Forum: Wirtschaft
Geldwäsche: 20 Milliarden Dollar Schwarzgeld sollen von Russland in die EU geflossen
DPA

Rolex-Uhren, getunte Autos, Designer-Mode: Über den Kauf von Luxusartikeln sollen Milliarden Schwarzgeld von Russland in die EU geflossen sein. Das ist das Ergebnis eines internationalen Rechercheprojekts.

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Kreklova 20.03.2017, 22:49
1. CDU/CSU und SPD haben auf Beweislastumkehr bei dubiosen Vermögen verzichtet

Auch Schwarzgeld stinkt nicht! Da passt es gut ins Bild, dass die GroKo entgegen den Vereinbarungen im Koalitionsvertrag darauf verzichtet haben, bei dubiosen Vermögen die Beweislast umzukehren.

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criticos 20.03.2017, 22:55
2. Was heißt hier

waren mit von der Partie. Also ein post-sowjetisches Phänomen, wie wir es aus der Dritten Welt und China kennen. Die Milliardäre dieser kleptokratischen Gesellschaften sind Lieblingskunden der westlichen Luxux- und natürlich auch der Waffenindustrie. Es ist ein System auf dem Rücken der betroffenen Gesellschaften, das ohne westliche Banken und Lieferanten gar nicht möglich wäre. Warum brauch man eigentlich Journalisten, um diese Machenschaften aufzudecken. Gibt es nicht auch Auslandsaufklärung? Oder soll die nicht den Geschäftemachtern dazwischen funken??

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sublines 20.03.2017, 23:02
3. Der brave deutsche Michel

... darf deshalb schon seit Jahren sein Auto nicht mehr bar bezahlen und muss überall seinen Ausweis vorlegen, wenn er mit etwas mehr Bargeld hantiert. Aber soll ja angeblich nur zu seinem Besten sein, dann dadurch wird ja nachhaltig die Geldwäsche erschwert!
Wie effektiv das Geldwäschegesetz ist, liest man hier. Und klar, wenn wir das Bargeld abschaffen, dann dämmt das die Kriminalität ein. Und ja, am 24. kommt der Weihnachtsmann!

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Gerixxx 20.03.2017, 23:14
4. Lustig, wie im Titel wieder der Blick auf Russland gelenkt wird....

Es ist eben KEINE "russische" Geldwaschmaschine..... sondern eher eine "westliche" Geldwäscherei für (dreckiges) russisches Geld.

EU-Mitglied Lettland ist aus russischer Sicht eine offshore zone - man erhofft sich damit Russland eines auswischen zu können und irgendwie daran mitzuverdienen.

UK (bald Ex-EU-Mitglied) war es schon immer sch...egal ob es "sauberes" Geld war und bei seinen befreundeten (na gut Russland ist nicht befreundet...aber Geld stinkt nicht) Nachbarstaaten korrekt versteuert solange man irgendwie dabei die Hand aufhalten und ein paar Jobs im Commonwealth oder der City of London dabei heraussprangen.

Eine ganze Branche im "Westen" verdient dabei mit: Steuerberater, Rechtsanwälte, Banken, Fonds, Vermögensverwalter, Consultants aller Art (inklusive Hotels, Spitzengastronomie und Starfriseure an den bevorzugten Urlaubsorten der geldwaschenden Oligarchen) etc.

Ohne diese Infrastruktur wäre kein einziger russischer Oligarch (übrigens auch kein "westlicher") möglich....

Hätte man diese Fragen schon zu Jelzins Zeiten gestellt und wäre willens gewesen dagegen ernsthaft vorzugehen (aber da gab es zu viele Interessen die dem entgegen standen - s. oben) - vielleicht hätte es einen Putin und die Abneigung und Verachtung der Russen gegenüber "westlichen Liberalismus" so nie gegeben.....

Schönen Abend.

PS:
Wie war das eigentlich mit den Panama papers ? War da überhaupt mal was ?

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ausmisten 20.03.2017, 23:23
5. Moral?

Beim Geldeinsacken hoert das Embargo auf?

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humorrid 21.03.2017, 00:03
6. Selig sind die im Meister-Proper-Land

Die, die waschen, haben immer saubere Hände. Die, die Waffen verkaufen, töten nicht. Die, die Zäune bezahlen, sind weltoffen.

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Rosenhag 21.03.2017, 00:19
7. Geldwäscheparadies EU

Schön das es mal öffentlich gemacht wird - meinen Respekt Freie Presse - ich kannte mal eine junge russische Frau die durch dieses Metier, nicht zuletzt Dank der Unbedarftheit (will nichts Böseres denken) der deutschen Polizei ihr Leben lassen musste. Einen ihrer beiden Mörder immerhin konnten sie dingfest machen, er studierte dann im Knast Jura und arbeitet schon lange in der Rechtsabteilung eines großen Unternehmens.

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mahrud 21.03.2017, 00:40
8. Böse, steuerhinterziehende Russen!

Als wäre Schwarzgeld nicht an sich schon Sünde genug! Doch nun müssen wir uns auch noch über russisches Schwarzgeld aufregen, das es wagte, in unserem Konsumparadies zu versickern, schlimm.
Vor allem für den russischen Fiskus.
Offenbar haben die russischen Oligarchen und Banken schnell von "unseren" Finanzjongleuren gelernt, wie man das am besten anstellt mit den windigen Steuersparmodellen. Klar, daß es den Russen stärker um den konkreten Import von ausländischen, dort schwer erhältlichen Luxusgütern geht.
Man darf angesichts von fast 500 Millionen EU-Europäern davon ausgehen, daß aus den eigenen Reihen ein Mehrfaches der genannten Summe in ähnlicher Weise Verwendung findet.
Das wären die Zahlen und Umstände, die mich offen gestanden viel mehr interessieren würden, und sei es in diesem Artikel auch nur als schlichte Referenz.
So augenscheinlich präzise, wie im Bezug auf russisches Schwarzgeld ermittelt werden konnte, müsste das auch insgesamt machbar sein.
Oder liegen die Zahlen und Daten vielleicht sogar für alle europäischen Länder vor, aber es ist zur Zeit mehr en vogue, lieber einen großen, östlichen, und vor allem externen Missetäter ins Rampenlicht zu stellen, als das eigene Haus mit solcherlei Dauerskandalen zu belasten?
Die russischen Milliarden sind auf jeden Fall beeindruckend, aber sie lassen Grauenvolles erahnen für das, was sich innerhalb der EU selbst abspielen muss.

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th.diebels 21.03.2017, 02:14
9. Das ist doch nichts Neues !

Die BRD ist mittlerweile zum Schlaraffenland aller kriminellen Vereinigungen dieser Welt "verkommen" -
und "schmutziges" Geld kann seelenruhig in seriöse Geschäfte investiert werden !
Und nun ?

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