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Gestiegene Anforderungen: Verband fordert 40 Prozent mehr Geld für Hausverwalter
DPA

Wohnungseigentümer sollen erheblich mehr für die Hausverwaltung zahlen. Das verlangt der Dachverband der Branche. Die Begründung: Der Aufwand sei auch durch die Politik stark gestiegen.

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felix.leidmann 10.08.2018, 18:46
1. Also unsere Hausverwaltung erhöht alle drei Jahre um 5 Prozent

Kann natürlich sein, dass Hausverwaltungen, die 20 Jahre nicht erhöht haben (Ironie) 40 Prozent brauchen.

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hardline 10.08.2018, 18:57
2. Automatisiert

Das Argument, der Aufwand sei stets gestiegen, ist nicht richtig. Für fast alles gibt es heute gute Computerprogramme, die den Aufwand im Vergleich zu vor 30 Jahren erheblich reduziert haben.

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buhmann 10.08.2018, 19:09
3. Lächerlich

Diese Forderung ist das so ziemlich lächerlichste was ich dieses Jahr gehört habe.
Ein Verwandter von mir arbeitet als Bürohilfskraft bei einem Hausverwalter. Diese Hausverwaltung hat bei nur vlt. einem Dutzend Mitarbeitern mehrere Chefs. Diese haben z.B. ein Meeting auf einer spanischen Insel abgehalten, da es angeblich keine freien Räume in ihrer Stadt in Deutschland gab. Direkt danach wurden dafür aber mehrere normale Mitarbeiter gekündigt.
Rechnungen werden ständig den falschen Häusern zugeordnet, wodurch deren Rechnungen teilweise ziemlich ausfallen und nur korrigiert werden, falls sich diese beschweren (und evtl. nicht mal dann). Teilweise wurden auch Arbeiten abgerechnet, die nie durchgeführt wurden.
Abschließend kommt hinzu, dass bereits mehrere höhere Mitarbeiter und Chefs über Jahre hinweg Geld in die eigene Tasche umgeleitet haben. Bis zu 500.000 Euro wurden bei einem Einzelfall über Jahre gestohlen. Als dies rauskam, musste die klauende Ex-Mitarbeiterin nur einen Teil des Geldes zurückzahlen (ca. 300.000 Euro). Eine Anzeige gab es bei keinem dieser Fälle, da eine schlechte Presse die Kundenakquise verschlechtert.

Und jetzt sollen Hausverwaltungen mehr Geld fordern? Ein Witz!

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thomhein 10.08.2018, 19:13
4. Wucher

Da die Mehrkosten sowieso auf die Mieter abgewälzt werden, die aber nicht mitreden dürfen, haben die Hausverwalter ein leichtes Spiel, ihre Forderungen durchzusetzen. Früher nannte man das Wucher.

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weg-ki 10.08.2018, 19:25
5. Ein Witz

Ich kenne seit 15 Jahren nur Hausverwalter die kaum das Geld wert sind, dass sie bereits fordern. Die haben ein Verwaltungsprogramm als eigentliche Kernkomprtenz. Viele kennen nicht einmal das WEG, geschweige denn gesetzliche Änderungen. Aus der Erfahrung mit mittlerweile fünf verschiedenen Verwaltern kann ich nur sagen, dass ist keine mausgraue, sondern eine dubiose Branche. Wir haben erlebt, das man sich über Eigentümerstimmrechte hinweggesetzt hat, ohne Beschlüsse eine ganze Baumreihe vernichtet hat, vor einer Versammlung musste die Jahesabrechnung vier mal neu erstellt werden, da immer Zahlenfalsch waren oder fehlten. Ein anderer Verwalter hat auf Betreiben einer einzelnen Person, die nicht einmal Eigentümer ist ein denunzierendes Rundschreiben über einen Eigentümer an die Eigentümer versendet. E-Mails werden nicht oder selten beantwortet. Drei mal wurde per Mail auf einen gravierenden Schaden im Mauerwerk hingewiesen- ohne jegliche Reaktion. Ich trage das deshalb vor, weil hier sicher viele weitere Erfahrungen derart im Lande gemacht wurden. Der Verband sollte erstmal seinen eigenen Laden in Ordnung bekommen und seine Mitglieder kontrollieren bevor man sich mit 40% fast die Hälfte der bisherigen Tarife nochmal drauf satteln will...weil es ja so unglaublich überfordernd ist, gesetzlich auf Höhe der Zeit zu bleiben.

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dreg2 10.08.2018, 20:45
6. Qualität

"Qualität hat ihren Preis, und den muss der Eigentümer bezahlen." Sollte ich in meinem Leben eine Hausverwaltung bekommen welche qualitstiv hochwertig arbeitet bezahle ich gerne 40% mehr. Da sich Hausverwaltung und Qualität gegenseitig ausschließen wird das sicher nicht vorkommen :-)

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zorngibel 10.08.2018, 20:53
7. Qualität hat ihren Preis?

... nach langjähriger Erfahrung mit verschiedenen Hausverwaltungen kann ich mich den oben bereits mehrfach geschilderten Negativ-Erfahrungen nur anschließen. „Qualität hat ihren Preis“?... ja gewiss. Dann müssen die Honorare allerdings in vielen Fällen nicht um 40 Prozent angehoben, sondern im Gegenteil deutlich nach unten korrigiert werden.

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specialsymbol 10.08.2018, 21:51
8. 28€ für eine Wohnung?

Was macht ein Hausverwalter eigentlich?
Der Bürgersteig wird von der Stadt gereinigt. Schnee schippt ein spezielles Unternehmen (das extra bezahlt wird).
Mülltonnen holt die Müllabfuhr selber raus.
Ein Gärtner mäht 2x im Jahr den Rasen, wird auch extra gezahlt. Der Schornsteinfeger ist extra, der Rauchmelderprüfer ist extra bezahlt, die Putzkraft, die 1x wöchentlich das Stiegenhaus putzt ist extra.. was genau bleibt denn dann für die Hausverwaltung übrig? Wofür will diese 28€ im Monat PRO WOHNUNG haben?

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clkr 11.08.2018, 02:27
9. Eine Wohnanlage ...

...nach dem WoEigG muß einen Verwalter nur dann bestellen, wenn ein Eigentümer das fordert. Wer sich das Erstellen einer Abrechnung, einberufen und Abhalten der Versammlung und die Umsetzung der Beschlüsse zutraut, der darf das auch immer noch selber. In meinem Verwandtenkreis kenne ich eine 18-Parteien-Anlage, die das durchaus noch hinkriegt, aber es ist eine Selbstnutzer-Anlage, die sich bspw. den ganzen Legionelloseprophylaxe-Quatsch und ähnlichen Dummfug schenken darf, der unweigerlich ins Spiel kommt, wenn unter den Eignern Renditeure hocken, die von dem Elend, das sie ggfs. mit ihrer Vermietung anrichten, nichts mitbekommen außer den Kaltmieterträgnissen auf ihrem Konto. Die dürften das Begehren der Zerwalterlobby aber auch am ehesten abkönnen.

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