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Inflation: Lebensmittel und Mieten treiben Verbraucherpreise
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Nahrungsmittel, Mieten und Reisen werden teurer: Sie treiben die Inflation in Deutschland. Im Juli stiegen die Verbraucherpreise das zweite Mal in Folge.

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thequickeningishappening 11.08.2017, 09:20
1. Alles in Butter

Das Butter teurer wird war absehbar. Die Preise waren im Keller, die Kühe wurden verkauft. Nennt sich Schweinezyklus!

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hannesmann 11.08.2017, 09:20
2.

Das ist immer eine Frage der Betrachtungsweise. Wenn knapp unter 2 Prozent das Ziel ist und die Deflation das zu bekämpfende Risiko ist dann liegt die aktuelle Inflationsrate deutlich näher am Ziel als am Risiko. Und ob das Ziel in einer globalisierten Welt mit geldpolitischen Mitteln zu erreichen ist ist mittlerweile auch sehr umstritten.

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blurps11 11.08.2017, 09:48
3.

Zitat von hannesmann
Das ist immer eine Frage der Betrachtungsweise. Wenn knapp unter 2 Prozent das Ziel ist und die Deflation das zu bekämpfende Risiko ist dann liegt die aktuelle Inflationsrate deutlich näher am Ziel als am Risiko. Und ob das Ziel in einer globalisierten Welt mit geldpolitischen Mitteln zu erreichen ist ist mittlerweile auch sehr umstritten.
Schon richtig, das Problem dabei ist nur, dass gerade von Preissteigerungen bei Lebensmitteln bzw. generell Gütern des täglichen Bedarfs und Mieten Geringverdiener, Rentner, Arbeitslose usw. besonders stark betroffen sind, weil sie einen viel größeren Teil ihres Einkommens dafür aufwenden müssen als Durchschnitts- und Gutverdiener.
Wenn am Ende des Monats das Geld nicht mehr reicht, dürften geldpolitische Ziele den meisten eher egal sein.
Luxusgüter und elektronische Spielzeuge als Treiber der Inflation wären deutlich erstrebenswerter.

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Worldwatch 11.08.2017, 10:07
4. Unerwähnt von kig/Reuters

Die Preise/Gebuehren für (Trink-)Wasser/Abwasser sowie Abfallbeseitigung steigen regional überproportional an. Wegen höherer Kosten der Bereitstellung und Umweltschutzmauflagen.
Zudem steigen die Kosten im Sektor Gesundheit/Krankenversicherungen sowie etlicher Versicherungspolicen.
Hinzu kommen Beitrags-, Gebühren- und Steuererhöhungen wg. (dauer-)leerer Kassen vieler Kommunen.

Die Berechnung der Inflation, der -bei genauerer Betrachtung hanebüchene- ?Warenkorb? und Wichtung zur Berechnung der Inflationshoehe, ist ein Thema für sich.
Aber, ob die o.g. ?gute Butter?, etc., nun 60% oder 600% teurer wird, interessiert die Wohlhabende kaum.
Am unteren Ende der Einkommensbezieher wird das satt Essen, die Deckung der lebensnotwendigen Bedürfnisse zunehmend zur Sackgasse.
Inflationstheorie hin oder her; wieviel Tafler, Sozialgeschaeftskunden bedarf es noch, um zu sehen, wie sich Arm-Reich-Schere und gesellschaftliche Schieflagenentwicklung verstärkt. Wie lange glaubt man, in der -ach so hohen, zunehmend aber sich von diesen Bürgern entfernenden- Politik, dass die Abgehängten sich still dulden und artig fügen? Während für die Errettungen ferner Probleme politisch abermilliarden Euro locker gemacht werden können. Wo ein dreitägiges Politschaulaufen der globalen Eliten G20 mal eben 500 Mio.? kosten darf. Und dazu nun dieser Randthemen BT-Wahlkrampf.

Bin ich eigentlich der Einzige, der den zunehmenden Kesseldruck in unserem bigotten ?uns-geht's-gut? Politzirkus als wachsende Gefahr wahrnimmt?

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grabenkaempfer 11.08.2017, 10:08
5.

was die EZB anstrebt ist eine Kerninflationsrate von 2% an, diese Rate enthält aber Lebensmittel- und Energiepreise nicht! Das bedeutet, das man bei einer Kerninflationsrate von 2% durchaus auch mehr als das für seine Lebensmittel mehr bezahlen muss. Schlußendlich Augenwischerei.

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antilobby 11.08.2017, 10:16
6.

Zitat von blurps11
Schon richtig, das Problem dabei ist nur, dass gerade von Preissteigerungen bei Lebensmitteln bzw. generell Gütern des täglichen Bedarfs und Mieten Geringverdiener, Rentner, Arbeitslose usw. besonders stark betroffen sind, weil sie einen viel größeren Teil ihres Einkommens dafür aufwenden müssen als Durchschnitts- und Gutverdiener.
Dann müssten sich die Betroffenen halt Ihr Lebensstil anpassen: Weniger bis gar kein Fleisch, ist gesünder. In kleinere Wohnung umziehen, verringert Zersiedlung und spart CO2 dank weniger Heizfläche. usw. usw.

Wer Galgenhumor findet darf sie behalten. Aber solange "Atomstrom nein Danke"-Aufkleber auf Uraltautos kleben, müssen die Armen sich den Vorgaben fügen die die Grünen ausrufen.

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Stephanie07 11.08.2017, 10:47
7. Nahrungsmittel verlieren ihren Wert

Wir sollten nicht vergessen, daß in unserem Land nur ca.. 15 % des mtl. Einkommens für Lebensmittel ausgegeben werden. Das schlägt natürlich auf die Qualität. Das sollte uns zu Denken geben.
Die Mietenexplosion, sowie die Kosten für Energie und Wasser sind aus meiner Sicht das Hauptproblem. Wer nicht 50% und mehr für sein Wohnen ausgeben muß, der kann auch mehr für gute Nahrungsmittel ausgeben. Dies käme der Landwirtschaft und den verarbeitenden Betrieben zugute.
Hier gilt es einzugreifen.

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Braveheart Jr. 11.08.2017, 10:58
8. Das wird sich auch ...

... so schnell nicht ändern. Monsanto & Co rationalisieren und chemikalisieren unsere Landwirtschaft zu Tode, Merkel & Co. sorgen verläßlich für weiteren Zustrom in die Ballungsgebiete. Da wird der statistische Jahresbedarfskorb ganz schön tricksen müssen, weil HartzIV nicht angehoben werden darf - aber das schaffen wir sicher auch noch!

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misterknowitall2 11.08.2017, 10:59
9. @antilobby #6

ich bin verwirrt. ich interpretiere ihren Einwand so, dass sie sich über die EEG Umlage ärgern, die den Strom "teurer" macht und das dafür "Grüne" verantwortlich sind. glauben sie wirklich Atomstrom wäre heute billiger? garantiert nicht! sie würden etwa gleichviel zahlen oder sogar mehr. wenn nicht direkt über den Strompreis, dann hintenrum über Steuern. ach ja, und die Grünen hatten damit aber mal gar nichts zu tun. Wenden sie sich an die SPD oder CDU. und so grundsätzlich, es ist nicht alles schlecht nur weil grün draufsteht. sollte man schon ein bisschen differenzieren, auch als armer deutscher.

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