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Handelspakt mit Japan: Europa stößt in die Trump-Lücke
REUTERS

Europa und Japan haben sich im Eiltempo auf das weltweit größte Handelsabkommen geeinigt. Es ist eine gezielte Herausforderung an US-Präsident Donald Trump.

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Twosocks 06.07.2017, 19:51
1.

Das ist der Coup des Jahrhunderts. Obwohl ich bei solchen Handelsverträgen grundsätzlich sehr kritisch bin, das ist der Jackpot. Feinheiten werden sicherlich noch ausgearbeitet (oft über Jahre).
Also, wer hier sein "OK" gegeben hat, zügig, ist einfach genial. Danke lieber Donald =)

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westerwäller 06.07.2017, 19:53
2. Man lernt doch immer noch dazu ...

Jetzt haben wir die ganze Woche gelernt, dass Freihandelsabkommen des Teufels sind und in Hamburg wird wie wild dagegen demonstriert.

Warum ist dann ein Freihandelsabkommen mit Japan so gut? Aha: weil es gegen Trump gerichtet ist! Na ja dann ...

Weiterhin haben wir gelernt, dass Globalisierungs- und Freihandelsgegner besorgte, kritische Demokraten sind ...

Das gilt für alle!

Na ja, außer Trump ...

Der ist zwar auch Globalisierungs- und Freihandelsgegner, aber ...

... er ist halt Trump!

Merke: Wenn zwei das Gleiche tun, ist das nicht das Gleiche ...

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brainbrumm 06.07.2017, 19:58
3. Never ever

Wie auch immer wird deutschland mit amerika verbunden sein
Levis coke camel netflix amazon bmw mercedes porsche
Oder sieht jemand porsche als zielland japan
In 4 spätestens in 8 jahren normalisiert sich die beziehung

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latimer 06.07.2017, 20:04
4. So ist das!

Diese Handelsabkommen sind grundsätzlich nötig, den die Globalisierung muss kontrolliert gestaltet werden.
Denn: verhindern lässt sich die Globalisierung sich nicht! Und die Entwicklung verzögern bedeutet nur, den Anschluss zu verlieren, zum Nachteil aller.
Berechtigte Kritik ist aber genauso angebracht und gehört bei den Verhandlungen dazu! Denn: nur ein gut verhandeltes Abkommen ist auch wirklich gut.

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Levie 06.07.2017, 20:51
5. Wo bleibt die Demokratie...Trump hin oder her

JEFTA, das Freihandelsabkommen mit Japan ist noch undurchsichtiger als TTIP. Ebenfalls mit den umstrittenen Schiedsgerichten. Handelsabkommen ja, aber ohne Schiedsgerichte! Egal ob TTIP, CETA, JEFTA oder Trump. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ex-verfassungsrichter-haelt-ttip-schiedsgerichte-fuer-rechtswidrig-a-1013645.html
Was hat sich Merkel da erlaubt? Wir verlieren immer mehr unser Recht auf Volksebestimmung...

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multi_io 06.07.2017, 21:07
6.

Zitat von westerwäller
Jetzt haben wir die ganze Woche gelernt, dass Freihandelsabkommen des Teufels sind
Ich wüsste nicht, wo "wir" das "die ganze Woche" oder sonst irgendwann "gelernt" haben sollten.

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micheleyquem 06.07.2017, 21:35
7. Wer das tatsächlich existierende Japan etwas besser kennen lernen will

Zitat von Levie
JEFTA, das Freihandelsabkommen mit Japan ist noch undurchsichtiger als TTIP. Ebenfalls mit den umstrittenen Schiedsgerichten. Handelsabkommen ja, aber ohne Schiedsgerichte! Egal ob TTIP, CETA, JEFTA oder Trump. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ex-verfassungsrichter-haelt-ttip-schiedsgerichte-fuer-rechtswidrig-a-1013645.html Was hat sich Merkel da erlaubt? Wir verlieren immer mehr unser Recht auf Volksebestimmung...
Ich hab heute morgen einen interssanten Artikel zu Japan, diesem "Land ohne Hoffnung" verlinkt bekommen:

http://www.japantimes.co.jp/news/2017/07/06/national/science-health/gloomy-japan-highlights-loss-hope/

Ich glaube nicht, dss man extra nochmal zum x-ten Male betonen muss, dass solche Abkommen nichts als Verdrehungen der Tatsachen nach sich bringen werden. Aber da wir Deutschen ja kein Problem damit haben inkompetente Regierungen wieder zu wählen, weil die von den Medien ja immer als die ganz, ganz Allerbesten verkauft werden, spielt auch dies Abkommen keine grosse Rolle mehr.

Was ihr "Wir verlieren immer mehr unser Recht auf Volksebestimmung..." angeht, so hoffe ich sie meinen das sarkastisch und glauben nicht wirklich sie seien in nennenswertem Umfang selbstbestimmt?

Falls doch, mein Beileid.

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Rahvin 07.07.2017, 00:48
8. Prioritäten

"Abschottung gegenüber der Welt sei nicht gut fürs Geschäft, die Wirtschaft oder Arbeitnehmer, ergänzte Juncker." Man beachte die Reihung.

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brucewillisdoesit 07.07.2017, 02:09
9. Aechznn

Zitat von Levie
JEFTA, das Freihandelsabkommen mit Japan ist noch undurchsichtiger als TTIP. Ebenfalls mit den umstrittenen Schiedsgerichten. Handelsabkommen ja, aber ohne Schiedsgerichte! Egal ob TTIP, CETA, JEFTA oder Trump. http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/ex-verfassungsrichter-haelt-ttip-schiedsgerichte-fuer-rechtswidrig-a-1013645.html Was hat sich Merkel da erlaubt? Wir verlieren immer mehr unser Recht auf Volksebestimmung...
In jedem größeren Abkommen zwischen Staaten kann es zu Konflikten kommen, z.B. weil bestimmte Teile der geschlossenen Vereinbarungen von beiden Seiten doch irgendwie anders interpretiert werden. Wie möchten sie derartige Konflikte lösen ? Mit Panzern ? Glauben sie ernsthaft z.B. Canada würde bei einem Konflikt mit der EU ein europäisches (oder gar deutsches) Gericht als neutral ansehen ? Wohl kaum. Genausowenig, wie Sie oder die EU diesbezüglich ein kanadisches Gericht als unabhängig ansehen würde. Was ist also die Lösung wenn sich zwei Kinder auf dem Spielplatz nicht einigen können ? Sie fragen ein drittes, welches von beiden als unabhängige Entscheidungsinstanz im Falle von Streitigkeiten akzeptiert wird. Das ist (neben der Mediation) die einzige logische Form der conflict resolution zwischen Staaten und exakt das, was schon immer getan wird. Nach ca. 70 Jahren haen nun allerdings einige Globalisierungsgegner von dieser funktionierenden Praxis erfahren und verstehen sie nicht, oder tun es sehr wohl und benutzen es um jene die es nicht verstehen aufzuwiegeln (verfassungswidrig, undemokratisch etc.). Das deutsche bzw, europäische Recht ended aber dummerweise an deutschen/europäischen Grenzen und ist nicht weltweit gültig. Das ist der wichtigste Punkt, den man verstehen muss.
Die Alternative zu Schiedsgerichten wären: a) Klärung über militärischen Konflikt, b) grundsätzlich keinerlei Verträge mit anderen Staaten oder c) Verträge mit anderen Staaten, aber jeder kann diese brechen, wie es ihm lustig erscheint. Jeder denkenden Mensch wirdsehen, das dieses eben keine sinnvollen alternativen sind.
Die Beschreibung des Ablaufs der Konfliktresolution bei Streitigkeiten ist übrigens Bestandteil so ziemlich jeden Wirtschaftsvertrages. Für Enduser ist das nicht notwendig, da er sich hier einfach auf staatliches Recht bezieht. D.h. notfalls gilt BGB und HGB. Bei staatsübergreifenden Vereinbarungen, resp. Verträgen zwischen Staaten ist das aber nicht möglich. Also müssen andere Lösungen her. Bei Verträgen zwischen staaten sind das unabhängige Schiedsgerichte. So schwer ist das Prinzip doch nun wirklich nicht zu verstehen, oder ? Die Idee. Schiedsgerichte wären verfassungswidrig oder gar demokratiefeindlich liegt irgendwo zwischen weltfremd und grenzdämlich.

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