Forum: Wirtschaft
Goldman-Sachs-Banker O'Neill: "Ich bin Außenseiter in meinem Beruf"
REUTERS

Top-Banker Jim O'Neill von Goldman Sachs will die Bank verlassen. Im Interview rechnet der Erfinder des Schwellenländer-Kürzels BRIC mit der Finanzbranche ab - und erklärt, warum er Russland und China nach wie vor eine goldene wirtschaftliche Zukunft prophezeit.

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Gutenmorgenallerseits 18.03.2013, 06:48
1. Mir kommen die Tränen...

Wer soll denn bitte dieses Vomsauluszumpaulus-Gequatsche glauben?

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nandolino 18.03.2013, 07:50
2. Wenn man alles hat, lässt sich leicht schwadronieren.

"Und ich bin zu dem Ergebnis gekommen: Es ist an der Zeit, ein neues Leben da draußen zu erkunden"...

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pauschaltourist 18.03.2013, 07:58
3.

Zitat von sysop
China, Indien, Russland und Brasilien schienen mir allein von der schieren Größe und ihrer Bevölkerungszahl her das ökonomische Potential zu haben.
Ich habe keine Ahnung, auf welche Daten diese Banken-Insider Zugriff besitzen - nur wer Brasilien und Indien jemals besuchte oder regelmäßig Nachrichten aus diesen Regionen erhält, bezweifelt die These der zukünftigen wirtschaftlichen Erfolge dieser beiden Länder.
Brasilien erlebte jüngst ein Kriminalitätsrevival, die an unkontrollierbare, organisierte Auswüchse der 80er in Kolumbien erinnern lässt - ausländische Investoren jedoch schreckt die entsprechende Alltags- und Entführungsgefahr ab.
Brasilien - bereits 69 Polizisten bei Attentaten 2012 getötet allein im Teilstaat Sao Paulo. Die Politik der öffentlichen Sicherheit unter Dilma Rousseff. Attentate auch in Rio de Janeiro. “Südamerikas Vorzeigestaat.” Der Spiegel » Beitr

Indien hingegen können die bekannten Hemmschuhe Korruption, Militanz und religiöse Bräsigkeit zum Verhängnis werden. Selbst die Chinesen nehmen Indien als angeblichen Konkurrenten nicht mehr ernst.

Russland und selbstverständlich China können diesbezüglich die besten Chancen zugetraut werden. Wobei Russlands Erfolge möglicherweise auf tönernen Füßen stehen, denn Rohstoff- und Waffenexporte tragen ein Wirtschaftssystem vermutlich nicht langfristig.

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Der Kanzler 18.03.2013, 08:03
4. Dieses Jahrhundert

wird als das chinesische Jahrhundert in die Geschichte eingehen. China ist nicht zu stoppen - da gibt es keine Diskussion.

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mittelstandsfreund 18.03.2013, 08:11
5. Berater der britischen Regierung

Gerade derzeit bräuchte die britische Regierung jemanden, der den "Thatcherismus" eindämmt und der Parallelwelt Investmentbanking Beschränkungen auferlegt. Dann könnte vielleicht auch Grossbritannien wieder eine starke Lokomotive innerhalb der EU sein. Derzeit wird GB egoistisch und kurzsichtig regiert, sodass es sich selbst in die Isolation treibt.

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bleichgesicht 18.03.2013, 08:40
6. Nicht zu stoppen

Ganz klar, keine Diskussionen.
China wird nicht zu stoppen sein.

Weder bei der Wasserqualität, noch bei der Atemluft.
Weder bei den Arbeitnehmerrechten, noch bei den Demokratiebemühungen.
Weder bei der Lebensmittelqualität, noch bei der ausbildungsqualität.
Weder..........., noch.............

Einfach nicht zu stoppen, diese Chinesen.
Ich lebe und arbeite in China, angesichts solcher Einlassungen, kann ich nur den Kopf schütteln.

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rabula_raser 18.03.2013, 08:59
7. Könnte aber auch nicht funktionieren, weil

die von der Citigroup Corp., N.Y. im Jahre 2005 und 2006 publizierte neuen Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung der "Plutonomy" längst schon brutale Wirklichkeit geworden ist.

Niemand wird bestreiten, dass der chinesische Wertschöpfungskoeffizient die VR China zum großen Gewinner der kommenden 50 oder 100 Jahre werden lassen wird.

Die Wertigkeit Russlands ist allerdings aufgrund der stetig verringerten Bedarfe an Rohstoffen die aus der russischen Quelle sprudeln, heute schon mehr als fragwürdig.

Der Kernmangel dieser "Aussenseiteransicht" aus dem Lager der Finanzspekulations- und -anlagenbetrugswirtschaft besteht darin, dass der Mann sich so gar nicht mit dem Neuen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem der amerikanischen Plutonomy, als der neuen, finanzbasierten Naziterrordikatatur auseinandersetzt, die in so herausragender Weise von der Citigroup Corp., N.Y. im Jahre 2005 und 2006 schon mit ihren Global Notes vom 16.10.2005 und dem Report über das The Plutonomy Symposium vom 29.9.2006 veröffentlicht wurden.

Man müsst halt nur mal damit beginnen, die wirklichkeitsbestimmenden Publikationen zu lesen und sich seinen Vers darauf machen. So wie zwischen 1925 und 1933, als man durch das Studium des "Mein Kampf" über die Erfordernis der Auswanderung aus Europa bestens informiert worden war. Ganz nach dem Motto der Bremer Stadtmusikanten, denen die weite Welt allemal lieber war, als der Tod Daheim.

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rabula_raser 18.03.2013, 09:01
8. Nicht vergessen: Erich Kästner

Zitat von nandolino
"Und ich bin zu dem Ergebnis gekommen: Es ist an der Zeit, ein neues Leben da draußen zu erkunden"...
Der hat ja mit seinem Gedicht "Ansprache an Millionäre" die Perspektive eines Neuen Thermidor ganz gut abgebildet. Warum sollte es denn nicht möglich sein, die neuen Finanzfeudalherrschaften durch qualifizierte Rigorismen zu entsorgen?

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rabula_raser 18.03.2013, 09:11
9. Bingo - Gut erkannt.

Zitat von pauschaltourist
Ich habe keine Ahnung, auf welche Daten diese Banken-Insider Zugriff besitzen - nur wer Brasilien und Indien jemals besuchte oder regelmäßig Nachrichten aus diesen Regionen erhält, bezweifelt die These der zukünftigen wirtschaftlichen Erfolge dieser beiden Länder..................Russland und selbstverständlich China können diesbezüglich die besten Chancen zugetraut werden. Wobei Russlands Erfolge möglicherweise auf tönernen Füßen stehen, denn Rohstoff- und Waffenexporte tragen ein Wirtschaftssystem vermutlich nicht langfristig.
Schlussendlich ist ja der Kollaps, der sich gesamtwirtschaftlich und gesamtgesellschaftlich aus den real-exisiterenden Liquiditätsembolien in sehr vielen Regionen des "klo"balen Weltzwangswirtschaftsarbeitssystems ergeben wird, ganz einfach durch die in den vergangenen 20 Jahren produzierten Bilanzscheingewinne längst unausweichlich geworden.

Die Lawine hat sich längst gelöst, das Donnern ist "an den Märkten" schon gar nicht mehr zu überhören und selbst der Versuch, sein Vermögen irgendwo in Sicherheit zu bringen, wird im 21. Jahrhundert aufgrund der systemischen Wechselabhängigkeiten nichts mehr bringen. Essen kommt von arbeiten. Und davon verstehen Plutocrats gar nichts und deshalb werden sie mangels neuem Vermögenszufluss genau so verenden wie die Geldwirtschaftsfeudalaristokraten im Spanien des 16. Jahrhunderts und die Holländischen Plutokraten im 17. Jahrhundert sowie die super rich aus dem amerikanischen Gilded Age und den Roaring Twenties.

Nach solch hemmungslosen Saufgelagen folgt immer ein gänzlich unkontrollierbares Gekotze. Und das steht wohl z.Zt. an.

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