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Gesetzentwurf: Rückkehrrecht auf Vollzeit soll Anfang 2019 kommen
DPA

Hubertus Heil macht Tempo: Der SPD-Arbeitsminister will das Recht auf befristete Teilzeit schon ab Januar 2019 einführen. Mehr als 15 Millionen Menschen in Deutschland sind davon betroffen.

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frank-xps 17.04.2018, 15:00
1. Das wird ganz toll

Wenn sich nur erstmal die Arbeit danach richtet wie die jenigen grade Lust und zeit haben diese zu verrichten. Was im Restaurant vielleicht noch zu Belustigung führt wenn es schließt weil zu den Zeiten wo die Gäste Zeit haben die Mitarbeiter keine Zeit haben.
Aber beim Arzt oder gar bei der Landesverteidigung? Obwohl wir hatten auch schon einen Wirtschaftsminister der in Elternzeit war :-).
bei uns wundert mich nichts mehr. Wohltaten zu lasten dritter.
Bald wird niemand mehr jemanden einstellen viel zu hohes Risiko warum auch Risiken eingehen wenn man doch qua Existenz das Recht auf Teilhabe und Konsum schon in sich trägt.
Es wird nur dumm wenn immer mehr den Tausch Arbeit gegen Einkommen also Lebenszeit gegen Geld nicht mehr mitmachen da immer mehr nur noch Geld ohne Lebenszeiteinbußen bekommen.
Auf kosten derer welche Modell eins gewählt haben.
sPd da ist echt der Wahnsinn zu hause.

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MisterD 17.04.2018, 15:07
2. Es ist vollkommen egal, wieviele es am Ende betrifft...

denn dieser war längst überfällig. Bisher ist der Schritt in Teilzeit für viele Arbeitnehmer eine Fallgrube, aus der Sie nicht mehr herauskommen...

Und da interessiert es mich auch nicht, dass einige aus ihrer Teilzeit vielleicht gar nicht mehr raus wollen. Ich bin sicher, wenn die Kinder alt genug sind, will meine Frau wieder Vollzeit arbeiten. Und daher kann ich nur begrüßen, dass sie ab 2019 auch ein Recht darauf hat.

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genewolfe 17.04.2018, 15:27
3. voll daneben

Hat in der SPD eigentlich schon jemand mitgekriegt, dass wir Arbeitskräftemangel haben. Das ist doch wieder nur SPD Beamtendenke: Ein sicherer Arbeitsplatz mit Arbeitszeit nach eigenen Gusto.
Wer braucht das, wo sich die Unternehmen die Finger lecken nach guten Arbeitskräften. Und umgekehrt, wem nützt dieses Recht eigentlich, wenn der Unternehmer meine Arbeit nicht will oder braucht. Das klappt ja nur im SPD Traumland, im Sozialismus oder in Behörden, dass der ungeliebte Mitarbeiter dann freudig weiterbeschäftigt wird. Noch mehr solche Regulierungen und die Arbeitszeit ist für alle Null, weil die Firmen pleite sind.

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live_is_live 17.04.2018, 15:29
4. Intelligente Lösungen sind gefragt

Man muss per Gesetz auch nicht alles zulassen. Arbeitszeit-Hopping kann man z.B. durch Mindestverweilregeln bei den Fristen klar regeln. Zur Wahrheit gehört aber auch, das große Unternehmen wie das, in dem meine Frau und ich arbeiten, die meisten (Mütter) über den Tisch gezogen haben. Im Fall meiner Frau bestand wg. der Kinder ihrerseits das Interesse, die Arbeitszeit befristet zu reduzieren. Weil das nicht ging hat sie sich auf eine Unbefristung eingelassen und den Versprechungen der Personalbereiche geglaubt, aufstocken sei später kein Problem. Nach einigen Jahren war davon keine Rede mehr. Sie hätte in einen deutlich schlechter bezahlten operativen Bereich mit Schichtdienst wechseln können, damit ihr Vollzeit Grundgehalt um etwa 30% reduziert und den Verlust nur mit Schichtzulagen auf einem qualitativ wesentlich schlechteren Arbeitsplatz ausgleichen können. Unter dem Strich ggü. dem Teilzeitjob max. 25% mehr an Gehalt bei 54% mehr Arbeitszeit. Die perfekte Mütterfalle. Bei zudem Steuerklasse 5 hat sie diesen super Deal dann sausen lassen und einen zweiten Job woanders angenommen. In ihrem eigentlichen Hauptjob werden heute auch durch sie massig Plusstunden gearbeitet, genug Aufgaben wären also da.
Ich fürchte das Gesetz wird so enden wie die Mietpreisbremse, Auswege daraus finden sich durch firmeneigene Arbeitsrechtler immer.

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hamburger-humanist 17.04.2018, 15:30
5. Pseudogesetz

Bei all diesen Gesetzen (Mietpreisbremse, Gesetz für Lohngerechtigkeit, und jetzt eben Vollzeit-Rückkehrrecht), will die Politik den Anschein erwecken, als würde sie etwas an den jeweiligen Problem ändern, und die Lebenslage der Menschen verbessern.
Letztendlich ist der reale Effekt dieser Gesetze nahe Null und die Menschen haben tatsächlich keine Verbesserung ihrer Lebensumstände.
Das muss ja auch so sein. Denn eine Verbesserung der Lebensumstände der arbeitenden Bevölkerung geht immer zulasten der Kapitaleigner und ihrer Interessen (Profitmaximierung). Und die Politik möchte auf keinen Fall die Interessen der Kapitaleigner vernachlässigen.

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hamburghumanist 17.04.2018, 15:46
6.

"Die Zahl der potenziellen Nutznießer ist dennoch groß. Mehr als 15 Millionen Menschen in Deutschland arbeiteten 2017 insgesamt in Teilzeit."

Leider führt diese Darstellung in die Irre. Denn von den INSGESAMT 15 Millionen Teilzeitbeschäftigten, kommen eben nicht alle potentiell in den Genuss, dieses neue Gesetz in Anspruch zu nehmen. Sondern eben nur diejenigen, die bei einem Unternehmen mit mehr als 200 Mitarbeitern arbeiten. Bei den Unternehmen unter 200 Mitarbeitern eben nur jeder 15te. Und bei den Unternehmen unter 45 Mitarbeitern hat man gar keinen Anspruch, das Gesetz zu nutzen.
Auch ist tendenziell der Anteil der Teilzeitbeschäftigten in kleinen Betrieben höher, als in großen, weswegen die Ausnahme für kleine Betriebe noch verstärkend wirkt.

Tatsächlich ist der Personenkreis der potentiellen Nutzer dieses Gesetzes also nicht 15 Millionen, wie der Artikel suggeriert, sondern eher im Bereich von 1-2 Millionen.

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taste-of-ink 17.04.2018, 15:48
7.

Ja, die Teilzeitfalle ist ein Problem. Wer also weiß, dass er auf absehbare Zeit wieder in Vollzeit zurückkehren möchte, ist also gut beraten, mit seinem Arbeitgeber ein solches Vollzeitrückkehrrecht explizit zu vereinbaren und auch die Modalitäten festzulegen, weil schließlich auch der Arbeitgeber Dispositionen treffen muss. Wenn man sich die Eckpunkte im Koalitionsvertrag anschaut, darf ohnehin bezweifelt werden, dass das geplante Gesetz verfassungsrechtlich Bestand haben wird. Als Reaktion auf das Rückkehrrecht in Vollzeit werden vermutlich die vom Arbeitgeber geschaffenen Ersatzstellen nur noch mit Sachgrundbefristung abgeschlossen, weil sonst der Arbeitgeber damit rechnen müsste, anstatt einen Mitarbeiter eineinhalb Mitarbeiter auf einer Stelle beschäftigen zu müssen.

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keine-#-ahnung 17.04.2018, 15:59
8. "Und daher kann ich nur begrüßen ...

Zitat von MisterD
denn dieser war längst überfällig. Bisher ist der Schritt in Teilzeit für viele Arbeitnehmer eine Fallgrube, aus der Sie nicht mehr herauskommen... Und da .....
... dass sie ab 2019 auch ein Recht darauf hat."
Wenn Ihre Frau bereits in Teilzeit ist, wird sie von Regelungen eines Gesetzes, welches nächstes Jahr in Kraft treten soll, keinen Gebrauch machen können.
Eine Wirkung in die Vergangenheit ist da aus Rechtsschutzgründen nicht erwartbar.

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blackbirdone 17.04.2018, 16:01
9. Das doch mal was gutes.

Vor allem betrifft es wohl Frauen die eben nicht wieder zurück können wenn sie das wollen. Allg mal was gutes, das es das bisher noch nicht gab ist ja wohl eher ein Armutszeugnis und gute Lobbyarbeit. Weiß auch nicht wieso die Leute sich so aufregen. Selbst bestimmen zu können wie viel man für wie viel Geld arbeiten möchte ist kein Luxus sondern sollte Standard sein. 40h Woche hat's ausgedient, aber wer möchte soll auch die Möglichkeit haben wieder 40h zu arbeiten wenn es die Lebenssituation wieder zulässt. Der Hauptgrund dafür werden wohl oft Kinder sein und nicht pures Lotterleben. Auf Spiegel liest man dann wieder Kommentare der Neider, wenn Sie es nicht brauchen ist das doch super..... lassen Sie es doch denen die es betrifft.

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