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Google-Rochade: Schmidt erhält Millionen-Prämie zum Abschied

Zum Abschied bekommt Google-Chef Eric Schmidt ein dickes Geschenk: Ein 100 Millionen Dollar schweres Paket mit Aktien und Aktienoptionen. Nach Berichten von US-Zeitungen ist es das erste Mal in seinen zehn Jahren als Firmenlenker, dass Schmidt eine solche Prämie erhält.

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Tengoinfo 23.01.2011, 11:24
1. ...

Richard Fuld hat in seinem letzten Jahr ca. 45 Millionen Dollar verdient. Das war das Jahr in dem Lehman Brothers Pleite ging.

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alpenkraut 23.01.2011, 11:46
2. au

Diese Meldung soll wohl den Durchschnittsbürger zu mehr Leistung animieren?
Ein bisschen den Neid anstacheln, was?

Um den Sachverhalt mal ins rechte Verhältnis zu rücken...

Diese Prämie bewegt den Schmidt etwa in dem Maße wie mich der Fund eines Euros auf der Straße.

Eingesteckt.
Vergessen.

Ein dreifaches Hoch auf die Inflation!

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seppiverseckelt 23.01.2011, 11:57
3. Nun Ja . . .

angesichts schon bisherigen Vermögens von über 6 Milliarden Dollar wird der ärmste es wohl verschmerzen können dass er die "Prämie" erst zum abschied als CEO erhält- und nicht wie in der Bankerszene manchmla geschehen perverserweise schon zum antritt!- -nun besitzt er also 6-komma-irgendwas
+ 100 milliönchen...
WAS kann der sich jetzt eigentlich davon leisten was er bisher n i c h t konnte ????? Aber jetzt hat er vielleicht etwas mehr Zeit um es auszugeben...ZEIT ist der wahre Luxus !

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O tempora... 23.01.2011, 13:17
4. abstrus

Wie wäre es, lieber SPON, eimal mit einer kleinen Anmerkung zu solch einem Thema? Dass nämlich die Einkommensverhältnisse in den Chefetagen völlig PERVERS sind? Dass Mr. Schmidt die 100 Mio ziemlich egal sein können?
Dass beim Satz "angesichts der herausragenden Leistungen...angemessen" ein sein Leben lang hart arbeitender Mensch anderer Einkommensklassen nur Hohn lachen dürfte.....?

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freiheitgleichheit 23.01.2011, 13:29
5. ..Inflation ?

Zitat von alpenkraut
Diese Meldung soll wohl den Durchschnittsbürger zu mehr Leistung animieren? Ein bisschen den Neid anstacheln, was? Um den Sachverhalt mal ins rechte Verhältnis zu rücken... Diese Prämie bewegt den Schmidt etwa in dem Maße wie mich der Fund eines Euros auf der Straße. Eingesteckt. Vergessen. Ein dreifaches Hoch auf die Inflation!
...so frage ich, ob diese Bezeichnung für die schärfste Volksausraubung seit dem Anlaß für den Bauernkrieg noch zutrifft.
Solche "Abfindungen" werfen Schlaglichter auf die schreiende Ungerechtigkeit gegenüber denen, die als Gegenwert für ihr Geld richtige Arbeit abliefern und nicht mal im Traum (oder seltenst im Lotto) in die Nähe einer solchen Summe kommen können.
Vor diesem Hintergrund ist es nicht schlechthin unverschämt, sondern ein Verbrechen, dem auf "Verbraucher"
reduzierten Bürger vorzuwerfen, er sei erheblich mit schuld u.a. am Dioxin-Skandal, weil er, der Verbraucher, alles nur billig haben wolle.
Das ist echt der Gipfel: erst nach Euro-Umtausch höchststaatlich die wirksamen Preiskontrollen verhindern, dann zulassen dass 1 Euro in weiten Bereichen wertmäßig
gleich 1 DM (und weniger)wird, die Gehälter, Löhne, Freiberufseinkommen,...arbeitender Leute und auch Renten aber nicht annähernd im gleichen Maße steigen lassen - und dann auf die Leute schimpfen, die nicht mehr wissen, wie sie die Irrsinnspreise bezahlen können.
Wenn man dazu aufrufen würde, die Preissteigerungen, die jeder weiß, aufzählen, würde eine sehr, sehr lange Liste entstehen.
z.B. Speisekarten-vorher-nachher: die Wirte halten es schon für kulant, Bilig-Essen für "Nur-Euro" 17 anzubieten. Halt ´mal Leute: 34,- DM, das stand mal auf den letzten Seiten der Menükarten bei den 4 bis 5-Gänge-Menu´s. Autos der unteren Mittelklasse waren für 25 bis 30 T DM zu haben - das kosten sie jetzt in Euro,... Und dann kommen noch blöde Webefuzzis mit dem noch blöderen Spruch "Geiz ist geil" - also die fleißigen und mit Geldsorgen versorgten Leute, die ich kenne, haben diesen das Volk verarschenden Spruch nicht erfunden !
das Volkverarschgend

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loncaros 23.01.2011, 13:36
6.

Das einzig bemerkenswerte daran ist, dass im Verhältnis Prämie zu Leistung diese 100 Millionen wohl ungefähr im Faktor 100 unterdurchschnittlich sind.

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Spades 23.01.2011, 14:25
7. miau

Zitat von freiheitgleichheit
...so frage ich, ob diese Bezeichnung für die schärfste Volksausraubung seit dem Anlaß für den Bauernkrieg noch zutrifft.
Wie ist das denn bitte "Volksausraubung"?? Schmidt bekommt 100 Millionen dafür, dass er aus einer Suchmaschine unter vielen einen Internetgiganten aufgebaut hat. Google ist mittlerweile eines der wertvollsten Unternehmen der Welt und das dank Schmidt.
Ich weiss nicht wie es Ihnen geht, aber mir hat weder Herr Schmidt noch Google einen Cent geklaut. Soweit mir bekannt ist, auch nicht dem deutschen oder irgendeinem anderen "Volk".
Diese ständige linke Sozialromantik, dass das einzige "gute" einkommen dasjenige ist, das mit Muskelkraft zusammengearbeitet wurde ist doch an Hohlheit kaum zu unterbieten.
Das Ironie daran? Meistens kommen solch dämlichen Sprüche auch noch von teuer ausgebildeten aber völlig nutzlosen Sozialpädagogen, die noch nie mehr mit ihren Händen getan haben als Billy-Regale aufzubauen und teuer mit Steuergeldern ausgebildet wurden, ohne irgendwie zur Vermehrung des Volksvermögens beizutragen. Ich finde hier ist die "schärfste Volksausraubung" eher zu finden als bei völlig verdienten Abfindungen für erfolgreiche Manager.

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Loewenherz 23.01.2011, 14:54
8. Alles ist relativ

Zitat von Spades
Wie ist das denn bitte "Volksausraubung"?? Schmidt bekommt 100 Millionen dafür, dass er aus einer Suchmaschine unter vielen einen Internetgiganten aufgebaut hat. Google ist mittlerweile eines der wertvollsten Unternehmen der Welt und das dank Schmidt.
Absolut korrekt. Der Mann hat sich das verdient.
Zitat von
Meistens kommen solch dämlichen Sprüche auch noch von teuer ausgebildeten aber völlig nutzlosen Sozialpädagogen, die noch nie mehr mit ihren Händen getan haben als Billy-Regale aufzubauen und teuer mit Steuergeldern ausgebildet wurden, ohne irgendwie zur Vermehrung des Volksvermögens beizutragen.
Dies wiederum ist aus meiner Sicht genau fehl am Platz wie die oben kritisierte linke Sozialromantik. Ich bin Diplom-Sozialpädagoge und verdiene mein Geld mittlerweile via Google. Und zwar ein vielfaches von dem, was ich in der sozialen Arbeit verdient habe. Ist meine jetztige Arbeit deshalb wertvoller, nur weil ich mehr verdiene? Schwachsinn. Ist soziale Arbeit wertlos, nur weil sie nicht das Volksvermögen vermehrt? Dito Schwachsinn. Der soziale Sektor wäre nicht notwendig, wenn Arbeit ordentlich bezahlt würde und Lebensverhältnisse menschenwürdig wären. Aber alle klasssischen Frauenberufe gelten nun einmal aus der einseitigen Wirtschaftssicht als minderwertig und werden deshalb schlecht bezahlt. Eine Erzieherin, welche die Gegenwart und Zukunft unserer Kinder prägt, macht in meinen Augen einen wertvolleren Job als die meisten Bankangestellten. Doch sie wird deutlich schlechter angesehen, viel schlechter bezahlt und das bei einer längeren Ausbildungszeit.

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Spades 23.01.2011, 15:22
9. ...

Zitat von Loewenherz
Dies wiederum ist aus meiner Sicht genau fehl am Platz wie die oben kritisierte linke Sozialromantik.
Die Verallgemeinerung hätte wirklich nicht sein müssen.
Allerdings ist es so, dass eigentlich alle Sozialpädagogen die ich kenne ziemlich nervige Moralapostel sind.

Sollte es unter den Absolventen der Sozialpädagogik,-wissenschaften oder artverwandten Gebieten Wesen geben, die nicht ausschliesslich in Utopien denken, entschuldige ich mich bei denselben.

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