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Gesetzliche Versicherung: Krankenkassenbeiträge sollen 2018 gesenkt werden - um 0,1 P
DPA

Gesetzlich Versicherte können für das kommende Jahr mit Beitragssenkungen rechnen. Ein Grund dafür: die gute Beschäftigungslage.

voiceecho 12.10.2017, 21:55
1. Wow!

0,1% ? Wäre heute der erste April hätte jeder an einem schlechten Scherz gedacht!
Es ist mal wieder symptomatisch wie man in der Politik mit den Menschen umgeht und sich gleichzeitig darüber wundert, dass die Politikverdrossenheit permanent zunimmt!
0,1 % bei einem Einkommen von 3000,00 € Brutto im Monat würden 3,00 Brutto „Entlastung“ bedeuten! Man hätte den Beitrag wie es ist, lassen können. Ich glaube der bürokratische Aufwand ist bei weitem höher als diese Entlastung!

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kezia_BT 12.10.2017, 22:11
2. Lieber Qualität als billig!

Gerade in der Gesundheitsfürsorge würde ich lieber ein bißchen mehr zahlen und dann im Ernstfall auch eine wirklich gute Behandlung bekommen als in einem auf Effizienz getrimmten Krankenhaus noch kränker zu werden als zuvor.

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aktiverbeobachter 13.10.2017, 00:01
3. Scherz

Diese „Entlastung“ von 0,1 Prozent ist sicherlich ein Scherz. Anderst kann ich mir das gar nicht erklären. Ansonsten wäre das ja gar keine Meldung wert. Das würde den Bürger ja nur unnötig verwirren. Die Entlastung ist sicherlich 10 Prozent. Also daran glaube ich ganz fest. Das ist dann wenigstens mal eine echte Reform und monetäre Entlastung, sie auch beim Einzelnen ankommt. Man hätte natürlich auch z.B. einfach den Soli streichen können. Auch das wäre eine echte, für jeden gleiche, Entlastung gewesen. Aber so ist das natürlich noch viel besser. Super. Ich freue mich.

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andrew.1337.mobile 13.10.2017, 00:41
4. durchschnittlicher zusatzbeitrag

Zitat von voiceecho
0,1% ? Wäre heute der erste April hätte jeder an einem schlechten Scherz gedacht! Es ist mal wieder symptomatisch wie man in der Politik mit den Menschen umgeht und sich gleichzeitig darüber wundert, dass die Politikverdrossenheit permanent zunimmt! 0,1 % bei einem Einkommen von 3000,00 € Brutto im Monat würden 3,00 Brutto „Entlastung“ bedeuten! Man hätte den Beitrag wie es ist, lassen können. Ich glaube der bürokratische Aufwand ist bei weitem höher als diese Entlastung!
der artikel ist hier leider äußerst missverständlich. es geht hier um den durchschnittlichen zusatzbeitrag nach §242a SGB V und nicht um den kassenindividuellen nach §242 SGB V. der personenkreis, welcher den durchschnittlichen zusatzbeitrag bezahlt, ist überschaubar. hierzu zählen z.b. empfänger von alg2 oder verletztengeld und diese zahlen ihre beiträge ja nichtmal selber. der normale, versicherungspflichtige arbeitnehmer und auch die freiwillig versicherten zahlen den kassenindividuellen zusatzbeitrag der sich aus der satzung der jeweiligen krankenkasse ergibt und dieser wird von den krankenkassen selbst angehoben oder gesenkt und nicht vom bundesministerium für gesundheit.

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ubbo 13.10.2017, 01:00
5. kann mir das einer erklären?

"Einvernehmlich geht der Schätzerkreis von Einnahmen des Gesundheitsfonds im laufenden Jahr von 216 und im kommenden Jahr von 222,2 Milliarden Euro aus. Der Fonds ist die Geldsammel- und -verteilstelle für die Krankenkassen. Bei den Ausgaben erwarten Ministerium und Versicherungsamt für dieses Jahr 226,4 und für das kommende Jahr 236,2 Milliarden Euro, die Krankenkassen dagegen 227,2 und 237,3 Milliarden Euro."

Also allein dieses Jahr ca ein Minus von 10Mrd. Und deswegen will man die Beiträge um 0,1% senken? Wieviel ist das in der Lohntüte eines Arbeiters - 1€? Warum um alles in der Welt macht man sowas?

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zahnrad27711 13.10.2017, 02:25
6. Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze

...hinzugerechnet und schwupp; zahlen alle freiwillig Versicherten und die mit einer kleinen Lohnerhöhung (die, die gesetzliche KV verlassen könnten) wieder etwas mehr ein...is ja nich viel, aber eine Million mal drei Euro pro Monat haben oder nicht haben...

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holy64 13.10.2017, 08:12
7. Wo viel Geld

gehortet wird, wird auch viel Geld unnütz ausgegeben. Daher ist eine Anpassung der Beiträge auf die jeweilige finanzielle Lage nötig. 0,1 % ist ein schlechter Witz!!!!

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aktiverbeobachter 13.10.2017, 09:02
8. Schere

Durch die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze wird die Schere der Beitragszahler in der GKV noch größer und ungerechter. Aus meiner Sicht sollten wir endlich diese GKV und PKV vereinheitlichen. Diese zig GKV abschaffen und und auf eine gesetzliche GKV reduzieren in die dann jeder (inkl. Beamtet) mit einem gleichen Beitrag einzahlt. Und jeder der irgendwelche extras will kann dieses dann Modular dazukaufen. Das ist meine Vorstellung einer gerechten KV. Eine Senkung um 0,1 Prozent = geschenkt.

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Hirschkuh 48 13.10.2017, 12:36
9. in den letzten Wochen durfte ich hautnah im Vergleich erleben

wie unterschiedlich doch Privatpatienten gehandhabt werden. Und wieder mal habe ich mich gefragt , was genau die KK mit unseren Beiträgen macht. Schlechter Service, hohe Beiträge, Zusatzbeiträge, früher die Praxisgebühr, Brille und Zähne werden nicht oder nur teilweise übernommen - und es reicht noch immer nicht? Ich war verblüfft, wie wenig manche Dinge kosten, wenn man mal eine Arztrechnung sieht. Die wahren Kosten bekommt man als Kassenpatient ja nur, wenn man sich entsprechende Mühe gibt und nachhakt. nie hätte ich gedacht, dass ein MRT der Schulter nur 125,00 EUR kostet.
0,1 % Senkung muss ich auf meinem Lohnzettel mit der Lupe suchen.
Eine Entlastung sehe ich da nicht - nur den Verwaltungsaufwand, das jetzt bundesweit in allen Lohnbüros umzustellen.

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