Forum: Wirtschaft
Hilfe für Entwicklungsländer: China überholt Weltbank als Kreditgeber

Es ist ein*neuer Beleg für den wachsenden Einfluss Chinas: Nach Berechnungen der "Financial Times"*hat*Peking 2009 und 2010 mehr Kredite an Entwicklungsländer vergeben als die Weltbank. Demnach wurden mindestens 110 Milliarden Dollar an entsprechenden Darlehen bewilligt.*

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duanehanson 18.01.2011, 07:28
1. Der Dollar hat also ...

... in chinesischen Augen als Weltwährung ausgedient. Nun denn, da die Chinesen ja ihre eigene Währung nicht tauschen wollen, kann der Renminbi ja schlecht dessen Rolle übernehmen. Was also ist denn in den Augen Chinas die neue Weltwährung? Litschis?

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duanehanson 18.01.2011, 07:32
2. Die Chinesen machen nur das nach, ...

... was die westlichen Länder von je her schon machen, oder gemacht haben. Kredite vergeben und arme Länder damit in ihre Abhängigkeit bringen. War die Weltbank nicht einmal dazu gedacht gewesen, genau das zu verhindern oder abzumildern?

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widerspiegel 18.01.2011, 08:01
3. solange

wir es uns leisten, das billige Chinaprodukt dem heumuschen vozuziehen, wird der Siegeszug der Chinesen andauern. Die haben jetzt schon den halben afrikanischen Kontinent erobert und in Wahrheit die waidwunden USA unter Kontrolle. Nicht umsonst wurden vor dem Besuch noch einmal die Muskeln gezeigt und der Hinweis, daß der $ ausgedient hat, ist für mich eine klare Herausforderung, der die USA nichts entgegen halten können.
China hat bald alles im wirtschaftlichen Portfolio, um zeitweilig auch ohne den Westen überleben zu können, da sie sich den afrikanischen Kontinent und ebenfalls im asiatischen und südamerikanischen Raum genügend große Absatzmärkte hat, die ggf auch noch mit günstigeren Krediten versorgt werden.
Wenn der Westen jetzt nicht sofort gegensteuert, wird er sehr schnell seine Märkte verlieren und politisch an den Rand gedrängt. Schaut man sich aber das Investitionsverhalten von der Autoindstrie an, wird einem klar, daß es eher umgekehrt laufen wird. Somit hat auch der Ausverkauf der letzten Kernkompetenzbereiche der dt. Wirtschaft begonnen und in 5-10 Jahren werden dann die Entwicklungen aus Fernost vorgegeben.
Um den Trend aufzuhalten, müßte ein massiver Warenboykott gestartet werden und eine Rückbesinnung auf regionale, besser lokale Produktion stattfinden, was aber bei einer kurzsichtigen "Geiz ist geil" Mentalität nicht klappen kann...
D kann sich so viel schneller selbst abschaffen, als Sarrazin das mit seinen Geburtenratendiskussion und den Arabern/Türken prognostiziert....

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raka 18.01.2011, 08:11
4. .

Zitat von sysop
Es ist ein*neuer Beleg für den wachsenden Einfluss Chinas: Nach Berechnungen der "Financial Times"*hat*Peking 2009 und 2010 mehr Kredite an Entwicklungsländer vergeben als die Weltbank. Demnach wurden mindestens 110 Milliarden Dollar an entsprechenden Darlehen bewilligt.* (...)
Bekommt China eigentlich immer noch Entwicklungshilfe von uns?

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carsonlau 18.01.2011, 08:29
5. Vorschuss

"Entwicklungshilfe" bedeutet bei asiatischer Finanzierung "Vorschuss auf noch zu erbringende Leistungen"

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atzigen 18.01.2011, 08:39
6. Verschiebung

Da sich China zunehmend zur Werkbank der Welt entwickelt ist es naheliegend das die Rohstoffströme in Richtung China fliessen. Damit eng verknüpft verschieben sich auch die Kapitalströme.
Zu oft wird übersehen das in dem Ganzen Spiel immer noch die Westwirtschaftsellite die Fäden zieht.
Gewiss mit schwindendem Gewicht innerhalb Chinas.
Es ist absehbar das die Chinesen zu gegebener Zeit die Westler vor die Tür setzen.
China nutzt die vom Westen ausgerufene Globalisierung sehr geschickt für den eigenen Aufstieg.
Dieser Aufstieg hängt unabwendbar am Weltmarkt, an der mit Überliquidität aufrechterhaltenen Konsumkraft des Westens.
Im Kern beruhen die verschiebungen nicht auf den Fundierten Stärken der Chinesen, sondern den Schwächen des Westens.
Chinas Beitrag zum Aufstieg waren und sind immer noch wenn auch abnehmend Billigstlöhne.
Die Schwäche des Westens ist das auseinanderdriften von Brutoproduktion und Brutokonsum.
Die Chinesen profitieren vom substanziellen Niedergang des Westens.
Letztlich wirtschaftet sich die Menscheit gegenseitig an die Wand, mit den Rezepten des Westens.

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Smartpatrol 18.01.2011, 09:00
7. Keine "gelbe Gefahr", aber...

Zitat von widerspiegel
wir es uns leisten, das billige Chinaprodukt dem heumuschen vozuziehen, wird der Siegeszug der Chinesen andauern. Die haben jetzt schon den halben afrikanischen Kontinent erobert...
Exakt. Die Geiz-ist-Geil-Verirrung und die Erwartung, Essbesteck könne man für 1,99 Euro fair produzieren lassen ist direkt selbstzerstörerisch und demokratiefeindlich.
Der sehr konservative bzw. beinahe pathologische, "antiimperialistische" Amerikahass einiger vorgeblich kritischer Kreise ist nicht zuletzt angesichts der brutalen Politik Chinas in Afrika eine noch lächerlichere ideologische Verirrung.
Ohne in die Fußstapfen eines rassistischen Antikommunismus treten zu wollen, der verwirrt von "der gelben Gefahr" faselt, sollte man die Großmachtambitionen einer Nation (die alle negativen Seiten aufzeigt, die man der USA andichtet) nicht unterschätzen.

Das Regime in China und dessen perverse Kombination von totalitärem Kommunismus und ungezügeltem Kapitalismus ist dabei das Problem, was mir größte Sorgen bezüglich einer globalen Machtumschichtung bereitet.

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Youngle 18.01.2011, 09:06
8. Die Frage kann ich nicht mehr hören!

Zitat von raka
Bekommt China eigentlich immer noch Entwicklungshilfe von uns?
Informiert dich erstmal bei Bundesministerium für wirtschafliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Dann kann man sich diese blöde Frage selbst beantworten.
http://www.bmz.de/de/was_wir_machen/...ina/index.html
China bekommt schon seit 2008 keine direkte finanzelle Unterstützung von Deutschland.

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gloton7 18.01.2011, 09:09
9. Land of the grave

Zitat von widerspiegel
wir es uns leisten, das billige Chinaprodukt dem heumuschen vozuziehen, wird der Siegeszug der Chinesen andauern. Die haben jetzt schon den halben afrikanischen Kontinent erobert und in Wahrheit die waidwunden USA unter Kontrolle. Nicht umsonst wurden vor dem Besuch .......
USA verkamen vom "Land of the brave" zum land of the grave. Die Destabilisatoren von innen wie Kissinger, Rockefeller, Rothschild usw. setzen sich dann eben ganzjährig nach China ab. Faschisten passen gut zueinander. Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört.

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