Forum: Wirtschaft
Handel: Trump will Strafzölle gegen Türkei verdoppeln
AFP

US-Präsident Donald Trump will die Strafzölle gegen die Türkei deutlich erhöhen. Die Abgaben auf Aluminium und Stahl sollen auf 20 und 50 Prozent angehoben werden.

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barstow 10.08.2018, 15:45
1. Auswirkungen auf Deutschland

Deutschland und vor allem seine zahlende Bevoelkerung kann sich schon Mal auf die Auswirkungen der Fehlleistungen tuerkischer Politik einstellen. Neben massiver Armutszuwanderung (die kommen wird wenn die tuerkische Wirtschaft weiter abstuerzt) und damit verbundenen sozialen Folgen, werden Hilfspakete fuer stark investierte Banken aus Laendern (Spanien, Italien und Frankreich) notwendig sein. Es heisst also Zahlemann&Soehne fuer die Deutschen sowie Anpassen und neuen Integrationsdebatten (wie bekomme ich die noch vorhandene Mehrheitsbevoelkerung assimiliert) . Bitte ohne zu maulen da sonst die Abstrafung als Rechtspopulist garantiert ist.

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tmpernod 10.08.2018, 15:45
2. Welches Spiel spielt der eigentlich?

Gibt es das zu kaufen... oder läuft da ein vergleichbares Strategiespiel auf FoxNews?
Wenn ja, gehe ich jede Wette ein, dass Trump dieses Spiel nie zuende gespielt hat...

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bigroyaleddi 10.08.2018, 15:48
3. Meiner negativen Haltung gegenüber den beiden Autokraten

habe ich oftmals geäußert. Jetzt bin ich aber doch einigermaßen überrascht, dass sich diese beiden so in die Wolle bekommen. Weiß denn jemand, welche Größenordnungen das betrifft? Mit war so nicht bekannt, dass die Türkei so ein großer Metallexporteur in Richtung USA ist. Jetzt bin ich gerne geneigt mich zurückzulehnen und mal zu schauen, wohin so etwas führt.

Da bei dem Donald und dem Erdo alles sehr schnell geht, bekommen wir vielleicht eine Blaupause über den zu erwartenden Wirtschaftskrieg.

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b20a9 10.08.2018, 15:54
4. Aufruf zum Devisentausch?

"Er rief alle Türken auf, zur Stützung der Währung*Devisen*gegen Lira zu tauschen."
Na so blöd sind doch selbst seine dümmsten Anhänger nicht. Wie wäre es, wenn Erdogan da mal mit gutem Beispiel voran geht und nachweislich seine eigenen Devisen in Lira tauscht??

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Ein_denkender_Querulant 10.08.2018, 15:57
5. Insiderwissen?

Für mich, außenstehend und ohne fundierte Informationen über die Presse hinaus, verdichtet sich der Ansatz, dass es Trump und seinen Buddies nur um Insidergeschäfte und massive Kursgewinne geht. Hoffentlich prüft die Börsenaufsicht, ob vor den Twittertiraden von Trump entsprechende Optionsscheine auf fallende Kurse in großen Massen besorgt wurden.

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elisenstein 10.08.2018, 16:00
6. mir fehlt in dem Artikel

die Angabe darüber, wieviel Aluminium und Stahl die Türkei in die USA exportieren. Wenn es vergleichsweise nur geringe Mengen sind, kann man die Drohung Trump s getrost vergessen. Ein bisschen mehr Hintergrundinformation wäre nicht schlecht, um sich ein objektives Bild über die Ankündigung von Trump zu machen.

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peppi59 10.08.2018, 16:02
7. Wenn das Verhalten

von Donald Trump ein Zeichen für seinen Kampf für Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte ist, wäre ich bereit ihm vieles andere zu verzeihen. Deutliche Worte gegenüber undemokratischen Regierungen vermisse ich von der deutschen Regierung schon lange. Denen geht es vermutlich nur noch um gute Geschäfte in einer Zeit da Made in Germany dank Bundesbankkrise und Dieselaffäre schon schwer gelitten hat.

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schlob 10.08.2018, 16:05
8. Türkei ist einer der größten Stahlexporteure weltweit

Die Türkei ist einer der größten Stahlexporteure weltweit -besonders von Betonstahl.-
Das dürfte schon reinhauen,was Trump da macht.

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theodtiger 10.08.2018, 16:05
9. Abwarten

Zitat von barstow
Deutschland und vor allem seine zahlende Bevoelkerung kann sich schon Mal auf die Auswirkungen der Fehlleistungen tuerkischer Politik einstellen. Neben massiver Armutszuwanderung (die kommen wird wenn die tuerkische Wirtschaft weiter abstuerzt) und damit verbundenen sozialen Folgen, werden Hilfspakete fuer stark investierte Banken aus Laendern (Spanien, Italien und Frankreich) notwendig sein. Es heisst also Zahlemann&Soehne fuer die Deutschen sowie Anpassen und neuen Integrationsdebatten (wie bekomme ich die noch vorhandene Mehrheitsbevoelkerung assimiliert) . Bitte ohne zu maulen da sonst die Abstrafung als Rechtspopulist garantiert ist.
Das ist alles sehr unwahrscheinlich, was der Forist schreibt. Erstens, ist die Türkei weder in der EU noch im Euro, also gibt es keinen indirekten Grund Erdogan aus seiner selbstproduzierten Patsche herauszuhelfen (indirekt: weil eventuell andere Europartner betroffen sein könnten). Zweitens, sind die EU Banken inzwischen besser aufgestellt, wegen diverser EU Massnahmen und der EZB Bankenaufsicht. Drittens, kommt generell ohne Visum hier kein Türke rein, also auch nichts viel mit Armutszuwanderung. Viertens ist die Balkanroute dicht. Fünftens, kann sich Erdogan gar keinen Massenexodus leisten. Es könnte aber ein Problem sein, dass die Erdogan-hörige türkische Parallelgesellschaft sich von Erdogan dadurch arm machen lässt, dass sie ihre Euroguthaben in Lira tauschen und damit viel verlieren. Allerdings, wenn man selbst verlieren kann, ist vielleicht auch die Parallelgesellschaft vorsichtig - nicht so wie beim Referendum zur Einführung sehr autoritärer Verhältnisse in der Türkei (wo man nicht wohnt) oder bei den letzten Wahlen. Klar dass Erdogan diese vorgezogen hat, waren die wirtschaftlichen Verwerfungen ja schon abzusehen. Vor diesem Hintergrund ist die Einladung an Erdogan zum Staatsbesuch eher töricht zu nennen - ein Arbeitstreffen mit deutlicher Sprache hätte es auch getan.

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