Forum: Wirtschaft
Gerichtsurteil in Washington: AT&T darf Time Warner übernehmen
AP

Es ist eine wichtige kartellrechtliche Entscheidung - und eine Schlappe für Donald Trump: Ein US-Richter hat die milliardenschwere Übernahme von Time Warner durch den Kommunikationsriesen AT&T genehmigt.

birdie 13.06.2018, 00:54
1. So gross die Schadenfreude über die Niederlage des ...

Grossmauls Trump auch sein mag, es stimmt dennoch mehr als nachdenklich, dass in den USA das unkontrollierte Anwachsen von geldgeilen Konzernen bezüglich Marktmacht und Markteinfluss in´s Uferlose systemimmanent geworden ist. Und wir werden sehr sorgfältig beobachten müssen, welche Konsequenzen das für uns in der EU haben wird, damit wir im gegebenen Fall mit ebenso schnellen wie drastischen Gegenmassnahmen Auswüchsen zu unseren Lasten begegnen können. Facebook ist hier ein warnendes Beispiel.

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gandhiforever 13.06.2018, 01:45
2. Trump war dagegen

Als Trump noch Kandidat war, sprach er sich vehement gegen die Fusion aus, weil ihm CNN nicht gefuegig ist.

Als Praesident hielt er es allerdings nicht fuer noetig, vor Gericht die Klage gegen die Fusion mit Argumenten zu untermauern.

Der Grund dafuer duerfte sein, dass er generell nichts gegen solche Fusionen hat, dass es ihn nur stoert, wenn es Unternehmen betrifft, die ihm nicht hoerig sind.

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g.eliot 13.06.2018, 16:23
3.

Zitat von gandhiforever
Der Grund dafuer duerfte sein, dass er generell nichts gegen solche Fusionen hat, dass es ihn nur stoert, wenn es Unternehmen betrifft, die ihm nicht hoerig sind.
Ja, stimmt genau, denn zu der Fusion zwischen Fox und Disney hatte Trump Murdoch, seinem Freund und Hofberichterstatter sofort gratuliert. Dabei ging es bei denen um eine horizontale Fusion, während AT&T und CNN eine vertikale Fusion anstreben. Sie vertreten also unterschiedliche Branchen, sind keine Konkurrenten, und schon allein deshalb wird es in einer einzelnen Branche weder zur steigender Konzentration der Marktmacht noch zu einem Stellenabbau kommen, im Gegenteil. Für die TV-Zuschauer bringt die Fusion große Vorteile, denn durch die AT&T kann CNN nun Streaming Services anbieten, was den Zuschauern bisher vorenthalten blieb.

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spon_3590950 13.06.2018, 18:16
4. schlecht für die Meinungsbildung

Fernsehsender und Zeitungen gehören in den USA irgendwelchen Konzernen, die nur Rendite sehen wollen. Was das für die Meinungsbildung und Demokratie in den USA bedeutet, sieht man an der Wahl von Donny T. Baby. Die Bestrebungen hierzulande den ÖR kleinzumachen, ist eine Strategie neoliberaler Kreise eine Situation zu schaffen, die der in den USA gleicht. Sender und Zeitungen sind nur zum Geld machen da. Nebenbei wird der Neoliberalismus als Wirtschaftsform alternativlos gepriesen.

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