Forum: Wirtschaft
Immobilien: Zahl der Baugenehmigungen geht stark zurück
DPA

Im ersten Quartal wurden deutlich weniger Bauvorhaben genehmigt. Besonders stark ist der Rückgang bei ein Einfamilienhäusern.

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grabenkaempfer 19.06.2017, 09:35
1.

Wie passen dieser Artikel und dieser:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/immobilien-hausbau-auf-dem-land-2800-prozent-zu-viele-eigenheime-a-1152839.html
zusammen?

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tipsylaird 19.06.2017, 10:09
2. Vergangenheit und Zukunft

@Grabenkämpfer: Artikel Hausbau auf dem Land: was wurde gebaut? = Vergangenheit; Anzahl Baugenehmigungen: was wird demnächst gebaut? = Zukunft. Haben Sie's?

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gunpot 19.06.2017, 10:39
3. Damit geht der Wohnungsbau

wegen der relativ hohen Anzahl von Baugenehmigen in den letzten drei Jahren bestimmt nicht zurück; denn diese müssen jetzt erst einmal "abgearbeitet" werden. Also weiterhin ansteigende Beschäftigung im Bau. Andererseits zeigt auch der Rückgang der Genehmigungen bei anhaltend niedrigen Zinsen, dass in diesem Sektor eine gewisse Nachfragesättigung eingesetzt hat. Die konjunkturelle Delle im Bausektor wird wohl gegen Ende 2018 eintreten, sollten die Kommunen nicht zur Verfügung gestellte Gelder zur Verbesserung der sozialen Infrastruktur endlich abrufen.

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grabenkaempfer 19.06.2017, 10:43
4.

@tipsylaird
in dem von mir verlinkten Artikel wird zwar mehr die Vergangenheit beleuchtet.
Aber:
"Vor allem in vielen Landkreisen werde derzeit deutlich mehr gebaut, als angesichts schrumpfender Einwohnerzahlen und bestehender Leerstände sinnvoll wäre."
klingt nicht nach Vergangenheit, derzeit passen die Artikel nicht zusammen.

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p2063 19.06.2017, 10:46
5.

Die Aussage, dass die Anzahl der Baugenehmigungen zurückgeht hat erst mal rein garnichts mit der Anzahl der tatsächlichen Neubauten zu tun. In nahezu allen Neubaugebieten gibt es schließlich einen Bebauungsplan, wenn man sich an diesen hält kann man in fast allen Bundesländern mittlerweile genehmigungsfreie Verfahren in Anspruch nehmen. Eine Genehmigung benötigt man nur bei Sonderwünschen (größere Grundflächenzahl weil das Grundstück so klein ist, Grenzbebauung etc)

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klugscheißer2011 19.06.2017, 10:57
6. Folgen des Preiswahns

Es ist zwar richtig, dass der niedrige Zins viele Bauherren locken mag zu investieren. Doch billiger wird damit gar nichts, weil die Immoblienpreise dafür stark gestiegen sind. Viele sogenannte Investoren kaufen Grundstücke nicht, um darauf zu bauen, sondern um damit zu spekulieren. In meinem Heimatort, einer Touristenhochburg an der Ostsee, kann es sich kaum noch ein Einheimischer leisten, zu bauen, weil Grundstücke zu teuer geworden sind. Und auch die Wohnungen, die in Mehrfamilienhäusern neu entstehen, sind für die meisten hier unbezahlbar. Sie dienen dann meistens als Zweitwohnungem für Besserverdienende. Die Urbevölkerung wird verdrängt ins ländliche Hinterland.
Es wird Zeit, dass der Niedrigzins-Wahnsinn wieder aufhört. Dann wird auch der Immobilienmarkt wieder normal funktionieren und nicht so überreizt wie jetzt.

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dirsch 19.06.2017, 12:11
7. @4

Passt scheinbar nicht, weil "sinnvoll" nicht gerade ein exakter Begriff ist. Durch fallende Einwohnerzahlen und Wohnungsleerstand wäre es in solchen Gegenden wohl "sinnvoll", garnicht zu bauen; gibt ja genug Leerstand u.ä.
Andererseits möchte manch einer eben doch genau dort bauen, und genau nach eigenen Vorstellungen. Eben nichts altes kaufen. So steht ein altes Haus leer, daneben wird neu gebaut...

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bluestar2000 19.06.2017, 12:20
8. billiger wird damit gar nichts

Zitat von klugscheißer2011
Es ist zwar richtig, dass der niedrige Zins viele Bauherren locken mag zu investieren. Doch billiger wird damit gar nichts, weil die Immoblienpreise dafür stark gestiegen sind.
Komplett richtig ... und das warden ncoh viele sehen, falls irgendwann mal die Zinsen wieder ansteigen sollten.

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bluestar2000 19.06.2017, 12:23
9. Zinstief & Verdrängung der Einheimischen

Zitat von klugscheißer2011
In meinem Heimatort, einer Touristenhochburg an der Ostsee, kann es sich kaum noch ein Einheimischer leisten, zu bauen, weil Grundstücke zu teuer geworden sind. Und auch die Wohnungen, die in Mehrfamilienhäusern neu entstehen, sind für die meisten hier unbezahlbar. Sie dienen dann meistens als Zweitwohnungem für Besserverdienende. Die Urbevölkerung wird verdrängt ins ländliche Hinterland. Es wird Zeit, dass der Niedrigzins-Wahnsinn wieder aufhört. Dann wird auch der Immobilienmarkt wieder normal funktionieren und nicht so überreizt wie jetzt.
Hie rmöchte ich Ihnen aber widersprechen. Das gleiche "Phänomen" haben Sie doch schon seit Jahren auf Sylt auch ohne Zinstief. Wenn sich die Schickeria ein Domizil sucht, steigen da die Preise und damit setzt eine Verdrängung der Einheimischen ein ... mit und ohne Zinswahn, der beschleunigt das Ganze vielleicht nur.

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