Forum: Wirtschaft
Hambacher Forst: "Welcome to Danger Zone"
REUTERS

Wie zerstört man ein Baumhaus, in dem sich Aktivisten verschanzt haben - mitten im Wald? Die Räumung des Hambacher Forstes hat begonnen. Alle Seiten stellen sich auf ein wochenlanges Kräftemessen ein.

Seite 1 von 12
freddygrant 13.09.2018, 18:09
1. Man würde es nicht glauben ...

... wenn es nicht bildhaft und offensichtlich wäre. Im
Hambacher Forst kämpft das Volk gegen die Politik
seiner Repräsentanten. Wenn es hier auch zu einem
Aufschaukeln und Zuspitzung des Protest gegen die
Beseitigung unserer Lebensgrundlagen - für wirtschaftliche
Interessen - kommt werden wir die nötige Aufmerksamkeit
auch außerhalb unserer Grenzen zu spüren bekommen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
SteveCrj 13.09.2018, 18:16
2. Es ist ein Rechtsstaat

RWE hat das Gelände gekauft und hat die Abholz- sowie Braunkohleabbaugenehmigung. Punkt. Die ganzen Aktionen im Wald sind unsinnig. Man kann hinterfragen ob es Sinn macht 2018 noch Wälder abzuholzen und Braunkohle zu fördern/verbrennen, aber ein diesbezügliches Umdenken erreicht man nicht durch "Waldbesetzung", sondern man muss einen anderen Ansatz verfolgen. Das Besetzen des Waldes ist nichts anderes als "Widerstandsromantik" und Polizisten mit der Zwille Stahlkugeln um die Ohren zu ballern, ist an Dämlichkeit nicht zu überbieten. Der Polizist setzt geltendes Recht durch und baut keine Braunkohle ab. Er ist nicht der "Feind". Wenn das im Wald gebundene SEK nicht rechtzeitig zu einem anderen Vorfall kommen kann, dann ist das Geschrei wieder groß. Auch dann, wenn wegen der Urlaubssperre etc. wieder Polizisten fehlen und Überstunden anfallen. Und wenn das aktuelle Aktivistenfräulein später mal belästigt wird o.ä., dann ist es auch wieder recht froh, wenn die Polizei kommt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
louisa_mumm 13.09.2018, 18:19
3. Richtig so!

In Zeiten des Klimawandels, Insektensterbens und der Kapitalhörigkeit ist es ein Zeichen von Zivilcourage intakte Naturgebiete schützen zu wollen. Alle Aktivisten sind zu bewundern und zu unterstützen, denn sie handeln, statt nur zu reden. Das sollte es viel öfter geben. Die Natur braucht uns nicht, aber wir brauchen sie, um zu überleben. Dass man Geld nicht essen kann, ist eine alte Weisheit. Leider aber eine der best ignoriertesten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
josho 13.09.2018, 18:19
4. Selbstverständlich ist ziviler Widerstand.....

....hier erstes Gebot! Weniger um des Ergebnisses willen, das ohnehin schon feststeht, als um die Symbolik, die von der Aktion ausgeht. Selbstverständlich wären auch andere Lösungen möglich gewesen, aber die wollte man nicht. Wohl auch um der Symbolik willen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kennke 13.09.2018, 18:21
5. Bitte besser recherchieren

Bitte hören sie auf die Märchen von gefundenen Waffen oder schwerverletzten Polizisten zu verbreiten, das ist mittlerweile klar widerlegt worden. Als nächstes kommt dann wieder die Geschichte mit den Tunneln?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pierrotlalune 13.09.2018, 18:27
6. unfähige Regierung

In Zeiten wo der Klimaschutz, Klimawandel in aller Munde ist, wo über den Kohleausstieg überhaupt keine Diskussion mehr nötig ist, gehen sowohl RWE gnadenlos gegen unsere Landschaft um, es geht denen nur ums Geld, nicht um die Zukunft des Landes, der Leute. Die regierenden machen auf einer Seite den Kohleausstieg deutlich, auf der anderen Seite lassen sie das zu, fördern dies durch polizeilichen als steuerlich bezahlten Einsatz. Ich denke, die RWE hat schon so viele Steuersubventionen erhalten, da wird einem mulmig werden, wenn Summen bekannt werden würden. Also weiter in der lahmen Republik nach dem Motto, nach uns die Sintflut, hauptsache Kohle machen, aus schwarzen Gold wird gelbes Gold, Davon wird der Bürger jedoch nichts abbekommen, außer eine verschandelte Landschaft. Dank an die RWE für soviel Unsinn, Apell an die Bürger holt euch einen anderen Stromversorger, rwe ist eher am teuersten. Dank an die regierenden für ihr unfähiges inkompetentes handeln. Hier werden anständige Leute die vor und nachdenken bestraft für ein Konzern wo das Denken am Konto anfängt und am Konto aufhört. Das ist kein Mit- , vor- oder nachdenken, das ist purer Kapitalismus auf Kosten der Allgemeinheit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sterling 13.09.2018, 18:30
7. Gut so

Umweltaktivisten, Künstler, Feministen usw. glaube mittlerweile, dass sie sich alles erlauben dürfen.
Ich bin zwar auch für den Umweltschutz, aber hier scheint ja alles rechtlich zu passen. Verstehe von daher nicht diese nervige Aktion von nervigen Menschen, die anscheinend nichts besseres zu tun haben als alle anderen zu nerven.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
colataxi 13.09.2018, 18:32
8. Geltendes Recht

Hier wird immer davon gesprochen das es sich um eine legale Rodung handelt. Dies mag vielleicht daher kommen das RWE einen Vertrag mit der Landesregierung abgeschlossen hat. Dieser Vertrag darf aber laut EU Gesetzen heute gar nicht mehr gelten. Laut EU Gesetz ist der Hambacher Forst Naturschutzgebiet und so zu erhalten wie er ist! Deutschland verstößt hier gegen geltendes Recht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
axel_roland 13.09.2018, 18:36
9. Die Aktion schadet nicht RWE sondern dem Steuerzahler...

....Also uns allen. Was soll das? Ich bin auch ganz klarer Gegner der Braunkohle. Trotzdem ist die Forstbesetzung Unfug: Hier wird nicht gegen die Braunkohle sondern gegen den Rechtstaat protestiert und dafür habe ich null Verständnis. Ich zahle privat und beruflich absichtlich mehr für meinen Strom, um ausschließlich erneuerbare Energien zu fördern. ICH bin der, der Braunkohle verhindert, indem ich ihn nicht kaufe. Wer im Wald protestiert kostet hingegen nur Steuergelder.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 12