Forum: Wirtschaft
Gesetzesreform: Arbeitgeber wollen Rückkehr in Teilzeit begrenzen
DPA

Arbeitsminister Hubertus Heil will Bürgern mehr Freiraum bei der Wahl ihres Arbeitspensums geben. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hält die aktuellen Pläne für unzumutbar.

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frenchie3 23.05.2018, 08:11
1. Und was wird aus der Gleichbehandlung

der Arbeitnehmer? Einer will, der andere bekommt? Das wird lustig wenn dann drum geklagt wird wer mehr Anrecht hat oder diskriminiert wird.

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MisterD 23.05.2018, 08:25
2. Interessant...

Der Arbeitnehmer hat voll flexibel und jederzeit einsatzbereit zu sein. Er hat seinen Urlaub möglichst in schwache Zeiten zu legen und soll auch mal längere Zeit 48h pro Woche buckeln... aber wehe der Arbeitgeber soll mal das umsetzen, was er immer predigt... nämlich Vereinbarkeit von Familie und Beruf, usw. Dann heißt es schnell " Unmöglich, das runiert uns..."
Warum denn nicht einfach so:
Wenn definitiv kein Platz für eine Vollzeitstelle mehr da ist, dann darf er ablehnen. Aber das mus er natürlich nachweisen... in Zeiten des Fachkräftemangel sollten Unternehmen wieder davon abrücken, sich wie moderne Sonnenkönige zu gerieren...

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pepe83 23.05.2018, 08:39
3. Wie soll ein Unternehmen denn ordentlich Ressourcen planen?

Ein Unternehmen muss gerade so viele Angestellte beschäftigen, wie benötigt werden. Durch die neue Regelung werden Engpässe und Überkapazitäten erzeugt, ohne dass die Eigentümer das vernünftig steuern können. So ein Vorgehen mag in einer Behörde leider üblich sein, aber die freie Wirtschaft muss auch wettbewerbsfähig bleiben.

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th.diebels 23.05.2018, 08:39
4. Wichtig wäre

vor allen Dingen, dass wieder mehr Tarifverträge als "Allgemeinverbindlich" eingestuft werden !
In den Tarifverträgen sind Vollzeit-Teilzeit-Vollzeit-Regelungen realitätsnah und ausgereift geregelt !
Aber solange sich immer mehr Arbeitgeber vor einer Tarifbindung drücken können, so lange werden die Arbeitnehmer zum Spielball ALLER - auch der Parteien !

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CancunMM 23.05.2018, 08:45
5.

Zitat von MisterD
Der Arbeitnehmer hat voll flexibel und jederzeit einsatzbereit zu sein. Er hat seinen Urlaub möglichst in schwache Zeiten zu legen und soll auch mal längere Zeit 48h pro Woche buckeln... aber wehe der Arbeitgeber soll mal das umsetzen, was er immer predigt... nämlich Vereinbarkeit von Familie und Beruf, usw. Dann heißt es .......
Genau dieser Fachkräftemangel führt aber dazu, dass die Arbeitgeber es gar nicht umsetzen können. Denn für jeden, der reduziert braucht man ja einen Ersatz. Und der kann natürlich nur befristet eingestellt werden, was man ja auch nicht will, weil der Andere ein Anrecht auf Rückkehr in die Vollzeit hat. Wie soll das funktionieren ?
Und jetzt tun Sie nicht so als wäre wir in der Frühindustrialisierung. Natürlich hat ein Arbeitgeber Interesse daran, dass ein Arbeitnehmer dann Urlaub nimmt, wenn weniger zu tun ist. Und ? In den meisten Betrieben funktioniert es, wenn man sich zusammensetzt beide Interessen in Einklang zu bringen. Wenn man natürlich auf Krawall gebürstet ist, dann lässt die Bereitschaft natürlich auch beim Arbeitgeber nach. Wow 48 h zu buckeln. Ist ja katastrophal. Ich hätte 20 Jahre gerne nur 48 h gearbeitet bzw. wenigstens das auch bezahlt bekommen.

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SabineAusDemNorden 23.05.2018, 08:48
6. das ist doch alles Unsinn

dieses Festklammern an Rechten und Zwangsverordnungen kommt mir so vor, als versuche da jemand mit Körperkraft einen Güterzug zu stoppen, der ins Rollen gekommen ist. Die Zeichen der Zeit setzen Befristungen, Leiharbeit und flexible Kurzzeitjobs. Das ist die Zukunft. Wir werden in einigen Jahren zurückblicken und denken, wie gut es doch Opa und Oma noch ging und wer das jetzt nicht erkennt und nach seiner, am Besten verbeamteten Vollzeitstelle mit Weihnachts- und Urlaubsgeld schreit, hat definitiv verloren.

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INGXXL 23.05.2018, 08:51
7. Verstehe die Arbeitgeber nicht

Das Gesetz liefert doch eine wunderbare Lösung für befristete Arbeitsverträge. Den hat der AG doch die notwendige Flexibilität

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j.vantast 23.05.2018, 09:04
8. Geht doch längst

Zitat von pepe83
Ein Unternehmen muss gerade so viele Angestellte beschäftigen, wie benötigt werden. Durch die neue Regelung werden Engpässe und Überkapazitäten erzeugt, ohne dass die Eigentümer das vernünftig steuern können. So ein Vorgehen mag in einer Behörde leider üblich sein, aber die freie Wirtschaft muss auch wettbewerbsfähig bleiben.
Das praktiziert die Wirtschaft doch längst mit Werkverträgen, befristeten Verträgen und Leiharbeit.

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jhea 23.05.2018, 09:06
9. Ressourcen?

Zitat von pepe83
Ein Unternehmen muss gerade so viele Angestellte beschäftigen, wie benötigt werden. Durch die neue Regelung werden Engpässe und Überkapazitäten erzeugt, ohne dass die Eigentümer das vernünftig steuern können. So ein Vorgehen mag in einer Behörde leider üblich sein, aber die freie Wirtschaft muss auch wettbewerbsfähig bleiben.
Eisenerz ist eine Ressource.
Öl ist eine Ressource.

Aber es gibt keine human ressources
Das heißt Mitarbeiter zu Deutsch. Oder wenn man es unbedingt so klingen lassen will als sei man ein Tyrann - Menschenmaterial.

Das Wort ist zurecht vorbelastet, und jeder der Menschen als Ressource sieht gehört auf eine Stufe gestellt mit den Schlächtern aus dem WW1 und WW2, denn durch die Wortwahl zeigt er schon seine Wertschätzung für besagte Mitarbeiter.

Also, wenn du nicht willst, dass man dich Stalin, Hitler oder Mao nennt, benutz das Wort Mitarbeiter und nicht Ressource...

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