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Hohe Nachfrage: Diamanten werden Mangelware
DPA

Karat wird knapp: Laut einer neuen Studie dürfte die Nachfrage nach Diamanten schon in fünf Jahren das Angebot übersteigen. Das liegt vor allem an Käufern in den USA.

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quark@mailinator.com 05.03.2015, 13:35
10. Prust

Jeder weiß doch, daß ein gewisser Konzern namens DeB.... seit ewigen Zeiten das Angebot so steuert, daß eine gewisse Verknappung da ist. Als dann die Sowjetunion einging, kamen plötzlich die russischen Diamanten mehr mit ins Angebot und da hatte bewußter Konzern etwas zu rudern, arbeitete daran, auch diese Quelle zu übernehmen ... das Problem wurde gelöst. Keine Ahnung, aus welcher Ecke diese Meldung kommt, aber sie paßt nicht zu bisherigen Berichten.

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wdiwdi 05.03.2015, 13:36
11. Kann man auch problemlos synthetisieren

Zitat von dasdondel
gibt es mittlerweile auch mit hohem Brechungsindex, sieht dann genauso gut aus. Diamant ist ein Super-Schneidwerkzeug, viel zu schade um es nur anzuschaun.
Es ist mittlerweile kein Problem mehr, Diamanten in Schmuckqualität (oder sogar darüber hinaus - reiner als alles, was es auf der Erde natürlich gibt) zu synthetisieren - nur dass diese von den etablierten Diamanthändlerkreisen systematisch boykottiert werden, und Käufern eingeredet wird, dass nur aus der Erde gegrabene Diamanten wirklich echt und wertvoll wären. Das geht so weit, dass bessere Synthesediamanten mit Lasergravur gekennzeichnet werden müssen, damit sie überhaupt vom Handel angefasst werden. Es gibt keine Diamantknappheit (Kohlenstoff gibt es reichlich auf der Erde), nur Marketingblockaden der etablierten Vertriebskanäle, und Denkblockaden bei potentiellen Käufern.

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Maulwürfin 05.03.2015, 13:37
12.

Luxusprobleme? Dann werden sie halt teurer das nennt sich Angebot und Nachfrage... müssen sich die ganzen Neureichen halt Glas um den Hals hängen

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Celestine 05.03.2015, 13:49
13.

Dann passt es doch prächtig ins Bild, ausgerechnet mit Russland die Handelsbeziehungen zu kappen, das laut wikipedia der weltgrößte Produzent von 1. Gas, 2. Öl und 3. Diamanten ist.

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romanpg 05.03.2015, 14:10
14.

Zitat von spon-facebook-10000481476
Auf marktwirtschaftlich organisierten Gütermärkten (Güter sind auf Märkten immer knapp, sonst wäre das kein Markt) ist der Preis veränderlich. Der Diamantenmarkt ist vielleicht kein perfekter Markt, aber doch hinreichend gut funktionierend mit verschiedenen Anbietern und Nachfragern und transparenter Preisbildung. Der Preis wird sich also genau so einstellen, dass Angebot und Nachfrage gleich sind. Alles andere wäre ja auch komisch. Wenn z.B. das Angebot die Nachfrage übersteigt, wäre der "überschüssige Diamant" ja kostenfrei "zu haben". Den würde ich wohl nehmen, auch wenn er wertlos ist. Was diese Studie also rausgefunden hat, verletzt jedes Verständnis von Marktwirtschaft. Sehr merkwürdig.
Ich glaube eher, Ihnen fehlt jedes Verständnis für die Marktwirtschaft, sonst würden Sie hier nicht so eine ökonomische Milchmädchenrechnung aufstellen. Man kann mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass der Diamantenmarkt sich nicht mal in der Nähe eines perfekten Marktes ist. Viel wahrscheinlicher wäre ein Oligopol, da es nur wenige Anbieter gibt (im Verhältnis zur Nachfrage). In diesen Modellen findet, mangels Wettbewerbs, eine Preissetzung durch die Anbieter statt. Sprich der Preis befindet sich nicht im Gleichgewicht, sondern an der Stelle, wo die Anbieter den maximalen Gewinn erzielen können (auf Kosten der Gesamtwohlfahrt und der Konsumentenrente). Davon man ganz abgesehen hinkt Ihre Argumentation auch noch an anderer Stelle. Das von Ihnen implizierte Modell unterstellt, dass es sich bei Diamanten um ein "normales Gut" handelt. Viel mehr handelt es sich bei Diamanten um ein "Luxus Gut", da die Nachfrage nach ihnen mit steigendem Einkommen überproportional zunimmt etc.
Diese Studie verletzt überhaupt kein Gesetz der Marktwirtschaft, wenn man sich mal vor Augen führt, dass es noch andere Formen der Preisbildung gibt, als den Gleichgewichtsmarkt. Alles andere wäre ja auch komisch, so einen Markt gibt es nämlich nicht, er ist nur ein Modell (Abgesehen mal vom Aktienmarkt, der dem ziemlich nahe kommt).

Schönen Tag noch

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kaitou1412 05.03.2015, 14:14
15.

Einheit der Masse ist Kilogramm und nicht Karat. Karat ist veralteter Blödsinn. Einheiten sollen überall gleich benutzt werden (das ist deren Sinn) und nciht auf einmal für Glitzersteinchen was völlig anderes. Leute …

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Worldwatch 05.03.2015, 15:20
16. Diamanten ...

... gibt es sicher ueberreichlichst auf der Erde.

Die Frage, ob die nachgefragten Karatwerte stimmten, und ob sodann genug Diamantenschleifmanufaktur-Kapazitaeten fuer den Markt- und Absatzbedarf vorhanden seien, allerdings eine ganz andere Frage.

Aber vielleicht macht sich so manch junger Mensch Berufsgedanken darueber, ob sie/er eine Diamanten-Veredlungslehre beginnen moechte?

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loeweneule 05.03.2015, 15:38
17. Diamanten werden Mangelware

Eine Nachricht, die mich bis ins Mark trifft.

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p.donhauser 05.03.2015, 16:04
18.

knapp oder nicht, otto normalverbraucher hat andere sorgen.

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spon-facebook-10000481476 05.03.2015, 16:07
19. @romanpg

schöne replik, vielleicht etwas ad personam, aber da stehe ich glatt drüber. Natürlich weiß ich dass es nur näherungsweise perfekte Märkte gibt.

Wäre es so wie sie das sagen und es gibt wirklich ein Oligopol, das sich absprachegemäß oder konkludent (einfach bei geringer Wettberwebsintensität) die Preise hochtreibt, dann funktioniert das üblicherweise über Verknappung des Angebots (andere Preismanipulationen sind ja eher ausgeschlossen, da börsengehandeltes Gut). Jetzt frage ich Sie: wo lagern denn die ganzen Diamanten, die gefödert werden, aber nicht verkauft werden? In irgendeinem Antwerpener Lagerhaus? Oder werden die vielleicht gar nicht gefödert? Haben Sie das schon mal gehört: "Ach, die paar Millionen Edelsteine die da noch in der Mine liegen, könnten wir zwar rentabel födern, aber wir verzichten drauf. Die fördern wir nicht - wir schließen die Mine". Nein? Noch nie gehört den Satz? Das aber nur am Rande zum Diamantenmarkt.

Nehmen wir mal an sie haben recht. Die Oligopolisten begrenzen irgendwie die Menge, da sie den Preis nicht direkt manipulieren können. Es stellt sich (ein im Sinne der Konsumenten viel zu hoher) Preis ein (das ist kein Preis auf einem Gleichgewichtsmarkt - schon richtig). So ungewöhnlich ist die Nachfrage nach Diamanten nun auch nicht (man vergleiche mal die massig vorhandenen Substitutionsgüter: Gold, Rubine, Smaragde). D.h. die Nachfrage sinkt, da viele Konsumenten zu diesem Preis keine Nachfrage mehr haben. Ergo: auch hier ist jawohl die Nachfrage=Angebot (natürlich niedriger als auf einem perfekten Markt).

Na klar, ich meine ist gibt bestimmt auch extreme Beispiele wo die Leute immer weiter auch bei noch höheren Preisen nachfragen, so wie sie das implizieren mit dem Hinweis auf ein "Luxusgut". Aber dann müsste man doch mal beobachten, dass jemand einen Diamantring nicht kaufen kann , obwohl er bereit ist den Preis zu zahlen (regelrecht ausverkauft). Habe ich noch nie gesehen. Haben sie das schon mal gesehen? Wie verhindern die Oligopolisten außerdem, dass die Preise dann immer weiter (durchaus in ihrem Sinne) steigen (was ja bei der ersten Sichtung des Schild "ausverkauft" eigentlich geschehen müsste, weil das Angebot zu gering bzw. die Nachfrage zu hoch ist), wo sie doch die Börsenpreise in Antwerpen nicht direkt kontrollieren. Vielmehr ist es doch so, dass die weltweite Diamentenpreise gar nicht ununterbrochen steigen. Ergo: auch in einem Oligopol sind Preise und Nachfrage in der Regel variabel, und zwar genau so, dass die Nachfrage=Angebot

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