Forum: Wirtschaft
Hohe Tagessätze: Teure Praktikanten von McKinsey für das Flüchtlingsamt
McKinsey

McKinsey soll dem Flüchtlingsamt BAMF hohe Tagessätze für Praktikanten berechnet haben - laut "Bild"-Zeitung mehr als 2000 Euro pro Tag. Die Beraterfirma spricht von einem Versehen und Einzelfällen.

Seite 1 von 9
foerster.chriss 30.04.2017, 15:00
1. Wer McKinsey beauftragt, optimiert die Kostenstruktur,

aber leider nur die von McKinsey und nicht die eigene. Es ist mir unerklärlich, warum man ernsthaft solchen Unternehmen das (Steuer-)Geld hinterherwirft. Es gibt viele Experten im Markt, Experten mit wesentlich besserem Detailwissen und preiswerter sind sie auch. Klar, nur bei McKinsey kann man auf einen Schlag gleich 1000 "Experten" bereitstellen, aber was bringt es, wenn für den Kunden dabei nur Geld abfließt, die Expertise aber auf der Strecke bleibt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hador2 30.04.2017, 15:01
2. Gesamtkosten...

370 Personen zu 2700 € pro Tag ergibt rund 1 Million Euro Kosten pro Tag. Die 2 Praktikanten sind mir da herzlich egal und selbst wenn die tatsächlichen Kosten nur bei 500.000 Euro täglich liegen ist das schlicht eine Frechheit.

Nur mal zum Vergleich: Die Kosten pro Flüchtling und MONAT werden auf ca. 1.000€ geschätzt!

Soviel wie man McKinsey hier in den Rachen wirft kann man gar nicht einsparen!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
chalchiuhtlicue 30.04.2017, 15:04
3. Versehen und Einzelfall?

Selbstverständlich, nichts anderes vermutete ich. Ja nee, schon klar ... Ich möchte nicht wissen, wie viele "Einzelfälle" das waren. Was ich wissen möchte ist, warum das BAMF "Praktikanten" mieten muss? Warum werden nicht ausgebildete Fachkräfte "gemietet", sondern Praktikanten?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
bauausdo 30.04.2017, 15:07
4. Wesensart

Den Überblick bei Projekten zu verlieren, ist ja Wesensart von Beratungsunternehmen. Den Überblick behalten könnte man ja auch alleine.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gordenfreeman 30.04.2017, 15:08
5. 370 Personen!Nur für das Bamf!

Wir geben ~1000000€ im Monat allein für Beratertätigkeiten im Bamf aus!Wie bitte!Ich bin schockiert und das ist mein Ernst!Schnallt keiner das diese Firma natürlich immer nur so berät das sie immer wieder Folgeaufträge bekommt?Wozu bezahlen wir denn in den Behörden hohe Beamte?Deren Aufgabe währe es doch diese Aufgaben zu übernehmen!Schluss mit sämtlichen Beratertätigkeiten sofort!Das ist doch Lobbyismus in Reinkultur der sogar noch mit wahnsinnig viel Geld vom Steuerzahler finanziert wird.Wo ist denn Martin Schulz grad?Wir sind im Wahlkampf!!!!Trocknet solche Korruptionssümpfe aus!Das wäre ehrliche Politik.Nichts anderes.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Holger Regohl 30.04.2017, 15:09
6. 370 eingesetzte Personen?

In Deutschland arbeiten Millionen Menschen für den Staat, davon Hunderttausende in der Administration. Und dann braucht es immer noch 370 teuer Beraterinnen und Berater von McKinsey? Sind die Staatsangestellten nicht in der Lage, ihren Job selber zu erledigen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
jorgos 30.04.2017, 15:09
7. 30 Projekte?

Was machen denn die Hauptamtlichen in den Behörden? Beamtenmikado? 30 Projekte, 370 eingesetzte Personen - wenn jede auch nur einen Tag abrechnet, sind das bei einem Satz von 2.700 Euro insgesamt 999.000 Euro eine runde Million! Wenn die Behörden zu unfähig sind, die eigenen Aufgaben selber effizient zu erledigen, dann sitzen da die falschen - und überbezahlten - Leute. Selbst Praktikanten scheinen da ja begehrte Ratgeber zu sein. Kein Wunder, dass der Bedarf an Steuereinnahmen immer weiter steigt. Ist ja nicht das eigene Geld, was da verbrannt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Tante_Frieda 30.04.2017, 15:11
8. Blendwerk

Na ja,die wichtigste Fähigkeit all dieser "Consultants" ist ja,sich selbst mit viel Wortgeklingel gut verkaufen zu können.Bevor man als Firma oder Behörde solche Typen engagiert,könnte man sich ja fragen,weshalb diese vorgeblich so klugen Köpfe - gegen üppige Bezahlung,versteht sich - lediglich anderen ihre Ratschläge erteilen und nicht selbst eine Firma aufmachen,um dort ihre weltbewegenden Erkenntnisse anzuwenden.Wenn es einen Beruf gibt,in dem es darauf ankommt,sich gut verkaufen zu können,für reichlich Geld viel Blendwerk zu präsentieren,dann ist es die Beraterbranche,ob sie nun McSowieso oder anders heißen.Klar,wenn eine Privatfirma diese Leute anheuert,ist es deren Angelegenheit.Bei Behörden sieht die Sache jedoch anders aus.Da wünschte man sich - nicht nur in diesem Fall - eine strengere Ausgabenkontrolle,denn da wird auch mein Steuergeld verpulvert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
nokaner 30.04.2017, 15:16
9. Verbot

Es sollte dem Staat verboten werden, auf externe Beratungsfirmen zuzugreifen. Für seine Aufgaben muss der Staat entsprechend Leute auabilden und bezahlen die im Sinne des Staates handeln.
Wenn Wirtschaftskanzleien bei Gesetzestexten federführend mitarbeiten und Ministerien unfähig sind eigene Prozesse und Abläufe zu generieren, wird es mit schlecht.
Zu was haben wir Hochschulen???
Keine Steuergelder für McKinsey und co.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 9