauchen Produktempfehlungen von Herrn Tenhagen? Hier sollten die Beziehungen einmal überprüft werden Übrigens die alte Bankenweisheit gilt noch:Auch Aktien unterliegen Marktschwankungen. Was empfahlen die Banken vor Jahrzehnten?
Wer hat, der sollte je 1/3 in Immobilien anlegen, eines in Gold, eines in Aktien, das reicht zur Diversifizierung und Rezessionsabsicherung.
Wer davon ausgeht, daß die nächste Krise kommt, sollte sich daran erinnern!

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PRAN1974 08.09.2018, 12:03
14.

Herr Tenhagen hat natürlich völlig Recht, vor einer Konzentration auf deutsche Aktien zu warnen. Wer nicht hinter dem Mond lebt, wird langfristig auch Europa meiden. Hier würde ich eher auf Immobilien setzen. Lange Zeit ist uns erzählt worden, dass die Bevölkerung schrumpfen wird. Jetzt erkennen wir aber, dass aller Demographie zum Trotz Deutschland und Europa insgesamt ein attraktives Ziel für Migration ist und wir deshalb kaum leerstehende Wohnungen in den Städten befürchten müssen. Das wird noch eine ganze Weile so bleiben.
Auch die Weltwirtschaft wird noch eine ganze Weile wachsen, weshalb ich die Empfehlung für internationale Indexfonds teile. Irgendwann wird es auch hier zu einer Umkehr kommen, bedingt durch die aus der Überbevölkerung resultierenden Probleme. Zum jetzigen Zeitpunkt ist aber noch nicht absehbar, welche Länder dann die Nase vorn haben werden. China hat mit seiner Ein-Kind-Politik gezeigt, dass es Probleme vorausschauend und teilweise auch mit harten Mitteln anpacken kann und vielleicht sind allzu demokratische Länder zu einer solchen Politik gar nicht in der Lage. Aber es kann auch anders kommen. Wer hätte noch vor ein paar Jahren damit gerechnet, dass es mit der Türkei so rapide bergab geht? Deshalb sollte man nicht auf einzelne Länder setzen.

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chemiesaft 08.09.2018, 14:18
15.

Zitat von dasmagazin2017
Richtig draufzahlen werden diejenigen, die auf Einzelaktien gesetzt haben? So ein Quatsch. Mit Daimler erzielt man allein durch Dividenden über 6% jährliche Rendite und Daimler wird nie in der Bedeutungslosigkeit verschwinden oder pleite gehen. Das gilt auch für die Deutsche Bank. Wenn die es -wider Erwarten- nicht irgendwann alleine schafft, dann wird sie geschluckt, was den Kurs nach oben treiben wird. Und wer auf Apple oder SAP gesetzt hat, steht auch besser da als mit irgendeinem ETF. Stockpicking ist nur mühsam, lohnt aber. Zu Verteufeln gibt es da nichts.
Ein Korb aus Einzelaktien ist sicherlich nicht die schlechteste Idee, aber es sollten schon mindestens 30, besser 50 Titel sein. Statistisch gesehen, performen nämlich mehr als 60% der Titel in einem Index schlechter als der Index selbst, d.h. also das meist einige wenige Titel den Index nach oben ziehen. Wenn man auf wenige Einzeltitel setzt ist die Wahrscheinlichkeit dann gering, wenigstens einige dieser Überflieger zu erwischen. (Gerade Daimler ist übrigens ein ausgeprochen schlechtes Beispiel für eine "gute" Aktie). Extrem niedrige Gesamkapitalrendite (in manchen Jahren sogar negativ), riesiger Schuldenberg, wettbewerb und kapitalintensives Geschäft. Das Resulat sieht man eben auch an der traurigen Kursentwicklung der letzten 20 Jahre. Und die hohe Dividende ist auch nicht sicher. SAP oder Adidas haben o.g. Probleme z.B. nicht, würden mir als buy&hold wesentlich besser gefallen.

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chemiesaft 08.09.2018, 14:24
16. USA hui EU pfui

In der EU ist es wesentlich schwieriger aus investiver Sicht gute Einzeltitel zu finden. (was nicht heisst das keine gibt), für den langfristigen Investor sind nachwievor die USA das Land an dem kein Weg vorbeigeht. Tausende Börsennotierte Unternehmen, viele führend in ihrem Sektor, viele Dividendenaristokraten, gute Bilanzen, gute Margen.
Was diverse Zukunftsbranchen, wie Halbleiter, Software, Internet, Biotechnologie, Medizintechnik etc angeht sind US-amerikanische Firmen führend. Dies schlägt sich spürbar in hohen Gewinn, Kurs und Dividendenwachstum nieder.
Meine derzeitige Depotzusammensetzung liegt bei etwa 30/70 EU/USA.

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Manaslu2015 08.09.2018, 17:35
17. Tenhagen hat recht...

....Streuung mit einem ETF auf den MSCI führt nicht unbedingt zu Höchstgewinnen, aber über einen 10-Jahreszeitraum zu einer guten Rendite. Absolute Sicherheit gibt es natürlich nicht. Wenn der Himmel einstürzt sind alle Spatzen tot. Aber das ist bisher nicht passiert

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In Vino Veritas 08.09.2018, 18:04
18.

Die Wallstreet führt schon seit Jahrzehnten Krieg gegen die Welt. Subtil, aber wirksam. Darum bin ich seit jeher in US Unternehmen investiert. Ich habe vor 20 Jahren mit der Börse angefangen und nur noch meinen Europa-Aktienfonds und VW im Portfolio, so aus Nostalgie. Sonst shorte ich kräftig wie die "Wale" die Dax Schwergewichte. Der Markt underperformt allein deswegen, dass Deutsche lieber ihre Hausbank investieren lassen (Sparbuch), anstatt selber tätig zu werden. Die Deutschen mögen keine Aktien.

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In Vino Veritas 08.09.2018, 18:07
19.

Zitat von nadelstich
naja... In SAP und Daimler zu gehen hat für mich nur begrenzt mit Stock picking zu tun. Sowohl vom Value als auch vom Growth Aspekt her gibt es aktuell bessere Position. Klar habe ich auch Positionen beim Daimler. Die sind aber schon über 10 Jahre alt. Vor 5-6 Jahren habe ich erstmals in Wirecard investiert und bin quasi ausgelacht worden. Heute lacht keiner mehr... Der Ehrlichkeit halber muss man aber sagen dass für jeden Breakout mindestens 4-5 Positionen gibt die rumdümpeln oder gar arg ins Minus gegangen sind. Wer anderes behauptet lügt entweder oder er handelt allein auf Insiderbasis.
Das ist normal. In seinen Börsenleben hat man 1 oder 2 echte Voltreffer in seinem Portfolio, die einen reich machen (wie Wirecard). Der Rest ist ein Nullsummenspiel. Das war bei allen grossen Tradern nicht anders.

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