Forum: Wirtschaft
Haushaltspolitik: Schäubles schwarze Null sendet ein fatales Signal
REUTERS

Ein Haushalt ohne Neuverschuldung ist das große Ziel von Finanzminister Wolfgang Schäuble. Doch die restriktive Finanzpolitik wird mehr Schaden anrichten als nützen.

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2Fast4U 13.10.2014, 10:40
1. Fragt sich nur wem das am meisten Nutz...

... wenn Sich der Deutsche Haushalt weiter verschuldet. Wo bitte soll diese Schuldenpolitik hinführen. Würde ich mich als Privatperson so verhalten dann wäre ich schon lange nicht mehr Kreditwürdig. Der Artikel bleibt schuldig wie das ganze dann irgendwann einmal ausgeht! Lösen sich die Schulden in Luft auf? Oder geht es nur darum das weiterhin viele Gläubiger des Deutschen Staates gutes Geld machen können. Wenn ich mir alleine die Milliarden ansehe die jährlich nur für das Begleichen der aufgenommenen Schulden anfallen dann wird mir übel. Nur theoretisch hätten wir dann keine Geldprobleme. Aber laut dem Artikel schwächen wir mit Sparen die Wirtschaft und nehmen damit weniger Geld ein und deshalb werden wir auch so den Schuldenabbau nicht schaffen. ABer wenn wir uns weiter Verschulden dann schwächen wir wenigstens nicht die Wirtschaft.... ...Nein ich bin kein Wirtschaftsexperte. Aber das hat wohl nichts mit Mathematik zu tun....

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heinz.mann 13.10.2014, 10:41
2. Unsinn

es kommt darauf an, die Ausgaben und Einnahmen entsprechend zu steuern. In guten Zeiten sparen, in schlechten Zeiten die Wirtschaft ankurbeln.

Zudem aber gilt es auch die anderen Ausgaben des Staates zu überprüfen. Der Staat hat auch noch andere Aufgaben, die erfüllt werden müssen. Ausgaben wie 100 Milliarden zur Rettung einzelner Banken, reißen da große Löcher in den Haushalt.

Aber auch die Unternehmer möchten steuerlich entlastet werden, was wiederum Geld kostet. Auch hier käme dann kein Geld in die Kasse des Staates und man muss wieder sparen.

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naklar? 13.10.2014, 10:48
3. Man könnte auch sagen die schwarze Null sendet falsche Signale ...

... meine Netiquette mit den (ein)gekauften Politbeamten neigt sich nämlich sehr stark dem Ende zu. Zumindest seitdem Hr. Schäuble öffentlich große Wählergruppen beleidigen darf ohne Konsequenzen. Erst einmal bitte die Medien in unserem Land wieder demokratisieren statt still und heimlich gleichzuschalten.
Übrigens höre ich immer Sparpolitik ... Scheinbar wissen die Politiker gar nicht was sparen ist, denn gespart wird seit Jahrzehnten nur noch (für jeden ersichtlich) bei Otto-Normal. Gilt nämlich wohl nicht für Beamte, Superreiche und Politker im Lande. Die zukünftigen Mauteinnahmen stellen meiner Meinung nach die Fütterung der Beitragslosen Pensionslasten dar. Pst nicht weitersagen.

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scottbreed 13.10.2014, 10:50
4. naja aber...

Neuverschuldung ist der falsche Weg..
ob im kleinen Haushalt beim Bürger oder im großen beim Staat.. ich kann nicht mehr ausgeben als ich reinbekomme.. das ist einfache Logik..
die Gelder sollten stattdessen sinnvoller verwendet werden.. Also rational und effektiv verwendet werden.. Und dann Klappt das auch. und das ohne schulden.. das Problem ist das unser Staat zuviel Ausgabe Posten hat wo keiner mehr den Überblick hat.. um dann zu entscheiden das man dieses nicht braucht oder jenes nicht mehr.. dagegen ist mein Konto Auszug Übersichtlich B-) miete, Strom eine Unfall und Hausrat versicherrung und nen handyvertrag.. macht fixkosten von 360 Euro jeden Monat.. 1.800 Hab ich ungefähr und das heißt das ich 1.400 Euro nur zum fun habe.. Keine Schulden kein dispo und keine Kinder für die ich zahlen muss.. wenn so der Staat wirtschaften würde dann würde es uns in Deutschland richtig gut gehen..

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Boomerang 13.10.2014, 10:54
5. Expansivere Finanzpolitik...

... a la Keynes ist in der Theorie durchaus überzeugend. In der Praxis hapert es jedoch meist mit dem Sparen in guten Zeiten. Bei so hohen Schulden und so niedrigen Zinsen wie wir momentan haben, gibt es dafür sogar einen guten Grund: Wenn die Wirtschaft brummt, steigen die Zinsen. Die daraus resultierenden Belastungen aus dem Schuldendienst könnten die höheren Steuereinnahmen durchaus übersteigen. Daher kann ich die Argumentation von Herrn Fratzscher in Bezug auf die aktuelle Situation nicht nachvollziehen. Angst vor einer Deflation scheint mir der einzige nachvollziehbare Grund, hier und heute nach einer expansiveren Finanzpolitik zu rufen.

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Astir01 13.10.2014, 10:54
6. Wirtschaft ohne Wachstum

Ich hätte nicht gedacht einmal den Worten (!) Schäubles (bei den Taten ist durchaus noch Luft) zustimmen zu müssen.

Man muss kein kluger und durch ein entsprechendes Studium aufgeschlauter Kopf zu sein um aus den Ereignissen der vergangenen Jahre die Erkenntnis zu gewinnen, dass es so mit der Wirtschaft nicht weitergehen kann. Schon die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen müsste selbst einem ausgewiesenen Dummkopf klar machen, dass es immer mehr Wachstum nicht geben kann, ja sogar, dass die Wirtschaft sich hin und wieder gesundschrumpfen muss.

Es ist also keine herausragende Intelligenzleistung der Politiker, wenn sie sich von einer Politik verabschieden, die immer mehr Wachstum erfordert um zu funktionieren. (aber immerhin)
Was ich von Politikern halte, die Wachstum auf Pump erzwingen wollen, mag man sich denken können.

Es ist nun an den sg. Wirtschafts"wissenschsftlern" (von denen ich als Ingenieur auch nicht sonderlich viel halte) Theorien zu entwickeln und den Weg von diesen in die politische Praxis zu weisen, wie es auch ohne Wachstum möglich ist, eine stabile Wirtschaft zu betreiben, die den in ihr Beschaftigten ein Auskommen gewährleistet und darüber hinaus die Mittel erwirtschaftet, die ein politisch stabiles Staatswesen benötigt.

Das aber fängt beim Staat selbst an. Jeder Politiker und jeder Beamte muss sich jeden Tag (wenn nötig mehrfach) vor Augen halten, dass die Steuern und Abgaben vom arbeitenden Teil der Bevölkerung erwirtschaftet werden. Steuern sind Raub von Staats wegen und nur legitim, wenn mit den Steuern sorgsam, sparsam und im Sinne der Allgemeinheit umgegangen wird. Dass das keineswegs der Fall ist, klagt jedes Jahr der Bund der Steuerzahler in seinem Schwarzbuch an.

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grenoble 13.10.2014, 10:57
7. bei über 2 Billionen € Schulden...

....ist jede weitere Schuldenaufnahme fatal, das ist das Eine. Anderseits ist die Haushaltssparsamkeit ebenso fatal, denn hier trifft es die Menschen, da die öffentlichen Infrastrukturprobleme nicht angegangen werden, Schulen sind marode, Kultur und Bildung Soziales werden nicht gefördert.

Der Ausweg ist ein System welches solche dem Gemeinwesen schadende Auswirkungen nicht zulässt, bei gleichzeitigem Schuldenabbau. Das geht, erfordert aber ein Denken zu dem die Politik nicht bereit ist, da die Verantwortlichen um ihre Pfründe fürchten. Oder der Politiker als Solches ist tatsächlich zu doof über den Tellerand hinauszusehen.

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Traumflug 13.10.2014, 11:23
8.

Seit wann sind 1,2% Wirtschaftswachstum "fatal"? Es gibt jede Menge Schieflangen in unserem Land, die monetäre Wirtschaftsleistung gehört sicher nicht dazu. Wie wäre es mal mit Gesetzesvereinfachungen, damit sich kleine und mittelständische Unternehmen wieder selbst erhalten können, ohne am staatlichen Tropf zu hängen?

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vandenplas 13.10.2014, 11:40
9. Im aktuellen Wirtschaftssystem

...gäbe es eine einfache, kurzfristige Lösung: Wenn der Staat sparen muss und die Ausgabenbremse zieht, muss der private Sektor die Schulden machen. Schulden machen heisst, den Markt mit dem Geld zu versorgen welches nun einmal für Wachstum benötigt wird. Soweit das kleine 1 x 1 der Volkswirtschaft...
Hier liegt aber der Hase im Pfeffer, denn die Zahl der Unternehmen und Privathaushalte mit ausreichender Bonität sinkt seit Jahren rapide. Entsprechend halten sich die teils selbst schwer angeschlagenen Banken mit der Kreditvergabe zurück (die trauen sich ja mittlerweile nicht einmal mehr untereinander im Interbankensystem...).
Lösung: der monströse ESM soll auch für die Ausfälle im Privatsektor garantieren (z.B. Bereitstellung eines Billionenfonds) und nicht nur für die Zahlungsunfähigkeit von Staaten und Banken. Voraussetzung: der Kredit geht in 1) Investitionsgüter oder 2) der Finanzierung von Aufträgen. Im Idealfall würde die Aufgabe der Kreditvergabe an Unternehmen (insbesondere KMUs) von einem staatlichen Finanzinstitut übernommen. Der Zinsertrag würde auf diese Weise in die Staatskasse zurückfliessen, also der Allgemeinheit zu Gute kommen anstelle in die Kassen der wenigen Superreichen zu verschwinden.
Das Schöne dabei? Durch diesen Schritt würde der ESM in seiner Kernaufgabe, Banken und Staaten vor der Pleite zu retten, entlastet, die zinseszinsgetriebene Reichtumsspirale zumindenst teilweise ausgehebelt, da ja der Zins wieder der Öffentlichkeit zu Gute käme.
So, Europa ist gerettet ;-)

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