Forum: Wirtschaft
Inflation: Verbraucherpreise steigen wieder etwas schneller
AP

Die Preise steigen wieder ein wenig schneller. Im November verteuerten sich Waren und Dienstleistungen um 1,3 Prozent. Hintergrund sind vor allem Nahrungsmittel, die deutlich mehr kosteten.

egowehner 28.11.2013, 16:24
1. Schlimm, schlimm...

ausgerechnet das tägliche Futter, des Deutschen liebstes Kind, wird deutlich teurer. Um die Mast aufrecht zu erhalten, wird wohl mehr beim Kindeswohl und der Körperpflege gespart werden. Aber dort sind die Deutschen ja sowieso eines der Schlußlichter.

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rolf.piper 28.11.2013, 16:41
2. Es herrschte Stillschweigen,

als sich vorige Woche die Milchpreise im Gleichschritt um 12 Prozent erhöhten. Da regt sich keine Presse auf, kein Bundesamt, keine Verbraucherschützer, niemand! Von Preisabsprachen keine Rede!
Seit Monaten liegt der Zuckerpreis bei 85 ct., der Weltmartpreis bei 8 ct. Die deutschen Zuckerkonzerne verkaufen weltweit unter dem Weltmarktpreis und holen sich die Gewinnspanne von der EU! Also, die Käufer in den Supermärkten bezahlen doppelt! Keiner regt sich auf! Wo ist die Presse?

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Progressor 28.11.2013, 16:53
3. Zielinflationsrate

Oberste Aufgabe der EZB im Gemeinschaftswährungsraum ist die Preisstabilität. Diese ist mit "nahe bei, aber knapp unter" 2 % definiert. Nix 0 %. Diese sogenannte Zielinflationsrate muss so genau wie möglich eingehalten werden. Darüber ist schlecht, darunter ist jedoch viel schlimmer.

Kann man nicht verstehen? Tja, das ist Makroökonomie. ;-)

Das Dumme an der Sache ist, die EZB hält diese Zielinflationsrate über alle Euroländer "aggregiert" ein (oder versucht es zumindest). D.h. die Inflationsraten der einzelnen Volkswirtschaften weichen leider davon ab. Deutschland müsste z.B. eine höhere Rate als 2 % haben.

Wenn man als Niedrigeinkommensbezieher dann natürlich via Lebensmittel eine ganz hohe persönliche Inflationsrate hat, ist man natürlich gekniffen. Du weißt schon wo ;-)

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c++ 28.11.2013, 17:48
4.

Zitat von Progressor
Oberste Aufgabe der EZB im Gemeinschaftswährungsraum ist die Preisstabilität. Diese ist mit "nahe bei, aber knapp unter" 2 % definiert.
Wie immer vergessen Sie natürlich zu sagen, dass diese Marke recht willkürlich gewählt ist und eine schleichende Enteignung der Ersparnisse der Bürger zum Ziel hat, um die Staatsschulden und Bankenschulden zu inflationieren. Die Inflationsrate sagt wenig aus ohne Entwicklung der Zinsen.

Außerdem ist die Inflationsrate auch nicht objektiv zu ermitteln, sondern schwankt je nach angewandter statistischer Methode. Seit ich von der hedonischen Methode erfahren habe, sind die amtlichen Preissteigerungsraten ohnehin für die Tonne

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Andreas1979 28.11.2013, 17:52
5. Eine niedrige Inflation,

auf Kosten von Menschenleben in Bangladesch und vielen weiteren Niedriglohnstaaten, unserem eigenen Niedriglohnsektor und unserer Gesundheit in Bezug auf Lebensmittel. Würde man reine nachhaltige Produkte wie 1920 dies noch der Fall war, läge die Inflation weit aus höher.

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4711_please 28.11.2013, 18:10
6. Inflationsstatistik ist für die Katz

Zitat von sysop
Die Preise steigen wieder ein wenig schneller. Im November verteuerten sich Waren und Dienstleistungen um 1,3 Prozent. Hintergrund sind vor allem Nahrungsmittel, die deutlich mehr kosteten.
Jaja, die Statistik. Dabei macht es durchaus einen Unterschied, ob man in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt wohnt oder in einem Dorf fernab. Die Miete macht meist zwischen 30-50% der Lebenshaltungskosten aus, wenn die um 20% steigt, dann ist die individuelle Inflation schon fast brasilianisch. Gleiches gilt für junge Familien, die sich eine Eigentumswohnung kaufen möchten, was ja nur einen ganz gewöhnlichen Bedarf der Mittelschicht darstellt.

Wer jedoch Wohneigentum in Orten besitzt, die aufgrund der Demographie unter Immobilienleerstände leiden, leidet unter Deflation: sein Eigentum wird stets weniger wert.

Was ist von einer Inflationsstatistik zu halten, die weder das Grundbedürfnis "Wohnen" anständig berücksichtigt, noch die auseinanderdriftenden Stadt-Land-Verhältnisse? Ist es nicht so ähnlich, als würde man Pflaumen- und Apfelmus mischen und dann behaupten, es wäre Birne? Ist diese Statistik nicht eigentlich für die Katz?

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MTBer 28.11.2013, 18:40
7. Was soll dieses abwegige Beispiel?

Zitat von 4711_please
Jaja, die Statistik. Dabei macht es durchaus einen Unterschied, ob man in Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt wohnt oder in einem Dorf fernab. Die Miete macht meist zwischen 30-50% der Lebenshaltungskosten aus, wenn die um 20% steigt, dann ist die individuelle Inflation schon fast brasilianisch. Gleiches gilt für junge Familien, die sich eine Eigentumswohnung kaufen möchten, was ja nur einen ganz gewöhnlichen Bedarf der Mittelschicht darstellt. Wer jedoch Wohneigentum in Orten besitzt, die aufgrund der Demographie unter Immobilienleerstände leiden, leidet unter Deflation: sein Eigentum wird stets weniger wert. Was ist von einer Inflationsstatistik zu halten, die weder das Grundbedürfnis "Wohnen" anständig berücksichtigt, noch die auseinanderdriftenden Stadt-Land-Verhältnisse? Ist es nicht so ähnlich, als würde man Pflaumen- und Apfelmus mischen und dann behaupten, es wäre Birne? Ist diese Statistik nicht eigentlich für die Katz?
Die Miete für Wohnraum darf über einen Zeitraum von drei Jahren nur maximal 20% angehoben werden - und das auch nur, wenn sie dann die ortsübliche Vergleichsmiete nicht übersteigt. Unter der Annahme, dass der Vermieter den rechtlichen Spielraum voll ausnutzt - was kaum ein Vermieter macht - kann die Miete also nur um durchschnittlich weniger als 7% pro Jahr steigen.

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jkl21 29.11.2013, 09:17
8. Fernab der Realität

Schade dass man ja leider mehr essen muß, anstatt sein Geld an der Tankstelle anzulegen. Dazu kommt dass meine Frau seit über zehn Jahren keine Gehaltserhöhung bekommen hat. Ja leider sind ja viele keine Manager oder gewerkschaftlich rückversichert. Vielleicht sollten wir den Ethanol aus dem Biosprit destillieren um auf diese tolle Infaltionsrate zu kommen.

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muellerthomas 29.11.2013, 12:45
9.

Zitat von 4711_please
Die Miete macht meist zwischen 30-50% der Lebenshaltungskosten aus, wenn die um 20% steigt, dann ist die individuelle Inflation schon fast brasilianisch.
Wo steigen die Mieten denn Jahr für Jahr um 20%?

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