Forum: Wirtschaft
Geplanter Jobabbau: IG Metall droht Siemens mit Streik
Getty Images

Siemens will etwa 6900 Stellen streichen. Die IG Metall fordert, dass der Elektrokonzern die Schließungspläne zurücknimmt und erhöht nun durch mögliche Streiks den Druck.

kopi4 19.11.2017, 22:43
1.

Gewerkschaften die für Arbeitsplätze kämpfen? Wäre mal was neues. Aber wenn sie das Auftreten von Siemens nachträglich absegnen können sie sich auch selbst auflösen.Zu beschließen das tausende Arbeitsplätze gestrichen werden und die Arbeitnehmervertreter hinterher ins Boot holen zeigt ja was sie bei Siemens von Mitbestimmung halten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
FinWir.de 20.11.2017, 23:19
2. Wenns um Leiharbeiter geht, ist der Streikwille leider sehr lasch

Es ist schon verwundernd, wie sich Gewerkschaften selbst abschaffen. Während sie bei Siemens gegen den Job-Abbau demonstrieren, scheinen sie beim Aushandeln mit den Unternehmen über die Leiharbeit keine Skrupel zu kennen. Bis zu drei Jahren können Leiharbeiter dank der Gewerkschaften ausgebeutet werden, während das Gesetz eine maximale Dauer von neun Monaten vorsieht. Erst war es die SPD, die die Arbeiter mit Hartz IV ruiniert hat, nun folgen die Gewerkschaften mit ihrer Kungelei. Aber hauptsache auf die kleinen Gewerkschaften eindreschen, die tatsächlich etwas für ihre Mitglieder tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aktiverbeobachter 20.11.2017, 23:20
3. Logisch

Macht natürlich Sinn, dass Mitarbeiter/innen die vom Wegfall ihres Jobs bedroht sind dann streiken. Das wird sicherlich die Verhandlungsbereitschaft für wenigstens saubere und wegbereitende Austrittslösungen bei Siemens erhöhen. Die Entscheidung steht. Macht keinen Sinn gegen Windmühlen zu kämpfen. Viel eher zu versuchen gute Pakete zu erkämpfen. Ich verstehe diese Gewerkschaften nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Evoken 20.11.2017, 23:25
4. Autsch

Für mich als unbescholtener Verbraucher fällt Siemens in den letzten Jahren nur noch durch Negativität aus, sei es durch Schließungen, Verkäufe oder Bestechungsskandale. Ja sogar eine Beteiligung an Nordkoreas Atomprogramm munkelt man. Oder Geschäfte auf der Krim, die eigentlich verboten sind. Der Konzern schädigt den Standort Deutschland massiv und es ist ihm herzlich egal, denn die Rendite hat die Macht übernommen. Aus dem einstigen innovativen Vorzeigekonzern aus Berlin, ist ein unwägbarer Wankelkandidat geworden. Im Einzelnen kann ich Schließungen nicht bewerten. Natürlich gehören sie dazu, wenn man am Ball bleiben muss. Aber hier haben wir keine 100-Mann Klitsche, sondern der Konzern hat ca. 350000 Mitarbeiter. Allerdings fragt man sich subjektiv, wo die bei all den Schließungen und Verkäufen denn sein sollen. Ja ich weiß, allein Erlangen unterhält 23000 Mitarbeiter.

Siemens hat leider längst viele Standards verlassen. Eine klare Linie ist nicht erkennbar. Man wurschtelt sich durch. Im Grunde ist von Siemens nicht mehr viel übrig. Die Marke an sich ist massiv beschädigt, angeschlagen. Vielleicht sollte sich Siemens umbenennen. In Raffzahn AG oder Skandal AG.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gretl7 20.11.2017, 23:35
5. Wer erinnert sich noch an 2014 als Siemens Alstom kaufen wollte?

Warum fragt denn niemand, weshalb Siemens noch vor drei Jahren 10 Mrd. Euro für die Übernahme der Kraftwerkssparte von Alstom geboten hat. General Electric hat den Deal aus der Portokasse bezahlt und treibt den Wettbewerb vor sich her. Hätte Siemens das Geld in Innovationen im Kraftwerksbereich gesteckt, müssten jetzt nicht knapp 7000 Mitarbeiter gehen. Aber vielleicht ist das das Vorspiel, um Siemens endgültig zu einer Holding zu machen - Siemens Gamesa, Siemens Alstom, Verkauf von Osram. Wohin das führt ist jetzt bei Ledvance in Augsburg zu sehen. Siemens hatte 1988 430.000 Mitarbeiter, davon 270.000 in Deutschland. Heute nach Börsengang von Infinion und Epcos und anderen Verkäufen weltweit 348.000 Mitarbeiter, davon 114.000 in Deutschland. Aber Hauptsache einen Gewinn nach Steuern von knapp 10% vom Umsatz. Vielleicht gibt es da noch eine Hidden Agenda des Josef Käser?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ex_Kamikaze 20.11.2017, 01:19
6. Für Görlitz

und eingeschränkt für Leipzig sind solche Tarifarbeitspläte unersetzbar. Mag sein das Einige unterkommen - allerdings zu osttypischen Verhältnissen. Und die sind Lichtjahre vom Tarifvertrag oder vergleichbaren Verhältnissen entfernt.
Brauchen wir wirklich eine Wirtschaft die jedes Jahr einige Tausend aus der Tarifbindung kippt und gleichzeitig Milliarden einstreicht und gleichzeitig ihre Steuerverpflichtungen in der Karibik ausmanövriert?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
passat.98 20.11.2017, 10:43
7. Fake News des schlecht arbeitenden Siemens – Vorstandes

Aus diesem Artikel kann man schließen, dass das Werk in Görlitz Turbinen für Braunkohle baut. Dies ist ein Fake News des schlecht arbeitenden Siemens – Vorstandes. Im Werk in Görlitz wird seit 1906 Industriedampfturbinen gebaut. „Die Mitarbeiter hätten mit ihren Industriedampfturbinen erfolgreich Nischen besetzt und seien beispielsweise beim Einsatz ihrer Anlagen in Biomasse- oder Solar-Kraftwerken Weltmarktführer“ (siehe Sächsische Zeitung - Montag 20.11.2017).
Das Zusammenspiel in diesem Werk von Entwicklungsabteilung bis hin zu den Arbeitern ist in der heutigen Zeit nur noch ganz selten anzutreffen. Eine Verlagerung des Betriebes kann daher nur scheitern.
Ich fordere Spiegel und Spiegel - Online auf, diese Tatsachen sorgfältig zu recherchieren und darzustellen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren