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Gleichberechtigung im Job: So arbeiten Deutschlands Frauen
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Sie ist Minijobberin oder arbeitet in Teilzeit, hat oft eine befristete Stelle und verdient viel weniger als ihr männliches Pendant: So sieht die durchschnittliche Berufstätige in Deutschland aus. Neue Zahlen der Regierung belegen eindrücklich das Ungleichgewicht am Jobmarkt.

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Michael200669 08.03.2014, 07:58
1.

Zitat von sysop
Sie ist Minijobberin oder arbeitet in Teilzeit, hat oft eine befristete Stelle und verdient viel weniger als ihr männliches Pendant: So sieht die durchschnittliche Berufstätige in Deutschland aus. Neue Zahlen der Regierung belegen eindrücklich das Ungleichgewicht am Jobmarkt.
Wenn ich so einen Unsinn immer wieder lese, Frage ich mich echt warum nicht schon lange der Mann abgeschafft wurde. Denn er ist ja für jede "sogenannte" Ungerechtigkeit verantwortlich. Das aber die Frau selber daran Schuld ist, wird ungemein gerne unter den Tisch fallen gelassen. Denn wer darf erwarten, wenn jemand Jahre aus dem Beruf war, das er oder sie das gleiche Gehalt wie die langfristig angestellten Arbeitnehmer bekommen.

Eigentlich niemand, aber ... offensichtlich doch. Nämlich das weibliche Geschlecht. Man bekommt immer mehr hier in Deutschland das Gefühl und den Eindruck, das der Frau für alles der Po gepudert werden muß, damit sie weiterkommt. Ich erlebe immer mehr Frauen, die immer unselbständiger werden, weil sie oft gar nicht mehr wissen, wie sie sich durch setzen müssen. Oder das andere Extrem, wo alles weg gebissen wird, was nicht deren Meinung ist.

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Geisterkarle 08.03.2014, 08:00
2. Tut mir leid

... das am Weltfrauentag sagen zu müssen, aber:
Durch Wiederholung (und auch am Weltfrauentag) werden die Lügen nicht realer!

Man kann sich durchaus darüber unterhalten, "wieso" die meisten "Frauenberufe" schlechter bezahlt werden als "Männerberufe" und deshalb viele Frauen aufstocken müssen. Aber bitte nur deswegen nicht einfach ignorieren, dass viel mehr _Männer_ direktes HartzIV bekommen, weil sie gar keinen Job haben!
Unwichtig?

Oder die Traditionslüge Gehaltsgefälle von 22%! Auf diese Zahl kommt man nur, wenn man _alle_ Männer und Frauen zusammen nimmt und dann durch das Einkommen teilt. Aber ihr schreibt ja direkt darüber, woher das kommt: Frauen haben mehr niedriglohn Jobs und haben mehr Teilzeitarbeit. _Natürlich_ ist dann das Durchschnittsgehalt unterschiedlich!
Die Frau und der Mann, die in der Firma nebeneinander stehen/sitzen und das gleiche arbeiten, verdienen auch das gleiche oder wenn es unterschiede gibt nur im kleinen, einstelligen Bereich! 22% ist aber pure Lüge!

So, mehr will ich euren Text jetzt mal nicht ausseinandner nehmen ...

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jjcamera 08.03.2014, 08:13
3. Mehr Zeit für Familie?

Zitat von sysop
Sie ist Minijobberin oder arbeitet in Teilzeit, hat oft eine befristete Stelle und verdient viel weniger als ihr männliches Pendant: So sieht die durchschnittliche Berufstätige in Deutschland aus. Neue Zahlen der Regierung belegen eindrücklich das Ungleichgewicht am Jobmarkt.
Die Frauen, die ich kenne, arbeiten absichtlich in Teilzeit, damit sie mehr Zeit für Familie und vor allem für ihre Kinder haben. Nimmt die Studie darauf Rücksicht?
Es muss ja nicht jeder so sein, wie unsere Karrierepolitikerinnen, die ihre Kinder in die Kita abschieben oder ein Kindermädchen engagieren.
Die haben wahrscheinlich diese Studie gemacht.
Mehr und mehr wird das klassische Familienbild obsolet gemacht. Wann begreifen die Frauen, dass sie aus Sicht der Politik nur "Steuer- und Sozialabgaben zahlende Statistikeinheiten" sind?
Ja, ich bin altmodisch. Ich bin zu Hause bei meiner Mutter mit 6 Geschwistern aufgewachsen. Das war 'ne tolle Zeit.

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Welo33 08.03.2014, 08:25
4. Mal wieder Propaganda für den Geschlechterkampf!

Der wichtigste Grund für die beschriebene statistische Ungleichheit wurde nicht erwähnt: Die Unterschiedlichkeit von Männern und Frauen. Hierbei sind insbesondere die unterschiedlichen Wünsche, Ziele und das Setzen von Lebensprioritäten relevant. Eigentlich müßte man über einen solche Artikel lachen. Aber leider ist es ja in der Realität so, daß in Deutschland heutzutage Männer im Beruf massiv benachteiligt werden um die Frauen zu fördern. Von daher sind solche Artikel gefährlich, da sie den Geschlechterkampf anheizen, indem weiterhin suggeriert wird Frauen würden gegenüber Männern benachteiligt. Aber solch realitätsferne Artikel sind ja am 8.März leider Tradition!

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malaconciencia 08.03.2014, 08:32
5. Abstand

Zitat von sysop
Sie ist Minijobberin oder arbeitet in Teilzeit, hat oft eine befristete Stelle und verdient viel weniger als ihr männliches Pendant: So sieht die durchschnittliche Berufstätige in Deutschland aus. Neue Zahlen der Regierung belegen eindrücklich das Ungleichgewicht am Jobmarkt.
Es gibt keinen Lohnabstand zwischen Männern und Frauen. Das männliche Pedant verdient genau so viel! Es gibt lediglich einen Lohnabstand zwischen verschiedenen Berufsbildern und Erwerbsbiographien!
Daß Frauen sich für andere Lebenswege entscheiden ist doch legitim. Dann darf frau sich aber nicht wundern, wenn das Gehalt niedriger ist als in einem anderen Job mit mehr Berufserfahrung. Wieso sind die Feministinnen nur so geldfixiert. Es gibt doch viel wichtigeres als den schnöden Mammon. Quality Time mit den Kindern z.B., oder einen Job, der einen erfüllt und in dem man nicht ständig Umsatzzahlen liefern muß. Gerade bei der Zeit mit den Kindern ziehen die Männer oft den kürzeren. Schließlich ist es nicht so sinnvoll, wenn der Mann Elternzeit nimmt und das Neugeborene gestillt werden soll. Daher verzichtet der Mann oft auf das wirklich wichtige im Leben und sieht zu, daß er in einem öden Job, der gut bezahlt wird das Geld für seine Lieben heranschafft. DAS ist das eigentliche Drama und die wahre Ungleichbehandlung. Aber dies sieht man natürlich nicht wenn man alles nur in Geld und Bezahlung mißt.

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nixda 08.03.2014, 08:35
6.

Zitat von sysop
Sie ist Minijobberin oder arbeitet in Teilzeit, hat oft eine befristete Stelle und verdient viel weniger als ihr männliches Pendant: So sieht die durchschnittliche Berufstätige in Deutschland aus. Neue Zahlen der Regierung belegen eindrücklich das Ungleichgewicht am Jobmarkt.
Wenn eine Frau für weniger Lohn die gleiche Arbeit machen würde wären Firmen unglaublich dumm dies nicht zu nutzen. Wir leben in einer Marktwirtschaft und keiner verschenkt Potential um noch mehr Gewinn zu machen

Dass man als Teilzeitangestellter weniger verdient liegt auf der Hand. Man generiert höhere Unkosten. Arbeitsplatz, Maschinen, Miete kosten immer gleich.

Ich habe für eine Vorsorgeeinrichtung gearbeitet. Dabei habe ich Löhne von zig tausenden Menschen aus hunderten Firmen gesehen. Dass Frauen weniger verdienen stimmt nicht generell. Interessanter weise ist die Wahrscheinlichkeit dafür am höchsten wenn der Chef/Eigentümer eine Frau ist. Bei dieser Gruppe ist der eigene Lohn oft deutlich höher als die der Angestellten. Oft auch deutlich höher als von Männern. Eigentlich hatten männlich Firmenchefs nur dann höhere Löhne wenn die Firma gross war.

Die Grösse des Betriebes hat einen Einfluss auf den Lohn. Auch den der Angestellten. In vielen Kleinbetrieben gab es Firmeninhaber welche weniger Lohn wie die Angestellten haben.

Wer einen möglichst hohen Lohn will sollte also eine grosse Firma wählen, 100% arbeiten und als Frau sollte man weibliche Firmenchefs meiden.

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hellsguenni 08.03.2014, 08:35
7. Auch gebetsmühlenartiges Wiederholen...

Zitat von sysop
Sie ist Minijobberin oder arbeitet in Teilzeit, hat oft eine befristete Stelle und verdient viel weniger als ihr männliches Pendant: So sieht die durchschnittliche Berufstätige in Deutschland aus. Neue Zahlen der Regierung belegen eindrücklich das Ungleichgewicht am Jobmarkt.
...macht einen falschen Sachverhalt nicht richtiger. Die korrekte Überschrift wäre 'Unterschiedliche Jobs mit unterschiedlichen Arbeitszeiten/Qualifikationen werden unterschiedlich bezahlt'. Das ist jetzt nix wirklich neues. Würden Frauen tatsächlich bei gleicher Qualifikation und Arbeitszeit 22-23% weniger als Männer verdienen, dann wären schlagartig alle Männer arbeitslos. So einen Deal läßt sich doch kein Unternehmer entgehen. Schade, daß SPON immer mehr zum Sprachrohr der 'Ewig-Gendrigen' verkommt.

Es stimmt, daß Frauen vorwiegend in Jobs arbeiten, die schlechter bezahlt sind. Um das zu ändern sollte generell die Wertigkeit einer Stelle neu beurteilt und angeglichen werden. Problem hierbei ist aber, daß das Geld für die Bezahlung erwirtschaftet werden muß. Wenn also unserer Gesellschaft ein Krankenpfleger(in)/Altenpfleger(in)/Kindergärtner(in) monetär weniger wert ist als ein Banker(in)/Ingenieur(m/w)/Wissenschaftler(in) dann hilft es nur im Einzelfall sich für einen Job zu entscheiden, der entsprechend gut bezahlt wird. Generelles Gleichmachen funktioniert hier nicht.

Dafür ist lediglich die Qualifikation und Verfügbarkeit des Menschen ausschlaggebend, das Geschlecht jedoch nicht. Leider haben wir mittlerweile die Situation, daß einige weibliche und auch männliche Mitglieder unserer Gesellschaft darauf erpicht sind, sich die Rosinen herauszupicken. Wenn Gleichberechtigung, dann bitte in allen Bereichen - also her mit der Frauenquote bei der Bundeswehr, den Kanalarbeitern, den Müllmännern, den Bergwerksleuten etc. Und dann bitte auch 40 Stunden mit voller Verantwortung anstatt einer Teilzeitbeschäftigung.

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helmut.tomaschky 08.03.2014, 08:39
8. Was für ein Unsinn!

Niemand hat ermittelt WARUM diese Frauen sich entschieden haben so zu arbeiten wie sie das tun.
Weil sie vielleicht andere Vorstellungen von "work-life-balance" haben als (ihre) Männer??? Lieber den stundenweise Job zwei Straßen weiter, für ein willkommenes Taschengeld, aber dafür mit viel Zeit für die Kinder und das wahre Leben rund ums Zuhause anstelle von morgens und abends ne Stunde in der Bahn zu verbringen um drei Städte weiter dann im eigentlich angestammten Beruf zu rabotten? Oder gar unter der Woche Partner und Familie zu verlassen und hunderte Km weiter einen Karrierejob zu verfolgen?
Nö! Sowas fällt Müttern doch im Leben nie ein! Das macht der Mann, das reicht!
Mal umzuziehen, in eine andere Stadt, wo der Job besser bezahlt wird? Und dafür dann die Wohnung/das Haus/die Freunde/den gewohnten halbtags-Job-Tagesablauf aufzugeben, nur wegen Karriere und Geld? Nö! So doof sind Frauen doch auch nicht. Solange der Partner ganztags arbeitet kann es sich Frau leisten auf unterwertige Jobangebote einzugehen. Falls sie Lust drauf hat. Hauptsache der Job ist schön nah, gut zu erreichen, und nicht zu erschöpfend. Mehr Haushaltsgeld, mehr Taschengeld, mehr Konsum, und dabei noch reichlich Zeitfenster für das wahre Leben zuhause, mit den Freundinnen und mit den Kindern, mit der Familie. Darum gehts! Diese Freauen wollen das so, und das ist keine Diskriminierung!
Der Job ist nicht alles, der ist nur Mittel zum Zweck. Wenn er in das eigentliche Lebenskonzept passt. Work-Life-Balance! Das ist das wo die Frauen so vernünftig und hellsichtig und auch konsequenter sind als die doofen Männer. Nix "Diskriminierung"! Viele Frauen wollen es genau so und niemals anders!

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JA München 08.03.2014, 08:42
9. Jedes Kind bringt dem Staat netto 80.000 - 100.000 Euro. Gut für den Staat.

Und wem nützt das System?
(1) Den Unternehmen: Arbeitskräfte on demand, Folgekosten werden externalisiert (Altersarmut etc. - kommt ja alles noch), dafür wird das günstigste Steuermodell international durchgezogen (Apple etc.)
(2) Den Politikern: Von denen praktisch keiner das Rückgrat hat, langfristig das Thema Gesellschaft durchzudenken. Und auch dafür Rahmenbedingungen (Arbeitsgesetzgebung, Bildung) zu schaffen. Dafür sättigen sie sich mit automatischen Diäten.
(3) Dem Staat: Der mit netto immer noch je geborenem Kind ein Plus von ca. 80.000 - 100.000 Euro macht. Und das bei sinkenden Leistungen. Für den Bürger. Dafür werden HRE & Co. gestützt, wo jeder Privatmann Privatinsolvenz hätte anmelden müssen. Too big to fail. Ich möchte ergänzen: als privatperson: so small you get nail(ed).
(4) Den Männern: Die immer mehr Mitsprache, aber immer weniger Verantwortung - auch und gerade finanzielle - für die von ihnen produzierten Kinder übernehmen müssen. (Zum Rest: vgl. das nette Bucht:http://www.amazon.de/Geschlecht-Männer-schaffen-Frauen-arbeiten/dp/3821811552/ref=sr_1_2?ie=UTF8&qid=1394264063&sr=8-2&keywords=Männer+das+faule+Geschlecht).

Dass Frauen sich dann für das Abhängigkeitsmodell entscheiden: http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/kind-und-karriere-die-quote-veraendert-die-arbeitskultur-nicht-a-955471.html ist mir ein Rätsel.

Ich denke, langfristig ist es sinnvoll, so zu tun, als lebe man in den USA: Mit null Unterstützung rechnen (zumindest geht es so der mittleren bis oberen Mittelschicht, sofern dort noch vorhanden) und nur auf sich vertrauen. Gerade als Frau.

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