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Grüne im Umfragetief: Die Fehler von Deutschlands hochoberster Klimaschutzpartei
DPA

Das Klima schlägt Kapriolen, die Autoindustrie kriselt: Trotzdem torkeln die Grünen, Deutschlands hochoberste Klimaschutzpartei, bei der Bundestagswahl auf den wohl letzten Platz im Parlament zu. Warum?

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ansch 20.09.2017, 18:42
1. Klimaschutzpartei??

Das mit der "Klimaschutzpartei" ist hoffentlich ironisch gemeint. Wurde nicht gerade eine grüne(!) Landesregierung auf die Einhaltung der Gesetze zur Luftreinheit verklagt? Weiterhin ist einer der beiden Spitzenkanditaten nicht durch Qualifikation. sondern durch Quote auf dem Posten. Da kann man nicht viel erwarten. Die Grünen war mal gut, um den Umweltschutz voranzubringen, aber inzwischen sind sie nicht nur überflüssig, sondern sogar schädlich.

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gympanse 20.09.2017, 18:49
2. Einfache Antwort

Das liegt daran, dass die Grünen eben nicht mehr die Protestpartei sind, die sie früher waren und sich von den anderen etablierten Parteien nicht mehr oder nur in geringen Nuancen abgrenzen. Da kann man dann auch gleich den größeren potentiellen Fraktionspartner wählen oder eben eine Partei, die teilweise noch andere Ideen und Schwerpunkte hat also die anderen wie z.B. die Piratenpartei oder so.

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stephx 20.09.2017, 18:51
3. Unsäglichliche Aussagen der Bundestags-Grünen

die Grünen haben Recht mit ihrem Wahlprogramm, was die Umwelt angeht - dafür würde ich sie eigentlich auch wieder wählen.
AAAAber: die Aussagen, die die Führung aus Berlin in Sachen Flüchtlingspolitik gemacht haben, sind dermaßen naiv, weltfremd und nicht bis zu Ende gedacht, so dass ich sie in diesem Punkt sogar für gefährlich für Deutschlands Zukunft halte. Aus diesem Grund hoffe ich sogar, sie mögen die 4,9% nicht überspringen!

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wutbürger2010 20.09.2017, 18:52
4. Fehlende Ausstrahlung

Herr Özdemir gibt sich alle Mühe und kommt, glaube ich, auch ganz gut und authentisch rüber bei den Menschen.

Aber bei der 2. Person im Spitzen-Duo, Frau Göring-Eckhard, da fehlt es irgendwie an Charisma, an Profil, an Biss.

Zudem sind die Themen Umwelt und Atomkraft mittlerweile nicht mehr oben auf der "Hitliste" der Kompetenzthemen für die Wähler.

Würden die Grünen aus dem Bundestag ausscheiden, man es würde wohl kaum bemerken.

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celebraler_kortex 20.09.2017, 18:52
5. Klientelpolitik

Das Problem der Grünen ist nicht nur der Klimaschutz, sondern auch dass, wofür sie sonst stehen, und sei es nur in den Augen des Großteils der Wählerschaft: Minderheitenpolitik. Die Grünen setzen sich ein für...so ziemlich jede Minderheit, die es gibt. Aber wenn man keiner angehört, wie soll mensch sich da repräsentiert fühlen?
Und 120 auf der Autobahn in D werden das Klima nicht retten.

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rgryf 20.09.2017, 18:54
6. Grün ist absoluter Wahlflop 2017

Man kann nur hoffen, die Stammwähler hieven sie über 5%.
Sie haben ein sehr gutes Programm, indem für fast alle angesprochenen, drängenden Fragen Handlungsvorschläge stehen. aber sie kommunizieren das nicht deutlich und konkret. Die Plakate sind bis auf einige Regionale Eigeninitiativen absolut luftig. Und dann antworten selbst Spitzenppolitiker der GRünen auf die Fragen nach konkreten Ansätzen zum Dieselthema nur halbherzig: die Forderung nach der Abschaffung von Dieselsubventionen ist zu gefährlich. Man fordert einen wirklichen Wechsel, aber ängstigt sich vor konkreten Ansagen was geändert werden muss! Es ist wirklich bitter! Denn wie heißt der Spruch, wer nicht wagt der nicht gewinnt. (Klingt irgendwie nach dem Buchtitel von Robert Habeck)

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Schlaukeks 20.09.2017, 18:54
7. Flüchtlingskrise und Merkel

Das ist eigentlich recht einfach zu erkennen. In der Flüchtlingskrise haben die Grünen zuerst so getan, als ob es keine Krise wäre und dann sich hinter dem Grundgesetz versteckt. Nach dem Motto alles Supi auf Teufel komm raus, was er dann auch in Form der Afd tat!
Selbst heute sind sie noch die Einzigen, die alle Flüchtlinge der Welt aufnehmen wollen und nicht NEIN sagen können. Das wollen die Deutschen nicht mehr weil, irgendwann ist auch mal gut und wir können nicht der ganzen Welt aus der Patsche helfen.
Kriegsflüchtlinge Ja Rest Nein!
Ansonsten hat Frau Merkel den Grünen das Heft aus der Hand genommen und mit dem Atomausstieg und der Energiewende alle wichtigen Themen der Grünen übernommen.
Da bleibt jetzt nicht mehr viel für die Grünen, mal angesehen von den Fehlern der Grünen, ob Renate Künast oder Trettin oder ... gääähn ähh ja ... und da ich ein Herz für Verlierer habe werde ich die Grünen wählen. Immer gegen den Strom! :p

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z1mz1m 20.09.2017, 19:01
8. Ich sehe das einfacher..

alle Parteien haben mittlerweile erkannt, dass (zumindest das Reden über) Klimathemen wichtig ist. Das Alleinstellungsmerkmal der Grünen ist da abhanden gekommen. Und das Belehren und Vorschreiben-wollen der Partei macht's auch nicht gerade besser.

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wolleh 20.09.2017, 19:01
9. Eigentlich schade

Die Spitzenkandidaten sind gut und bürgernah. Sie machen einen weit besseren Eindruck als jeder CDU/CSU - oder FDP- Politiker. Ich würde sie wählen, gäbe es nicht die Linke. Ich hoffe noch immer, dass sich die vier kleinen Parteien zusammen tun, und den Kanzler stellen: also Linke, die Grünen, die Scheinliberalen und die ehemals sozialdemokratische Partei. Als Kanzler könnte ich mir Herrn Özedemir vorstellen. Schulz Europa-Minister und Frau Wagenknecht Außenminister. Herr Lindner wäre ein sicherlich guter Verkehrsminister. Gregor Gysi bekäme das Sozialministerium.

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