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Hambacher Forst: RWE-Chef und Umweltschützer treffen sich zum Krisengespräch
DPA

Der Energiekonzern RWE und die Umweltverbände BUND, NABU und Greenpeace fürchten eine Eskalation der Gewalt im Hambacher Forst. Nach SPIEGEL-Informationen wurde ein Spitzentreffen am Mittwoch anberaumt.

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tinnytim 11.09.2018, 13:24
10.

Zitat von meierchris1983
Es gab ein Genehmigungsverfahren und in dessen Anschluss wurde die Genehmigung erteilt. Da gibts gar keine Frage, der Wald kommt weg. Und die "Umweltschützer" schützen die Umwelt nicht, die sind doch nur auf Randale aus. Sich im Genehmigungsverfahren einzusetzen, wäre sinnvoll gewesen, aber jetzt ist es zu spät. Wäre ich RWE, würde ich anfangen zu fällen. dann lässt man die Bäume der Aktivisten erstmal stehen, dann kommt die Polizei später auch leichter dran wenn sie die Bäume, zu recht, räumen. Ich hoffe nur, dass sich dabei kein Polizist verletzt. Die können für die Situation am wenigsten.
Die Genehmigung stammt meines Wissens nach aus den 70ern. Wer da sagt, dass dieses Verfahren immernoch ohne weiteres juristisch unantastbar ist, bewegt sich auf dünnem Eis.

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tinnytim 11.09.2018, 13:26
11.

Zitat von noalk
Wie will RWE den "Umweltverbrauch" im Hambacher Forst ausgleichen? Wo sollen Bäume gepflanzt werden oder ähnliche Maßnahmen erfolgen? @#1: Eine weitere Verzögerung kann durchaus zur Folge haben, dass der Braunkohlenachschub unterbrochen wird und die Kraftwerke stillstehen. Kostet natürlich Geld. Außerdem: Selbst wenn das Ergebnis der Kohlekommission vorliegt, wird darüber noch lange diskutiert werden. Da werden dann auch Stimmen zu hören sein, die ein weiteres Abwarten von RWE fordern. @#3: Braunkohle eignet sich nicht zur Erzverhüttung.
Zu Ihrem zweiten Punkt: Die Abbruchkante ist 400m vom Wald entfernt, und die Bagger schaffen etwa 100-150m im Jahr. Es ist also alles andere als urgent, jetzt den Wald zu fällen.

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muenchen84 11.09.2018, 13:27
12. Armin Laschet sollte sich mal sehen lassen

Der Ministerpräsident sollte sich mal dringend sehen lassen in der Gegend, genau da wos richtig knallt und weh tut, AUCH DAS ist seine Aufgabe.
Die Polizei Aachen sollte aufhören ihre News auf BILD-Niveau zu schreiben und Sanitäreinrichtungen und Küchen, die zerstört und geräumt wurden, nicht als Unrat und Müll zu bezeichnen.
RWE sollte sein Chaos bzgl. Zutrittsbegrenzungen stoppen, den nirgendwo stehen Schilder und ist ein Zaun, bis zu dem man gehen kann, da herscht totals Chaos.
Das Innenministerium NRW sollte sich mal für die Sache interessieren, auf deren Website ist davon kein Wort zu lesen. Auch nicht, was gefährlicher Ort, der das Gebiet jetzt ist, polizeirechtlich bedeutet. Und schließlich die Bürger in den Dörfern, die sollten statt auf Trödelmärkte und griechische Tänze zu gehen, vor Ort present sein und Flagge zeigen.

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salomon17 11.09.2018, 13:37
13. @meierchris1983

Dass Umweltschützer "nur auf Randale aus" sind, wie Sie schreiben, empfinde ich als unverschämte Unterstellung. Sie finden Gewaltbereitschaft leider inzwischen in vielen Teilen der Bevölkerung, könnten mit diesem Argument also nahezu jede Gruppierung mundtot machen. Ich unterstütze den Umwelt- und Naturschutz seit Jahrzehnten (aus guten Gründen, wie überall zu sehen ist) und habe mich immer gegen Gewaltanwendung gewendet und mich von dieser distanziert. Es ist schade, dass hier immer wieder derart undifferenzierte Forenbeiträge veröffentlicht werden, in denen Leute mit einer Meinung, die dem jeweiligen Schreiber nicht gefällt diffamiert werden.

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spon-48a-4mg0-2 11.09.2018, 13:48
14.

Zitat von Hirschkuh 48
Hierzulande werden Tatsachen geschaffen - nicht rumdiskutiert.
Zum Glück ist das so. Sonst wären wir wahrscheinlich wirtschaftlich auf dem Stand von Burkina-Faso. Ansonsten noch viel Spaß beim Dagegensein und natürlich beim Diskutieren.

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muster.schieber 11.09.2018, 13:59
15. Kudos an die Baumbesetzer*innen

In Wackersdorf musste die geplante Wiederaufbereitung von Atommüll abgeblasen werden, weil die Durchsetzung für die CSU politisch nicht durchsetzbar war. Und in Kalkar hat das RWE ein Milliardengrab mit Subventionen der Allgemeinheit hinterlassen, in dem nie schnell gebrütet sondern zum Glück nur gefeiert wurde. Höchste Zeit also, dass das RWE sich das nächste Milliardengrab für eine ihre Dreckschleudern schaufelt. Danke an den Widerstand im Hambacher Forst dafür!

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Pless1 11.09.2018, 13:59
16.

Zitat von meierchris1983
Es gab ein Genehmigungsverfahren und in dessen Anschluss wurde die Genehmigung erteilt. Da gibts gar keine Frage, der Wald kommt weg. Und die "Umweltschützer" schützen die Umwelt nicht, die sind doch nur auf Randale aus. Sich im Genehmigungsverfahren einzusetzen, wäre sinnvoll gewesen, aber jetzt ist es zu spät. Wäre ich RWE, würde ich anfangen zu fällen. dann lässt man die Bäume der Aktivisten erstmal stehen, dann kommt die Polizei später auch leichter dran wenn sie die Bäume, zu recht, räumen. Ich hoffe nur, dass sich dabei kein Polizist verletzt. Die können für die Situation am wenigsten.
Wie ein anderer Forist schon anmerkte: die Genehmigung ist sehr alt - sowohl die Rahmenbedingungen haben vollkommen verändert als auch RWE selbst. Die stehen mittlerweile im Wettbewerb und müssen sich von ihrem Schmuddel-Image weg bewegen, wenn sie noch am Markt bestehen wollen.

Eine Genehmigung haben ist daher nur eine notwendige Bedingung, um den Wald roden zu dürfen. Sie ist noch kein hinreichender Grund, es jetzt unmittelbar zu tun. Das weiß man mittlerweile auch bei RWE.

Bilder von gewaltsamer Räumung wäre das letzte, was dieser Konzern, der mit dem Rücken zur Wand steht, jetzt gebrauchen kann. Rechtslage hin oder her.

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pric 11.09.2018, 13:59
17. Notwendigkeit

Es ist ein kleines positives Signal, dass die Verbände und das Unternehmen ein Treffen vereinbart haben. Eine Kollisionspolitik zur Profilierung einzelner Law&Order-Proponenten schadet immer dem Gemeinwohl, und das wird hier verhandelt. Ergebnisse, die in Richtung der Forderungen der Umweltschützer gingen, sind leider nicht zu erwarten. Im Moment steigt der Preis für CO2-Berechtigungen enorm, das macht Kohle unrentabler. Ob es wirklich nötig (im Sinne des Gemeinwohls) und vor allem rentabel ist, den Hambacher Forst abzuholzen, scheint mir nicht so sicher zu sein.

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Raisti 11.09.2018, 14:14
18.

Hat hier wer ein bißchen mehr Ahnung und kann was zu der Versorgungssicherheit in NRW sagen, die der RWE Chef anführt ?

1. Kohlekraftwerk verheizen auch gerne importierte Kohle, weil die teilweise billiger ist als Deutsche
2. Haben wir ein Europäisches Energienetz. Sprich Versorgungslücken sollten eigentlich vermeidbar sein da man dann einfach mehr Strom importiert. (z.b. Atomstrom aus Frankreich)

Hört sich für mich alles nur nach vorgeschobenen Argumenten an, die der RWE Chef da vorbringt.

Kann die Argumente vom RWE Chef echt nicht nachvollziehen.

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sekr 11.09.2018, 14:25
19. Durchhalten!

Nur noch ein paar Monate!
Ihr schafft das!
Ich bin bei euch!

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