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Handel nach EU-Austritt: Deutsche Wirtschaft legt Wunschzettel für den Brexit vor
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Wenn schon Brexit, dann ein möglichst sanfter: Die deutsche Industrie legt ihre Wünsche zu Großbritanniens EU-Austritt vor. Gerne sähen es die Wirtschaftsvertreter, wenn Briten künftig wie Norweger behandelt würden.

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stefan.p1 13.03.2018, 06:52
1. "Man wird ja noch träumen dürfen. Ginge es-

- nach der deutschen Wirtschaft...."
Natürlich geht es nach der deutschen Wirtschaft. Zumindest solange Merkel Kanzlerin ist. Die deutschen Wirtschaft hat mit Merkel ihre größte Lobbyistin. Sie hat in en letzten 12 Jahren Politik für die Dax Konzerne gemacht und wird das beim Brexit auch tun. Ihr bleibt auch keine andere Wahl den die starke deutsche Wirtschaft ist das einzige was Merkel an der Macht hält.

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gerhard-s-123 13.03.2018, 07:02
2. wer zu spät kommt

Der Wunsch des BDI ist verständlich.

Dem steht allerdings die definitive Absage an Binnenmarkt und Zollunion entgegen.

Der britischen Alternative dazu hat Tusk vor Tagen eine harsche Absage erteilt. Bestenfalls ein Handelsabkommen.

Da das dem BDI bekannt sein dürfte ist die Veröffentlichung dieser Wunschliste eigentlich brotlose Kunst.
Da hätte man vor Monaten in Brüssel intervenieren müssen.

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frankfurtbeat 13.03.2018, 07:16
3. ja doch genau ...

ja doch genau - soft landing - der good old economy zuliebe ... die Tommi´s wird´s freuen ...
die ganzen Drohszenarien - alles Makulatur - die EU tritt selbst gegenüber GB als schwacher Verein auf ...

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hansaeuropa 13.03.2018, 07:21
4. war doch klar

50 Mrd Außenhandelsüberschuss gegenüber Großbritannien! Die Deutschen haben wesentlich mehr zu verlieren als die Britten. Mal sehen wie schnell die EU von Ihrem hohen Ross bei den Brexitverhandlungen herabsteigt.

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jpphdec 13.03.2018, 07:25
5. Die gesuchten Begriffe lauten EFTA und EWR

Großbritannien war bis zu seinem EU-Beitritt EFTA Mitglied und EFTA Mitglieder können dem EWR beitreten, was bis auf die Schweiz auch alle getan haben. Damit hätten die Briten sowohl ihren status quo ante zurück als auch Zugang zum Binnenmarkt ("wie Norwegen")

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s.l.bln 13.03.2018, 07:41
6. Die Eu ist mitnichten eine...

Zitat von paulpuma
Der Brexit könnte in der Tat recht einfach über die Bühne gehen: UK wird Teil des Europäichen Wirtschaftraumes so wie es zB Norwegen ist. Leider will die politisch ungeschickte EU-Führung an Britannien ein Exempel statuieren. Damit entstehen für die EU zwei Probleme: (1) Die EU erscheint nach innen als Zwangsanstalt, die man nicht verlassen kann. (2) Britannien wird Nachbar und Handelspartner bleiben. Mittelfristig ist die Demütigung eines zukünftigen Partners ein Fehler.
...Zwangsanstalt und das imaginierte Exempel existiert nicht.
Die Briten selbst wollen den Status der Norweger nicht, weil zum Einen zu dem Bedingungen gehören, die ihnen nicht passen und Ihr eigentliches Problem auch in diesem Fall nicht geklärt ist:die Irlandfrage.
Ungeschickt verhalten sich hier ausschließlich die Briten.

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Outdated 13.03.2018, 07:43
7. Sie scheinen nicht zu wissen...

Zitat von paulpuma
Der Brexit könnte in der Tat recht einfach über die Bühne gehen: UK wird Teil des Europäichen Wirtschaftraumes so wie es zB Norwegen ist. Leider will die politisch ungeschickte EU-Führung an Britannien ein Exempel statuieren. Damit entstehen für die EU zwei Probleme: (1) Die EU erscheint nach innen als Zwangsanstalt, die man nicht verlassen kann. (2) Britannien wird Nachbar und Handelspartner bleiben. Mittelfristig ist die Demütigung eines zukünftigen Partners ein Fehler.
zu welchen Bedingungen Norwegen an die EU geknüpft ist,
denn genau diese Bedingungen lehnen die Briten ja ab.
Es wird also mitnichten ein Exempel statuiert, GB will einfach nur das was noch Niemand bekommen hat und auch Niemand bekommen wird.

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RedOrc 13.03.2018, 07:45
8. Ungeschickt? Von Wegen

Zitat von paulpuma
Der Brexit könnte in der Tat recht einfach über die Bühne gehen: UK wird Teil des Europäichen Wirtschaftraumes so wie es zB Norwegen ist.
Stimmt. Dummerweise will UK das nicht.

Zitat von
Leider will die politisch ungeschickte EU-Führung an Britannien ein Exempel statuieren
Was für "Exempel" ist das eigentlich, von dem die Brexit-Fans immer wieder schreiben? Dass man außerhalb eines Clubs nicht die gleichen Rechte hat wie Clubmitglieder ist doch vollkommen normal. Was genau soll daran "Exempel statuieren" sein?

Im übrigen agiert die EU-Führung politisch und verhandlungstaktisch äußerst geschickt, viel besser als die meisten ihr zugetraut hätten - vor allem angesichts des Hin- und Hers der Briten, einmal feste Zusagen machen, kurze Zeit später dann widerrufen. Während die EU-Führung konkrete Vorschläge gemacht hat, kommt von UK genau nichts. Ein Wunder dass die EU nicht einfach die Verhandlungen abgebrochen hat bis UK endlich mal konkrete Vorstellungen liefert (u.A. für das Nordirlandproblem). Ich selbst hätte nicht die Engelsgeduld der EU - anderseits ist sie dafür wenigstens konsquent und lässt sich nicht von UK auseinanderdividieren. "Politisch ungeschickt", dass ich nicht lache.

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benutzername_optional 13.03.2018, 07:48
9. @Paulpuma

Die EU hätte ja an sich nichts gegen ein Modell Norwegen, dazu gehört aber der frei Personen Verkehr. Den sollen die Briten nicht. Und da heißt es richtig: kein Rosinenpicken

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